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Jones Day gewinnt renommierte Beihilferechtsexpertin von Noerr

Die Beihilfe- und Kartellrechtlerin Sarah Blazek (44) schließt sich zum Februar als Partnerin dem Münchner Büro von Jones Day an. Sie kommt von Noerr, wo sie bis Ende 2025 als Equity-Partnerin tätig war. Jones Day treibt mit dem Zugang auch den Generationswechsel in ihrer Kartellrechtspraxis voran.

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Blazek deckt die gesamte Bandbreite des Kartell- und Wettbewerbsrechts ab, hat ihren Schwerpunkt jedoch insbesondere im Beihilferecht sowie der Drittlandsubventionsverordnung (Foreign Subsidies Regulation, FSR). Bei Jones Day soll sie eng in die europäische Praxis eingebunden sein und regelmäßig auch von Brüssel aus arbeiten.

Im Einsatz für Condor und Northvolt

Sarah Blazek

Ihre Laufbahn begann Blazek 2011 bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Brüssel, bevor sie über eine Station bei Kapellmann und Partner 2017 zu Noerr wechselte. Dort wurde sie im Januar 2023 in die Equity-Partnerschaft aufgenommen. Zu ihren prominentesten Mandaten gehören die Beratung des Beratungshauses WTS bei der Übernahme durch den Private-Equity-Investor EQT, der Airline Condor in beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren vor der EU-Kommission und des schwedischen Northvolt-Konzerns zur staatlichen Teilfinanzierung einer Gigafactory in Deutschland.

In mehreren Deals war Blazek für die FSR-Anmeldungen zuständig, etwa für Japan Pulp & Paper beim Kauf von Inapa-Gesellschaften, für den US-Finanzinvestor Level Equity bei einer Beteiligung am Softwareanbieter Collaboration Factory und für den indischen Chemiekonzern SCIL beim Kauf der Heubach-Gruppe.

Nach Blazeks Weggang stehen vorwiegend der Münchner Partner Dr. Alexander Birnstiel und der Brüsseler Partner Dr. Jens Schmidt für EU-Beihilferecht und FSR bei Noerr. Ein Team um Schmidt hat zuletzt etwa den Investor Aequita beim Kauf einer LyondellBasell-Sparte sowie aktuell beim Kauf des europäischen Petrochemicals-Geschäfts von Sabic zu FSR-Aspekten beraten. Im Beihilferecht soll Birnstiel, der den Bereich bei Noerr 2007 aufgebaut hat, wieder verstärkt die Federführung in Mandaten übernehmen.

Generationswechsel bei Jones Day

Mit dem Zugang von Blazek setzt Jones Day den Umbau der deutschen Kartellrechtspraxis fort. Die Kanzlei gewinnt eine renommierte Beihilferechtlerin der jüngeren Generation. Dieser Schritt ist Teil eines breiteren Generationswechsels: Erst zum Jahreswechsel hatte die Kanzlei in Düsseldorf Kevin Wilcock zum Partner ernannt, während der langjährige Partner Johannes Zöttl in den Status eines of Counsel wechselte.

Zur integrierten EU-Beihilfepraxis gehören Partner aus Brüssel, Paris, Mailand und Madrid – darunter in Brüssel der Deutsche Philipp Werner. Schwerpunkte der Praxis sind die Vertretung bei EU-Beschwerden, Notifizierungen bei der EU-Kommission sowie förmliche Prüfverfahren und FSR-Untersuchungen. Unter anderem ist das Team vor dem Europäischen Gerichtshof tätig für RWE als Unterstützerin von Bund und EU-Kommission im Streit über Beihilfen zum vorgezogenen Braunkohleausstieg.

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