Die Staatsanwaltschaft hatte dem Ex-Manager vorgeworfen, mit einem seiner beiden Söhne ein Mietverhältnis fingiert zu haben. Der Sohn zahlte für eine Wohnung in Konstanz offiziell Miete an seinen Vater, doch dieser überwies das Geld wieder zurück. Auf diese Weise machte er zu Unrecht Vermietungsverluste beim Finanzamt geltend, um seine Steuerlast zu drücken.
Ans Tageslicht kamen diese Unregelmäßigkeiten, weil gegen Schmidt wegen möglicher Untreue und Korruption im Zusammenhang mit dem Kauf der österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) durch die BayernLB ermittelt wird. Das Verfahren gegen ihn und sieben weitere ehemalige Vorstände läuft derzeit (mehr…). Sollten sich auch in dem Verfahren Vorwürfe bestätigen und es zu einer Verurteilung kommen, könnte sich Schmidts Vorstrafe wegen der Steuerhinterziehung negativ auf das Strafmaß auswirken.
Erst kürzlich hatte sich Ex-VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder ebenfalls wegen Steuerhinterziehung aufgrund fehlerhafter Angaben bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung verantworten müssen. Anders als Schmidt, der keinen Prozess führen wollte und deshalb den Strafbefehl akzeptierte, wählte Pischetsrieder den Gerichtsweg – schließlich mit Erfolg (mehr…).
Vertreter Werner Schmidt
Prof. Dr. Klaus Volk (München) – aus dem Markt bekannt
Staatsanwaltschaft München
Nicht bekannt
Hintergrund: Strafrechtlich lässt sich Werner Schmidt dem Vernehmen nach umfänglich von Klaus Volk beraten. Das gilt nicht nur für das Wirtschafts- sondern auch für das Steuerstrafrecht, denn auch steuerrechtlich gilt Volk als versiert. Das Mandat soll sich aus der schon laufenden Vertretung wegen des BayernLB/HGAA-Komplexes ergeben haben. Zivilrechtlich lässt sich Schmidt dabei von Nachmann vertreten.
Volk vertritt nicht nur Manager, sondern auch Unternehmen in strafrechtlichen Prozessen, wie derzeit etwa den Stahlkonzern Ferrostaal (mehr…).