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Der in Luxemburg verwaltete Private-Equity-Fonds Freo hat vom Private-Equity-Unternehmen GP Munich Properties (MGPA) den Munich City Tower übernommen. Das Gebäude ist mit 24 Stockwerken eines der wenigen Hochhäuser in München und liegt am Mittleren Ring. Bis Mai war die Immobilie Sitz des Nutzfahrzeugherstellers MAN, seither wurden von den 22.965 Quadratmetern Mietfläche wieder 50 Prozent vergeben.

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Die Deutsche Postbank hat die Abwicklung des Zahlungsverkehrs der HSH Nordbank übernommen. Bis 2010 überträgt die angeschlagene HSH in mehreren Schritten den in- und ausländischen Zahlungsverkehr auf die IT-Plattform des Betriebs-Centers für Banken (BCB), eine Postbank-Tochter.Dadurch steigt das Transaktionsvolumen der Postbank um 430 Millionen auf rund acht Milliarden Transaktionen jährlich. Die BCB übernimmt die Mitarbeiter aus dem Zahlungsverkehr. Für die HSH ist die Auslagerung Teil der strategischen Neuausrichtung und der Konzentration auf ihre Kernkompetenzen. Das Kartellamt hat der Transaktion bereits zugestimmt.

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Der Konzernbetriebsrat (KBR) der Rüsselsheimer Adam Opel GmbH hat eine Mitarbeiter-Aktiengesellschaft gegründet. Das hatte das Gremium zuvor auf einer Sitzung Anfang Juni beschlossen. Über diese Gesellschaftsform wollen die Arbeitnehmervertreter Mitspracherechte in der künftigen Struktur des Automobilherstellers erreichen.Die Organe der Mitarbeiter-AG sollen mit den juristischen Beratern des Betriebsrats sowíe mit Arbeitnehmervertretern aller Opel-Standorte besetzt werden. Bei Opel sind in Deutschland rund 25.000 Menschen beschäftigt, europaweit 40.000. Den in einem neuen Opel-Konzern zu diskutierenden arbeitsrechtlichen Zugeständnissen wie beispielsweise Lohn- oder Urlaubsgeldverzicht könnte auf diese Weise eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung der Beschäftigten an dem Unternehmen entgegengesetzt werden. Die Mitarbeiterbeteiligungs-AG wird insofern bei möglichen weiteren Verhandlungen mit den Bietern um Opel am Verhandlungstisch sitzen.

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Das niederländische Postunternehmen TNT ist über eine Tochtergesellschaft in 13 regionale Briefdienste der Düsseldorfer Verlagsgruppe Holtzbrinck eingestiegen. Zuvor hatten TNT und Holtzbrinck bereits kooperiert. TNT übernahm an einigen Standorten Beteiligungen von 50 Prozent, an anderen 25,1 Prozent. TNT zufolge fuhren die Holtzbrinck-Unternehmen 2008 einen Gesamtumsatz von rund 116 Millionen Euro ein. Holtzbrinck hatte diese Dienste im vergangenen Jahr vom insolventen Briefzusteller Pin übernommen.

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Der amerikanische Prothesenhersteller Nuvasive hat den Implantatentwickler Cervitech gekauft. Cervitech, ebenfalls mit Sitz in den USA, ist auf die Entwicklung von Implantaten für die zervikale Wirbelsäule spezialisiert. Verkäufer ist die Deru GmbH, ein auf Prothesenherstellung spezialisiertes Hamburger Unternehmen Der Kaufpreis lag nach Medienberichten bei 80 Millionen US-Dollar. Für Nuvasive ist der Kauf von Cervitech vor allem deshalb interessant, weil Cervitech das Prothesensystem PCM entwickelt hat, eine Prothese für die Halswirbelsäule.

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Der bayrische Logistikdienstleister Ifco Systems hat sein Fremdkapital neu strukturiert: Das Unternehmen hat eine hochverzinsliche Anleihe mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro platziert. Ausgebende Bank ist die Deutsche Bank. Besichert ist die Anleihe mit Vermögenswerten von Ifco in den USA sowie in sieben europäischen Ländern. Mit dem Erlös aus der Emission der 2016 fälligen Anleihe refinanziert Ifco eine sogenannte Senior Secured Note mit einem Volumen von 110 Millionen Euro, die im Oktober 2010 fällig wird. Zudem verlängert das Unternehmen einen Kredit mit einem Volumen von 65 Millionen Euro.

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Das US-Softwarehersteller Informatica hat über seine deutsche Tochter das in Maxdorf bei Mannheim ansässige Softwarehaus AddressDoctor übernommen. AddressDoctor bietet unter anderem Softwarelösungen an, mit der globale Adressprüfungen durchgeführt werden. Zu den Kunden von AdressDoctor zählen unter anderem die Hotel-Kette Kempinski und das Logistik-Unternehmen Aramex.

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Der finanziell angeschlagene Modekonzern Escada hat sich von weiteren Tochtergesellschaften getrennt. Dies betrifft insbesondere die Primera-Gruppe, zu der unter anderem die Marken Biba, Laurel, Apriori und Cavita gehören.Der Gelsenkirchener Damenmodenanbieter Gelco übernimmt die Einzelhandelskette Biba inklusive der rund 530 bundesweiten Einzelhandelsgeschäfte. Nahezu zeitgleich kaufte die Münchner Beteiligungsgesellschaft Mutares die übrigen Gesellschaften der Primera-Gruppe, eine Minderheitsbeteiligung von zehn Prozent verbleibt bei Escada.

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Der Zellulose- und Papierproduktehersteller SCA Hygiene Products wandelt sich in eine Europäische Aktiengesellschaft Societas Europaea (SE) um. Das Mitarbeiterbeteiligungsverfahren ist bereits abgeschlossen, eine entsprechende Mitbestimmungsvereinbarung liegt vor. Anfang August wird dann die Hauptversammlung die Umwandlung beschließen. Weil sich ein Großteil der Produktionsstätten und damit auch der Arbeitnehmer im Ausland befindet, soll deren Integration durch den Rechtsformwandel vorangetrieben werden. In den Bereichen Hygienepapier und Körperpflege erwirtschaftete SCA 2008 rund 6,4 Milliarden Euro.

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Der französische Gastronomie-Konzern Elior übernimmt als Pächter 17 Autobahnraststätten vom deutschen Wettbewerber Tank & Rast. Neben der traditionellen Autobahn-Gastronomie sind auch Fast Food-Ketten, Hotels und Tankstellenmanagement Teil der Verpachtung. Damit wagt Elior, Europas drittgrößtes Unternehmen der Gastronomieindustrie, den Schritt auf den deutschen Markt. Kurz zuvor hatte Tank & Rast die 31 Autobahnraststätten und -tankstellen des Reisegastronomiebereichs Axxe vom Metro-Konzern gekauft und nun ein Portfolio an Elior weitergereicht.