Deals

  Juve Plus Ende eines Dramas

Die schwer angeschlagene IKB Deutsche Industriebank ist verkauft. Die staatliche Förderbank KfW, mit 45 Prozent größter Anteilseigner, erteilte der US-Beteiligungsgesellschaft Lone Star den Zuschlag für die Düsseldorfer Mittelstandsbank. Der Verkaufspreis lag unter den angepeilten 800 Millionen Euro, so der KfW-Vorstandssprecher Wolfgang Kroh heute. Die Veräußerung an Lone Star, die 90 Prozent der Anteile übernimmt, gilt in Finanzkreisen als Überraschung. In dem außergewöhnlich langen Bieterverfahren, das bereits 2007 begonnen hatte, war bis zum Schluss auch noch der belgische Finanzinvestor RHJ International mit im Rennen. Der Ableger der US-Gesellschaft Ripplewood soll dabei lange als Favorit gegolten haben. Zuvor war auch die schwedische Bank SEB noch am Bieterprozess beteiligt.

  Juve Plus Einstieg

Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life hat sich eine Sperrminorität von 26,75 Prozent an dem Heidelberger Finanzvertrieb MLP gesichert.Swiss Life, seit März mit 86 Prozent Hauptaktionär des Finanzmaklers AWD, erwarb die Anteile für 307 Millionen Euro vom AWD-Vorstandsvorsitzenden Carsten Maschmeyer.

  Juve Plus Sicherheits-Deal

Der Schweizer Private-Equity-Investor Capvis Equity Partners hat für rund 308 Millionen Euro das Sicherheitstechnikunternehmen Bartec erworben. Verkäufer der Gruppe waren der Mehrheitgesellschafter Allianz Capital Partners, die Private-Equity-Gesellschaft des Münchner Finanzkonzerns Allianz sowie die Würzburger Barlian Management Consulting GmbH (BMC), die eine Minderheitsbeteiligung hielt. Finanziert wurde die Transaktion von der Commerzbank.

  Juve Plus APP-Übernahme

Fresenius Kabi, eine Tochtergesellschaft des Bad Homburger Gesundheitskonzerns Fresenius SE, hat den Arzneimittelhersteller APP Pharmaceuticals für einen Barkaufpreis von 3,7 Milliarden US-Dollar erworben und auch Verbindlichkeiten in Höhe von 940 Millionen Dollar übernommen. Die Finanzierung wurde durch Fremdkapital- und Eigenkapitalmaßnahmen sichergestellt.

  Juve Plus Flugzeug-Deal

Der Nürnberger Rüstungskonzern Diehl und dessen französischer Kooperationspartner Thales haben das Airbus-Werk in Laupheim erworben.Verkäufer war der Flugzeughersteller Airbus. Das Werk in Laupheim produziert mit 1.100 Mitarbeitern Kabinenausstattungen für Flugzeuge und soll ab Oktober ein eigenständiges Gemeinschaftsunternehmen werden, an dem die Luftfahrtsparte der Diehl Stiftung 51 und die französische Thales Avionics die restlichen 49 Prozent halten wird.

  Juve Plus Mehrheit

Der von dem Schweizer Private-Equity-Investor Corestate Capital gemanagte Fonds Corestate German Residental hat die Mehrheit an dem börsennotierten Immobilienunternehmen Alta Fides übernommen. Über seine Tochter Goethe Investment erwarb Corestate 61,3 Prozent an Alta Fides und erhöhte seine Beteiligung auf insgesamt 75,5 Prozent. Für die ausstehenden Aktien wird Goethe Investment ein Pflichtangebot über voraussichtlich 15 Euro je Aktie unterbreiten. Die gesamte Transaktion hat damit ein Volumen von rund 100 Millionen Euro.

  Juve Plus Ausstieg

Der Münchner Technologiekonzern Siemens hat sich komplett aus dem Geschäft mit Kommunikationstechnik zurückgezogen. Als letzte Überbleibsel des einst riesigen Konzernbereichs trennte sich Siemens nun von seinem kriselnden Telefonanlagengeschäft Siemens Enterprise Communications (SEN) und kurz danach auch von der Sparte Siemens Home and Office Communication Devices (SHC).

  Juve Plus Milliarden-Offerte

Der japanische TDK-Konzern hat heute ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre von Epcos AG vorgelegt. Der weltweit größte Hersteller von Magnetköpfen für Diskettenlaufwerke bietet 17,85 Euros für die Epcos-Aktien, was den gestrigen Aktienkurs um 29 Prozent übertrifft. Das Transaktionsvolumen beträgt damit 1,2 Milliarden Euro.

  Juve Plus Utimaco-Übernahme

Die Sophos Holdings, deutsche Tochter des britischen Datensicherungsunternehmen Sophos, will den hessischen Wettbewerber Utimaco Safeware für 217 Millionen Euro in bar übernehmen.Sophos bietet per öffentlichem Übernahmeangebot 14,75 Euro je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 75 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienschlusskurs der 30 Handelstage vor dem Angebot. Gleichzeitig vereinbarte Sophos mit dem größten Utimaco-Aktionär Investcorp die Übernahme dessen 24,99-prozentigen Anteils gegen Barmittel sowie die Ausgabe von Sophos-Aktien.