Wunscharbeitgeber

Immer weniger Absolventen wollen Syndikus werden

Fragt man Jurastudenten, Referendare und Doktoranden, wo sie ihren ersten Job antreten wollen, kommen Rechtsabteilungen immer schlechter weg. Auch 2016 setzte sich dieser Trend laut der azur-Bewerberumfrage fort. Von den 1.620 Teilnehmern wollen gerade noch gut 10 Prozent ihre Karriere als Inhousejuristen starten. 2010 war dieser Anteil glatt doppelt so hoch. Für eine Kanzlei würden sich inzwischen gut 70 Prozent der Umfrageteilnehmer entscheiden, vor sechs Jahren waren es nicht einmal 60 Prozent. Selbst der öffentliche Dienst findet mehr Anklang als die Unternehmen.

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Die Prioritäten der Bewerber, die heute zum Berufseinstieg in eine Rechtsabteilung gehen würden, entsprechen dabei weitgehend denen, die auch die Altersgenossen setzen, die sich für den öffentlichen Dienst entscheiden würden. Für 37 bzw. 40 Prozent von ihnen ist die Vereinbarkeit von Beruf, Freizeit und Familie entscheidend bei der Arbeitgeberwahl. Bei den Umfrageteilnehmern, die ihren ersten Job in einer Kanzlei antreten wollen, liegt dieser Anteil nur bei knapp über 20 Prozent. Betriebsklima, Renommee und Gehalt stehen hingegen bei den Absolventen, die lieber in eine Kanzlei gehen wollen, wesentlich häufiger im Fokus als bei denen, die Unternehmen präferieren.

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