Verfahren

  Juve Plus Dritte Piste

Der Streit um den Bau einer dritten Landebahn am Wiener Flughafen ist um eine Etappe reicher. Rund ein Jahr nach seiner ersten Entscheidung, gegen die der Flughafen Wien und die Landesregierung Niederösterreich vor dem Verfassungsgerichtshof klagten, hat das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) den Ausbau unter strengen Auflagen bewilligt. Die Fertigstellung des Projekts liegt dennoch in weiter Ferne.

  Juve Plus Langfristige Lieferverträge

RWE darf die vor über zehn Jahren unterzeichneten Stromlieferverträge mit Uniper nicht kündigen. Das entschied das Landgericht Essen. Die Verträge garantieren Uniper die Abnahme von rund der Hälfte der Stromproduktion des Kraftwerks Datteln IV, dessen Inbetriebnahme mit nunmehr rund sieben Jahren Verzögerung für das erste Halbjahr 2018 erwartet wird. RWE sieht die Verzögerung als Kündigungsgrund für den Milliardenvertrag – das Gericht nicht.

  Juve Plus Markenstreit um Energydrink

Die Energydrink-Marke Rockstar Revolt verletzt nicht die Markenrechte des tschechischen Unternehmens Luxuria, die Inhaberin der Marke ,Revolt' ist. Das entschied heute das Landgericht Düsseldorf. Luxuria habe demnach die Marke nicht ausreichend benutzt und deshalb bestehe keine rechtserhaltende Wirkung der Marke. Luxuria hatte unter anderem gegen das US-Unternehmen Rockstar geklagt.

  Juve Plus Leberdiagnose

Hisky Medical Technologies darf sein Produkt Fibrotouch FT-1000 zur Leberdiganose vorerst nicht in Deutschland anbieten oder in den Verkehr bringen. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf Anfang März entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts Düsseldorf bestätigt. Geklagt hatte das französische Unternehmen Echosens.

  Juve Plus Gelita

Der Familienstreit beim Gelatinehersteller Gelita könnte demnächst den Bundesgerichtshof beschäftigen: Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat entschieden, dass Schadensersatzansprüche unter anderem gegen den Mehrheitsaktionär Klaus-Philipp Koepff sowie Mitglieder von Gelita-Vorstand und -Aufsichtsrat nicht geltend gemacht werden können − zumindest nicht von dem Besonderen Vertreter Dr. Norbert Knüppel. Die Hauptversammlungsbeschlüsse zu Knüppels Bestellung seien nämlich nichtig.

  Juve Plus Schwache Fälle

Selten stellt das Kartellamt ein Verfahren komplett und ohne einen Euro Bußgeld ein, wenn es zuvor Razzien gab und Zeugen vernommen wurden. Doch zuletzt passierte dies gleich drei Mal: In den Komplexen Pharmagroßhandel, Dämmstoffe und Landtechnik hat das Amt die Ermittlungsakten sang- und klanglos geschlossen. In Dutzenden von Unternehmenszentralen dürften die Sektkorken knallen. Was steckt dahinter?

  Juve Plus Urteil zu Tabakwaren

Die europäischen Vorschriften, auf denen die deutsche Tabakerzeugnis-Verordnung fußt, regelt nicht die Präsentation der Tabakwaren, sondern nur die Gestaltung der Zigarettenschachteln. Das hat das Landgericht Berlin entschieden und damit die Unterlassungsklage von Verbraucherzentralen und -verbänden gegen den Tabakwarenhändler Dr. Eckert abgewiesen. Händler dürfen demnach die Warnhinweise und Schockbilder auf Zigarettenpackungen in ihren Regalen weiterhin mit Steckkarten abdecken.

  Juve Plus Weitere Niederlage für Sarasin

Das Landgericht München I hat einem Geschäftsmann fast 3,4 Millionen Euro Schadensersatz zugesprochen, weil er in Sachen Cum-Ex falsch beraten wurde. Wie im Fall des Drogierieunternehmers Erwin Müller geht es um Fonds der Luxemburger Gesellschaft Sheridan, die von der Schweizer Privatbank Sarasin vertrieben wurden. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Bank den Geschäftsmann nicht ausreichend über die Risiken bei seinen Investitionen aufgeklärt hat.

  Juve Plus Heta-Angebot

Mehrere Nachranggläubiger der Heta erlitten vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) einen Rückschlag: Der VfGH entschied, dass der beanstandete Paragraf des Finanzmarktstabilitätsgesetzes verfassungskonform ist und weder das Recht auf Eigentum noch den Gleichheitsgrundsatz verletzt.

  Juve Plus Sal. Oppenheim

Das Landgericht Köln hat den wohl vorerst letzten Strafprozess gegen ehemalige Manager der Bank Sal. Oppenheim eingestellt. Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende der Bank, Georg Baron von Ullmann, wird dafür eine Geldauflage von 7 Millionen Euro zahlen. Er musste sich wegen eines Immobiliengeschäftes in Frankfurt verantworten, für das die Bank zuviel gezahlt hatte. Fraglich war, ob von Ullmann dafür zur Verantwortung gezogen werden kann.

  Juve Plus Energiewirtschaft

Projektentwickler schätzen die Möglichkeit, eine Wohnanlage mit einer eigenen Energieversorgung zu versehen. Genehmigt eine Regulierungsbehörde diese sogenannte Kundenanlage, dann können die Bewohner ihren Strom günstiger vom Betreiber der Anlage beziehen. Wann Projekte in diesen Genuss kommen, sollte erstmals das Oberlandesgericht Frankfurt bestimmen. Es entschied nun, dass die Regulierungskammer Hessen eine Genehmigung genauer prüfen muss, vermied aber eine Grundsatzentscheidung.