Im Vorjahr hatte Norton Rose ihren Umsatz sogar um 26,8 Prozent steigern können, allerdings mit einer deutlich verbreiterten Mannschaft; damals floss erstmals auch der Beitrag des 2011 eröffneten Hamburger Büros mit ein (mehr…). Die jetzige Umsatzsteigerung gelang der Kanzlei um Managing-Partner Dr. Alexander von Bergwelt hingegen ohne größere personelle Veränderungen.
Die nur leicht vergrößerte Mannschaft arbeitete wesentlich produktiver als zuvor und setzte pro Berufsträger rund 384.000 Euro um, das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Norton Rose liegt damit erstmals wieder klar über dem UBT des Vorkrisenjahres 2007/08. Ihre bis dato beim UBT ähnlich abschneidende internationale Wettbewerberin Taylor Wessing (364.000 Euro) hat Norton Rose inzwischen deutlich hinter sich gelassen und liegt nun annähernd gleichauf mit Bird & Bird (388.000 Euro).
Wachstum dank Konfliktlösung und internationaler Expansion
Leicht rückläufig war der Anteil der Corporate-Praxis am Jahresumsatz. Im Vorjahr hatten die Gesellschaftsrechts- und Transaktionsteams noch für einen Großteil der Umsatzsteigerung gesorgt und rund 60 Prozent der Gesamtbilanz beigesteuert. 2012/13 ging der Anteil auf etwa 50 Prozent zurück. Stärker in den Vordergrund trat hingegen die Beratung bei Konfliktlösungen und im Arbeitsrecht. Hierauf entfielen 20 Prozent des Geschäfts. Rund 30 Prozent trug die Banking-Praxis bei.
Dabei profitierten die deutschen Büros deutlich von der internationalen Expansion der Kanzlei. Anfang 2012 hatte sich Norton Rose in Kanada mit Macleod Dixon vereint und damit zugleich Büros in Lateinamerika dazugewonnen. Mitte 2011 hatte sich in Kanada schon Ogilvy Renault angeschlossen (mehr…). Zudem expandierte Norton Rose in Südafrika und Australien (mehr…). Insbesondere die Verbindung nach Kanada sorgte nun für deutlich mehr Beratungsbedarf. Auch weltweit steigerte die Kanzlei steigerte ihren Umsatz 2012/13. Sie legte um 7,4 Prozent zu und knackte damit erstmals die Milliardengrenze.
In den aktuellen Umsatzzahlen noch nicht abgebildet sind die – potenziell sehr bedeutenden – Synergien mit der neuen US-Präsenz. Norton Rose schloss sich zum Juni mit der amerikanischen Sozietät Fulbright & Jaworski zusammen und firmiert seither als Norton Rose Fulbright (mehr…). Der kombinierte Jahresumsatz beider Kanzleien lag im vergangenen Jahr bei etwa 1,5 Milliarden Euro.
Jüngste deutsche Abgänge noch unberücksichtigt
Ebenfalls kaum ins Gewicht fallen bei den Zahlen des Jahres 2012/13 mehrere Abgänge der vergangenen Monate, vor allem in Frankfurt. Zum Jahreswechsel verlor Norton Rose dort ein Steuerrechtsteam um Partner Dr. Uwe Hartmann an FPS Fritze Wicke Seelig (mehr…). Im Mai verabschiedete sich mit Dr. Nico Abel ein Aushängeschild der deutschen Corporate-Praxis; er wechselte ins neu eröffnete Frankfurter Büro von Herbert Smith (mehr…). Anfang Juli ging mit Dr. Dirk Otto ein weiterer Gesellschaftsrechts- und M&A-Partner zu Gobbers & Denk (mehr…).
In der Finanzmetropole verfügt Norton Rose nun zwar über einige renommierte Praxen, etwa für internationale Schiedsverfahren und im Bank- und Kapitalmarktrecht. Die Präsenz in den Kerngebieten Gesellschaftsrecht und M&A ist hingegen stärker denn je in München und Hamburg konzentriert. Auch im Steuerrecht verstärkte sich die Kanzlei zuletzt nur in München, wo zum Juli Dr. Alexander Hemmelrath als Partner hinzukam (mehr…).