Verfahren

  Juve Plus Toll Collect

Im Streit um die für 2018 geplante Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen haben der Bund und das Mauteintreiber-Konsortium Toll Collect einen Sieg errungen. Der Bund hatte sich ohne Ausschreibung darauf festgelegt, Toll Collect mit der Erweiterung des Systems zu beauftragen. Dagegen wehrte sich der österreichische Telekommunikationskonzern Kapsch TrafficCom mit einem Nachprüfungsantrag bei der Bundesvergabekammer. Doch der wurde nun abgewiesen.

  Juve Plus Lech-Kraftwerk

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat eine Klage des österreichischen Unternehmens Anichhofer Wasserkraftwerke abgewiesen, das seit Jahren eine wasserrechtliche Bewilligung im Raum Augsburg anstrebt. Damit dürfte der Weg frei werden für E.on, die für die Wasserkraftnutzung am Lech ebenfalls einen Antrag gestellt hatte.

  Juve Plus Thielert-Komplex

Wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs sowie Urkundenfälschung hat das LG Hamburg den Flugzeugunternehmer T. zu vier Jahren Haft verurteilt. Das zivilrechtliche Verfahren des Komplexes entwickelt sich parallel überraschend: Die Kläger, der Insolvenzverwalter der Thielert AG und der niederländische Investor Guestos verglichen sich mit der WP-Gesellschaft BDO. In erster Instanz wurde BDO noch zur Zahlung von 40 Millionen Euro verurteilt.

  Juve Plus Fußball-Bundesliga

Die Revolution im Profisport bleibt vorerst aus: Das Landesarbeitsgericht Mainz hat heute das erstinstanzliche Urteil zum Arbeitsvertrag von Heinz Müller, Ex-Torwart des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05, gekippt. Verein und Ex-Spieler streiten darüber, ob Müllers Anstellungsvertrag befristet werden durfte. Voriges Jahr hatte das Arbeitsgericht Mainz noch entschieden, dass der Verein Müllers Vertrag zu Unrecht befristet habe.

  Juve Plus Zinsschranke

Der Bundesfinanzhof (BFH) hält die Begrenzung des steuerlichen Abzugs von Kreditzinsen, die sogenannte Zinsschranke, für verfassungswidrig. Er sieht darin einen Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz nach Artikel 3 des Grundgesetzes und hat die Sache mit einem nun veröffentlichten 14-seitigen Beschluss (I R 20/15) dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt.

  Juve Plus Schrempp-Prozess

Schon zwei Mal standen sich Daimler und der Kläger vor dem Oberlandesgericht Stuttgart gegenüber. In beiden Fällen hat der Kläger verloren. Im dritten Anlauf stehen seine Chancen nun weitaus besser. Grund dafür ist eine neue BGH-Entscheidung.

  Juve Plus Organschaft

Auch Personengesellschaften können unter bestimmten Umständen eine umsatzsteuerliche Organgesellschaft bilden. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem jüngst veröffentlichten Urteil entschieden. Damit hat der Bundesfinanzhof seine Rechtsprechung in einem zentralen Punkt geändert. Bislang akzeptierte er nur juristische Personen als Organgesellschaften. Folge des Urteils: Auch für entgeltliche Leistungen, die innerhalb eines Konzern mit Personengesellschaften-Töchtern erbracht werden, fällt keine Umsatzsteuer an.

  Juve Plus Prozessauftakt

Die Zwangsabschaltung mehrerer deutscher Atomkraftwerke nach dem Fukushima-Unglück 2011 hat deren Betreiber viel Geld gekostet. Dafür verlangen nun mehrere Konzerne Entschädigung – mit sehr unterschiedlichen Aussichten. Für EnBW etwa stehen die Chancen auf Schadensersatz-Millionen schlechter als beim Konkurrenten RWE. Das zeichnete sich heute bereits am ersten Verhandlungstag in Sachen EnBW gegen Deutschland vor dem Landgericht Bonn ab.

  Juve Plus Lizenz gerettet

Lycamobile Austria kann vorerst auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt tätig bleiben. Das Bundesverwaltungsgericht in Wien setzte vorläufig einen Bescheid der Telekom-Control-Kommission (TKK) außer Kraft, mit dem das Unternehmen zum 1. Februar seine Lizenz verloren hätte.

  Juve Plus Wegweisend

Rechtsanwälte dürfen sich künftig auch mit Ärzten und Apothekern zusammentun und gemeinsam in einer Sozietät arbeiten. Dies hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Für verfassungswidrig und nichtig erklärten die Karlsruher Richter eine Regelung der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), die ausschließlich Zusammenschlüsse von Rechtsanwälten mit Patentanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern erlaubt.

  Juve Plus Nächste Gema-Pleite

Der Musikrechteverwerter Gema erhält keinen Schadensersatz vom Videoportal YouTube. Für die Veröffentlichung von Videos auf der Onlineplattform seien die Nutzer und nicht YouTube verantwortlich, entschied das Oberlandesgericht (OLG) München und folgte dem Urteil des Landgerichts (LG) München vom Juli 2015. Die Gema hatte auf 1,6 Millionen Euro Schadensersatz geklagt und wollte die von ihr vertretenen Künstler an den Werbeeinnahmen, die YouTube mit den Videos erzielt, beteiligen.