Verfahren

  Juve Plus KapMuG

Ein Großteil der milliardenschweren Anlegerklagen gegen Porsche wird zur Klärung zentraler Streitfragen gebündelt. Das Landgericht Hannover hat die dort anhängigen Klagen zu einem Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zusammengefasst – Klagen von 32 institutionellen Anlegern mit einer Gesamtklagesumme von über drei Milliarden Euro. Jetzt übernimmt das Oberlandesgericht Celle.

  Juve Plus Anklage wegen Schlecker-Pleite

Geht es nach der Staatsanwaltschaft Stuttgart, soll sich Anton Schlecker wegen der Pleite seiner Drogeriekette vor vier Jahren vor Gericht verantworten. Die Strafverfolger werfen dem früheren Firmenpatriarchen vorsätzlichen Bankrott vor und haben Anklage erhoben.

  Juve Plus Bundesliga-Rechte

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird die Ausstrahlungsrechte für die Spiele der Bundesliga nicht mehr an einen einzigen Anbieter vergeben. Dazu verpflichtete sich die Liga gegenüber dem Bundeskartellamt. Die sogenannte No-Single-Buyer-Regel sieht vor, dass mindestens zwei Anbieter bei der Ausstrahlung der Ligaspiele zum Zug kommen müssen. Auf dieser Basis schrieb die DFL jetzt die Rechte für Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21 aus. Das Bieterverfahren soll Ende Mai beginnen.

  Juve Plus Nächster Erfolg

Der Patentverwerter Saint Lawrence Communication (SLC) hat in seinem Dauerstreit mit der deutschen Mobilfunkindustrie den nächsten Prozesserfolg errungen. Das Landgericht Düsseldorf entschied in zwei von sechs Patentklagen für den Patentverwerter. Danach dürfen Vodafone und ihre Streithelferin HTC die betroffenen Mobilfunktelefone von HTC nicht mehr vertreiben, sollte SLC die Urteile gegen eine Sicherheitsleistung von zwei Millionen Euro vollstrecken (AZ: 4a O 73/14 u.a.). Erstmalig äußerte sich ein deutsches Gericht dabei auch zur Bemessung einer Lizenz zu fairen und nicht diskriminierenden Konditionen (FRAND).

  Juve Plus Schlappe vor BGH

Karlsruhe ist für Erich Kellerhals kein gutes Pflaster. Der streitbare Minderheitseigner der Elektronikmarktkette Media-Saturn hat vor dem Bundesgerichtshof eine Niederlage kassiert. In dem Verfahren ging es um die Frage, ob ein bestimmtes Abstimmungsverhalten des Haupteigners Metro bei einer Media-Saturn-Gesellschafterversammlung erzwungen werden kann.

  Juve Plus Conergy-Prozess

Der Prozess gegen das ehemalige Conergy-Management ist heute mit Freisprüchen, Geldstrafen und Geldbußen zu Ende gegangen. Das Landgericht Hamburg verhängte für den Unternehmensgründer Hans-Martin Rüter und die zwei Ex-Vorstände P. und K. Geldbußen und -strafen zwischen 10.000 und 650.000 Euro, von vielen Vorwürfen wurden sie freigesprochen. Die Anklage hatte ihnen Bilanzfälschung, Marktmanipulation und Insiderhandel vorgeworfen.

  Juve Plus Urteil kassiert

Der Kunsthändler Helge Achenbach muss erst einmal keinen millionenschweren Schadensersatz an die Aldi-Unternehmerfamilie Albrecht zahlen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hob ein Urteil des Landgerichts aus dem vergangenen Jahr auf und verwies das Verfahren dorthin zurück. Das Landgericht hatte Achenbach zur Zahlung von 19,4 Millionen Euro verurteilt. Er soll beim Verkauf von Kunst und Oldtimern den Aldi Nord-Erben Berthold Albrecht betrogen haben.

  Juve Plus Atomausstieg

Rund 261 Millionen Euro Schadensersatz forderte EnBW vom Bund und vom Land Baden-Württemberg, weil diese 2011 nach der Atomkatastrophe von Fukushima von heute auf morgen zwei Atomkraftwerke abschalten ließen. Doch das Landgericht Bonn macht dem Energiekonzern erst mal einen Strich durch die Rechnung.

  Juve Plus Nach 15 Jahren

Computerhersteller und Verwertungsgesellschaften haben sich nach 15 Jahren Rechtsstreit außergerichtlich über Abgaben für PCs geeinigt: Zwischen 2 und 3,50 Euro pro Computer müssen die Hersteller nachträglich für die Jahre 2001 bis 2007 an die Mitglieder der Verwertungsgesellschaft VG Wort abgeben. Schätzungen zufolge könnte es sich um eine Gesamtsumme in Höhe von rund 100 Millionen Euro handeln.

  Juve Plus Bremen

Die Bremer Modegruppe Zero hat am Freitag ein Insolvenzverfahren beantragt. Sie beschäftigt knapp 1.000 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Amtsgericht Bremen bestellte gleich zwei vorläufige Insolvenzverwalter aus unterschiedlichen Kanzleien für die wesentlichen deutschen Gesellschaften. Für die Zero-Töchter in Österreich und der Schweiz wurde bislang kein Insolvenzverfahren beantragt.