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Linklaters-Erlöse in Deutschland trotz Großprojekten leicht rückläufig

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  • JUVE

Die deutsche Praxis von Linklaters hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 rund 162,5 Millionen Euro verbucht. Das sind knapp 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr, als die Kanzlei noch 167,3 Millionen Euro erwirtschaftete. Im Marktvergleich gehört Linklaters damit weiterhin zu den fünf umsatzstärksten Sozietäten hierzulande.

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Carl-Peter Feick
Carl-Peter Feick

Da sich Linklaters stärker als viele ihrer Wettbewerber auf das hochvolumige Geschäft konzentriert, litt die Kanzlei auch mehr unter der Dealflaute im Sommer 2012. Spätestens mit dem Jahreswechsel waren aber auch die komplexen, großen Transaktionen wieder da. Für den österreichischen Energiekonzern Verbund stemmte man etwa den Asset-Tausch mit E.on (mehr...). Andere Beispiele zeigen, dass sich Linklaters ihrem ehrgeizigen Ziel, die Beraterposition bei deutschen Top-Konzernen auszubauen und den angestammten Beratern wie Hengeler Mueller Konkurrenz zu machen, ein gutes Stück angenähert hat: So hat sich beispielsweise die Beziehung zu ThyssenKrupp wieder deutlich intensiviert (mehr…). Die zweite tragende Säule des Linklaters-Geschäfts liegt in der team- und grenzüberschreitenden Arbeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gelang es so etwa beim Kauf des britischen Unternehmens Invensys, nach langer Zeit wieder für den Siemens-Konzern tätig zu werden (mehr…).

Zwei aktuelle Personalmeldungen untermauern zudem die Linklaters-Aufholjad zu den führenden deutschen Gesellschaftsrechtspraxen. Die Kanzlei holte mit Prof. Dr. Wilhelm Haarmann eine der prägenden Persönlichkeiten der deutschen Anwaltschaft (mehr…). Haarmann verfügt über erstklassige Kontakte in die Führungsebenen von Großkonzernen sowie zu Bundes- und Landesministerien und kann entsprechend noch einige Türen für die Kanzlei öffnen. Mit dem Noerr-Partner Georg Annuß kam zudem einer der führenden Arbeitsrechtler Deutschlands in München hinzu (mehr…).

Mit diesen Zugängen und drei internen Partnerernennungen wächst die Partnerschaft, während die Berufsträgerzahlen insgesamt leicht zurückging (minus 2,2 Prozent). Das senkte die Leverage zwar auf 3,2 (im Vorjahr 3,5), bewirkte aber auch, dass bei den sinkenden Umsätzen die Auswirkungen auf den Umsatz pro Berufsträger (UBT) moderat ausfielen. Mit nun rund 622.000 Euro pro Berufsträger liegt der Wert fast auf dem Niveau wie 2011/12 (minus 0,7 Prozent). Von ihren direkten Konkurrenten wie Freshfields Bruckhaus Deringer, die einen UBT von 732.000 Euro vermeldet, oder Hengeler Mueller ist Linklaters damit allerdings noch deutlich entfernt.

 

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