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Entgegen deutschem Recht sind erstmals grenzüberschreitende Verschmelzungen nach Deutschland vollzogen worden. Grundlage bildete ein EuGH-Urteil vom Dezember 2005. Aus den Niederlanden wurde die Consuma Holdings BV auf ihre deutsche Konzernmutter bkc Holding GmbH verschmolzen, aus Österreich eine Tochter auf ihre deutsche Mutter GE Healthcare Europe GmbH. Nach dem deutschen Umwandlungsgesetz sind solche Transaktionen ausgeschlossen, und die europäische Verschmelzungsrichtlinie vom Oktober 2005 ist noch nicht in deutsches Recht umgesetzt. Der EuGH hatte jedoch im so genannten Sevic-Urteil vom Dezember 2005 Teile des deutschen Gesetzes als EU-rechtswidrig eingestuft. Weitere grenzüberschreitende Verschmelzungen stehen derzeit aus, auch von Deutschland ins EU-Ausland.

Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
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Die ND-Satcom, Tochter des Satellitenbetreibers SES Astra und die EADS Space Service haben im Bundeswehr-Vergabeverfahren zur Beschaffung eines Satellitenkommunikationssystem den Zuschlag erhalten. Das Amt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr hat die MilSat Services GmbH, ein Jointventure der EADS und ND-Satcom, beauftragt, zwei Satelliten sowie die nötigen mobilen und festen Bodenstationen zu liefern und für die nächsten zehn Jahre zu betreiben. Das Gesamtvolumen des Vertrages beläuft sich auf rund eine Milliarde Euro, wobei EADS den Löwentanteil erhält, während an ND-Satcom 180 Millionen Euro fließen.

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Die IVG Immobilien AG hat von dem französischen Einzelhandelsunternehmen ITM Enterprises 22 Logistikimmobilien erworben. Der Kaufpreis für die auf ganz Deutschland verteilten Objekte, die aus dem ehemaligen Portfolio der Spar-Handelsgruppe stammen, liegt bei 121 Millionen Euro. ITM ist Betreiber der Intermarché-Kette.

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Der Baudienstleister Bauer ist im Juli im Prime Standard der Frankfurter Börse gestartet. Ein Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Bank platzierte knapp 8,7 Millionen Aktien. Bei einem Preis von 16,75 Euro pro Papier entspricht dies inklusive der ausgeübten Greenshoe-Option einem Emissionsvolumen von rund 145 Millionen Euro. Unter den abgebenden Aktionären sind neben Bauer-Tochtergesellschaften auch die Deutsche Beteiligungs AG, die damit aus dem Unternehmen ausstieg. Bauer erwirtschaftete zuletzt mit 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 824 Millionen Euro.

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Der Finanzinvestor Titan Hunter European Investments hat den Schiffsausrüster Noske-Kaeser von ThyssenKrupp erworben. Noske-Kaeser beliefert Schiffe mit Klima-, Lüftungs- und Feuerlöschanlagen. Das Unternehmen mit Gesellschaften in Hamburg, Neuseeland und Argentinien beschäftigt 340 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Umsatz von 53 Millionen Euro. Titan Hunter gehört zu gleichen Teilen den neuseeländischen Investementgesellschaften Titan 1 und Hunter Capital.

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Das Heidelberger Biotech-Unternehmen Lion Bioscience hat sich mit Hilfe von SAP-Gründer Dietmar Hopp und der BASF AG neu aufgestellt und wird eine Pharmafirma. Dazu übernahm Lion die Sygnis Bioscience GmbH. Verkäufer sind zwei Gesellschaften der Familie Hopp sowie die BASF und deren Tochter Axaron Bioscience. Im Zuge der Übernahme übertrug Axaron ihren gesamten Geschäftsbetrieb auf Sygnis. Die BASF-Tochter stellt mit 35 Mitarbeitern Medikamente zur Behandlung von Nervenkrankheiten her. Lion Bioscience hatte sich im Frühjahr 2006 von ihrer Bioinformatik-Sparte getrennt und war seither ohne nennenswertes operatives Geschäft.

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Der britische Investors Scarborough Continental Partners, ein Jointventure aus Scarborough Property Holdings und der Bank of Scotland, hat von der IVG Immobilien für 315 Milllionen Euro ein Portfolio von 29 Objekten erworben. Die Immobilien befinden sich in Businessparks verschiedener deutscher Großstädte und umfassen eine Mietfläche von 260.000 Quadratmeter. Abgewickelt wurde die Transaktion wurde über die Asset-Management-Gesellschaft Teesland. Der Verkauf erfolgte im Wege eines internationalen Bieterverfahrens.

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Der französische Rückversicherer Scor hat die Kölner Revios für 605 Millionen Euro von der Globale Rückversicherungs AG übernommen. Neben dem Kaufpreis wird Scor zudem 50 Millionen Euro an nachrangigen Anleihen zurückzahlen, die Revios der Globale Rück schuldet. Die Revios-Aktien waren treuhänderisch für die Globale Rück von der VHV Vermögensanlage AG gehalten worden. Die Aufsichts- und Kartellbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen. Revios ist die ehemalige Leben-Rücksversicherungssparte des Gerling-Konzerns.

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Die Stuttgarter Süd Private Equity GmbH und der Frankfurter Investor DZ Equity Partner haben gemeinsam mit dem Management die Schweizer Myonic GmbH erworben. Verkäufer des Herstellers von Miniaturpräzisionskugellagern ist die Züricher Capvis Equity Partners AG, die seit 1999 an dem Unternehmen beteiligt war. Myonic produziert schwerpunktmäßig für die Medizin- oder Raumfahrttechnik und erzielte im vergangenen Jahr an vier Standorten im schweizerischen Leutkirch, dem britischen Milton Keynes sowie in Ringwood (USA) und Roznow (Tschechien) mit 360 Mitarbeitern einen Umsatz von 26 Millionen Euro. Finanzierende Bank der Transaktion war die LBBW.

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Die Beteiligungsgesellschaft MBB Industries AG hat 80 Prozent der Anteile an der Dortmunder Huchtemeier-Gruppe von den Familiengesellschaftern erworben. Die restlichen 20 Prozent verbleiben bei den Geschäftsführern. Die Huchtemeier-Gruppe ist auf die Herstellung, Verarbeitung, und Recycling von Papier spezialisiert. Im vergangenen Geschäftsjahr setzte das Unternehmen mit über 290 Mitarbeitern an den Standorten Dortmund, Hamm und dem polnischen Kostrzyn rund 44 Millionen Euro um. Die MBB-Gruppe erzielte im vergangenen Jahr mit rund 1000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 36,9 Millionen Euro.

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Die Private Equity-Investoren 3i und Triton haben CoCreate, einen Hersteller für Industriesoftware, an die US-amerikanische HBK Private Equity Group verkauft. Das Management bleibt weiter an CoCreate beteiligt, das vor allem auf 3D-Softwarelösungen für CAD-Anwendungen spezialisiert ist. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sowie Capital Source (Texas) finanzierten die Transaktion. 3i und Triton hatten CoCreate im Jahr 2000 für damals rund 330 Millionen DM von Hewlett-Packard übernommen.