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Auch bei Freshfields

Auch Associates von Freshfields Bruckhaus Deringer bekommen indirekt die Wirtschaftsschwäche zu spüren: Wie jetzt publik wurde, waren bei der letzten Bonusausschüttung im November nur Boni in Höhe von drei Prozent des Einkommens anstatt der bisherigen fünf Prozent gezahlt worden.Die Boni für die Associates richten sich in ihrer Höhe jeweils nach der Geschäftsentwicklung und Profitabilität der Kanzlei. "Im Vergleich zu der Praxis bei Investmentbanken etwa, machen die Boni einen eher kleinen Teil der Vergütung aus. Wir zahlen außerdem keine kleinlichen Gehälter," erklärte Managing Partner Dr. Konstantin Mettenheimer gegenüber JUVE. Von den meisten Associates sei die Maßnahme vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung akzeptiert worden. Die nächste Auszahlung steht regulär im kommenden Mai bevor. Wie es dann aussieht, wollte Mettenheimer jedoch noch nicht vorhersagen.

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In der Diskussion um das Lockstep-System scheint Clifford Chance Pünder einen Kompromiss gefunden zu haben. Grundsätzlich wird es - entgegen den Vorstellungen einiger US-Partner - beim Lockstep bleiben. Nachgedacht wird jedoch über einen Bonus-Pool. Mit der Entscheidung für den Lockstep setzt sich die Linie der Londoner Führung durch. Clifford hatte vor einigen Monaten unter der Ägide des Corporate-Leiters David Childs eine umfangreiche Untersuchung des Vergütungssystem in Angriff genommen, die nun offenbar mit einem "Ja" zum Lockstep abgeschlossen wurde. Deutsches Mitglied des Komitees ist Dr. Thomas Gasteyer. Die vorgelegten Empfehlungen werden jetzt diskutiert, eine endgültige Entscheidung wird, so der deutsche Managing Partner Hans-Josef Schneider, voraussichtlich im Herbst fallen.

Nach Allen & Overy vor wenigen Monaten dreht nun auch Clifford Chance Pünder an der Gehaltsschraube: Die deutsche Partnerschaft hat beschlossen, die Gehaltssteigerungen aller Associates zu halbieren. Geplant ist, die jeweiligen Erhöhungen auf zwei Jahre zu strecken. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2004/2005 soll diese Entscheidung allerdings überprüft werden. Der Schritt hat zur Folge, dass Associates zum Beispiel im vierten Jahr statt 15.000 nur noch 7.500 Euro per anno mehr erhalten, also im Ergebnis statt mit 110.000 noch mit 102.500 Euro rechnen können. Das Verhandlungsminimum ab dem folgenden Jahr, bisher 120.000 Euro, sinkt auf 115.000 Euro.

JUVE ist ein vertrauliches Protokoll der Kanzlei zugegangen, aus dem hervorgeht, dass angestellte Anwälte ab dem vierten Jahr der Kanzleizugehörigkeit mit einem zum Teil drastisch vermindertem Zuwachs ihrer Gehälter leben müssen. Besonders hart trifft es die Associates im sechsten Jahr: Statt mit einer Erhöhung ihrer Vergütung um 35.000 Euro, werden sie mit nur 5.000 Euro mehr rechnen können.

Die Berliner Kanzlei Hogan & Hartson Raue berät das Deutsche Nationaltheater in Weimar bei seiner strukturellen Neuausrichtung.Die Partner Prof. Dr. Jan Hegemann , Prof. Dr. Peter Raue und Dr. Gernod Meinel arbeiten daran, die städtische Bühne mittelfristig zu konsolidieren. „Wir planen die Finanzierung des Theaters bis 2008. Dazu soll das Nationaltheater privatisiert und in eine GmbH oder gGmbH überführt werden. Von entscheidender Bedeutung werden die Verhandlungen mit den Mitarbeitern über einen Ausstieg aus der bisherigen Tarifbindung sein. Ziel ist, die bisherigen Arbeitsstrukturen zu überdenken und einen Haustarif einzuführen“, erläuterte Hegemann.

Am 14. und 15. Mai 1999 treffen sich die Partner von Oppenhoff & Rädler zu einer Partnerversammlung, bei der u. a. über eine Reihe struktureller Veränderungen entschieden werden soll, die auf dem weiteren Weg zu einer Vollfusion von Linklaters & Alliance von Bedeutung sein werden. Im Vorfeld dieses Treffens erreichten JUVE und die Londoner Fachpresse eine dreiseitige E-Mail, die in einer subjektiven Analyse über Profitabilität, Struktur, Unstimmigkeiten bei Oppenhoff & Rädler und kulturelle Unterschiede zwischen der deutschen Kanzlei und Linklaters berichtet. Der Autor, der es vorzog anonym zu bleiben, verfügt über umfangreiche Informationen, die trotz gewisser Ungenauigkeiten die Vermutung nahelegen, daß er diese aus einer internen Quelle bezieht.

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