Hinz ist seit fast einem Jahrzehnt im Konzern tätig, zuletzt als Leiterin des Bereichs „Corporate & Commercial Law“. Der war erst kürzlich nach dem Weggang von Benedicte Stenvaag entstanden, die den Bereich „Commercial Law & Litigation“ leitete. Dieser wurde mit „Corporate & Finance & Projects“ zum neuen Bereich „Corporate & Commercial Law“ verschmolzen.
Im August 2016 startete Hinz als Legal Counsel im Bereich Corporate & Finance, 2017 wurde sie zur Vice President befördert und übernahm ab Januar 2020 als Senior Vice President die Verantwortung für die Sparte „International Law & Global Trading“. Seit Januar 2024 leitet sie als Senior Vice President Corporate & Finance & Projects ein Team von rund 30 Juristinnen, Juristen und Spezialisten – zuständig für Gesellschafts-, Kapitalmarkt- und Finanzrecht, M&A, Joint Ventures sowie strategische Großprojekte etwa in den Bereichen Erneuerbare Energien, Wasserstoff und Ammoniak. Auch das Vorstandsbüro ist ihr unterstellt.
Wer Hinz dort sowie im Ressort „Corporate & Commercial Law“ nachfolgt, ist offen. Der Nachfolgeprozess soll nach JUVE-Informationen zeitnah starten.
Perfektes Profil für die Uniper-Zukunft
Vor ihrem Wechsel zu Uniper war Hinz knapp sechs Jahre bei Linklaters tätig, wo sie in Frankfurt und zeitweise in London wirkte. Ihr Schwerpunkt lag im Bank- und Finanzrecht mit Fokus auf Großfinanzierungen und Kredittransaktionen. Eingebunden war sie etwa in Großprojekte wie die Finanzierung des Offshore-Windparks Borkum West und den Börsengang von Covestro. Auch beim Verkauf der Hochspannungsnetze durch E.on war sie auf Beraterseite involviert.
Hinz bringt das passende Profil für die zentralen Weichenstellungen mit, die Uniper bevorstehen: Der Bund muss seine 2022 im Zuge der milliardenschweren Rettung erworbene Mehrheitsbeteiligung mittelfristig wieder abgeben – sei es über einen Börsengang oder eine Übernahme. Als Kapitalmarktrechtlerin mit Wurzeln im Bank- und Finanzrecht, IPO-Erfahrung und tiefer Kenntnis der internen Governance- und Finanzierungsstrukturen bringt sie die dafür notwendige Erfahrung mit. Hinzu kommt ihre Expertise in M&A und Joint Ventures, die in einem Übernahmeszenario ebenso relevant wäre.