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Der Streit zwischen dem belgischen Agfa-Gevaert-Konzern und dem Insolvenzverwalter von AgfaPhoto schreibt Rechtsgeschichte, nun schon im dritten Jahrzehnt. Als Agfa-Gevaert 2004 sein Endkundengeschäft in die AgfaPhoto GmbH ausgliederte und an eine Investorengruppe um den ehemaligen McKinsey-Partner Dr. Hartmut Emans verkaufte, war die Nachfolgegesellschaft binnen sechs Monaten insolvent. Seither streiten Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier und der Agfa-Konzern über die Frage, ob die eingebrachte Sacheinlage in Wahrheit einen dreistelligen Millionenbetrag negativ wert war – und Ringstmeier daher einen Differenzhaftungsanspruch in Höhe von 340 Millionen Euro hat.