Ist das Auto gut in der Spur? Um das zukünftig genauer klären zu können, haben der japanische Mischkonzern Mitsubishi Electric, der deutsche Technologiekonzern Bosch, der Schweizer Chiphersteller U-Blox und der niedersächsische Navigationsexperte Geo++ ein Joint Venture gegründet. Unter dem Namen Sapcorda Services soll es globale Navigations- und Positionierungsanwendungen über GNSS (Globales Navigationssatellitensystem) für den Massenmarkt bereitstellen.
Die weltweite Positionsbestimmung soll dabei über Internet oder Satellitenübertragung in einem offenen Format möglich sein, ohne Bindung an bestimmte Hard- oder Software. Solche Lösungen werden beispielsweise im Bereich automatisiertes Fahren zukünftig wichtig werden.
Geo++ ist ein Anbieter für GNSS Software. Das Unternehmen bietet Softwarelösungen, die in professionellen GNSS-Korrekturdiensten zum Einsatz kommen, die unter anderem von Landmaschinenherstellern, Vermessungsverwaltungen und wichtigen Stakeholdern im Transportwesen genutzt werden. U-Blox ist ein Schweizer Unternehmen für Halbleiterbausteine sowie Module für drahtlose Kommunikation und Positionierung im Automobilbereich.
Berater Mitsubishi Electric
Gleiss Lutz (Stuttgart): Dr. Michael Burian, Dr. Martin Viciano Gofferje (Berlin; beide Federführung), Dr. Christopher Vogel (alle Corporate/M&A), Dr. Stefan Weidert, Dr. Alexander Molle (beide Berlin; beide IP), Dr. Stefan Mayer (Frankfurt; Steuerrecht); Associates: Anselm Christiansen, Bernhard Barth (Berlin; beide Corporate/M&A), Thorsten Glombik (Frankfurt; Steuerrecht), Antonia Harbusch (Düsseldorf; Kartellrecht)
Berater Robert Bosch
Gibson Dunn (München): Dr. Lutz Englisch (Corporate/M&A), Michael Walther (Kartellrecht); Associate: Sonja Ruttmann (Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt
Berater U-Blox
Freundl Wollstadt & Partner (München): Hartmut Wollstadt, Clemens Hüber (beide Corporate/M&A)
Inhouse Recht (Zürich): Jan Schnitzer (General Counsel) – aus dem Markt bekannt
Berater Geo++
Nicht bekannt
Hintergrund: Gleiss-Partner Burian pflegt beste Beziehungen zu japanischen Mandanten. Neben Mitsubishi Electric beriet er in der jüngeren Vergangenheit unter anderem K-Line beim Verkauf einer Reederei oder Nidec beim Kauf von Secop. Das Stuttgarter Büro der Kanzlei pflegt zudem aus mehreren Praxen heraus eine enge Mandatsbeziehung zum Bosch-Konzern.
Gibson Dunn-Partner Englisch ist ebenfalls häufiger an der Seite von Bosch zu sehen und war Marktinformationen zufolge auch hier tätig. Die US-Kanzlei hat die Robert Bosch-Gruppe und deren Tochtergesellschaften in der jüngeren Vergangenheit unter anderem beim Kauf von ZF Lenksysteme beraten. Englisch hatte die Kontakte bei seinem Wechsel von Ashurst vor rund vier Jahren mitgebracht.
Die Münchner Kanzlei Freundl Wollstadt kam über eine Empfehlung in das Mandat bei den Schweizer Kooperationspartnern. Die Sozietät war 2009 als Abspaltung jüngerer Anwälte von Buchalik Brömmekamp entstanden.
Ob – und wenn ja durch wen – sich die bei Hannover angesiedelte Geo++ anwaltlich beraten ließ, ist nicht bekannt.