Juve Plus EU-Kartellrecht

Leiter des Brüsseler Cooley-Büros wechselt zu Morrison & Foerster

Die US-Kanzlei Morrison & Foerster hat ihre Kartellrechtspraxis mit einem erfahrenen Zugang gestärkt: Zum Februar hat sich Alexander Israel (47) dem Brüsseler Büro als Equity-Partner angeschlossen.

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Israel war sechs Jahre lang bei Cooley, wo er als Managing-Partner das Brüsseler Büro aufbaute. Er wird auch bei Morrison & Foerster schwerpunktmäßig von Brüssel aus tätig sein und mit der deutschen Kartellrechts- und Regulierungspraxis um Praxisgruppenleiter und Co-Managing-Partner Prof. Dr. Andreas Grünwald zusammenarbeiten. In seiner Funktion als Leiter der europäischen Kartellrechtspraxis und Co-Managing-Partner für das Brüsseler Büro soll Israel insbesondere den europäischen Ausbau der Kanzlei weiter vorantreiben.

Alexander Israel

Dafür bringt er reichlich Erfahrung mit: Noerr hatte ihn für den Start in Brüssel 2013 von WilmerHale geholt. Rund sechs Jahre später wechselte Israel zur US-Westküstenkanzlei Cooley und baute in Brüssel deren erstes kontinentaleuropäisches Büro auf.

Israel ist in vielen Facetten des Kartellrechts erfahren. In seiner Zeit bei Cooley steuerte er etwa komplexe multinationale Fusionskontrollen, unter anderem für Horizon Therapeutics bei der milliardenschweren Übernahme durch Amgen. Auch Kartellverfahren auf europäischer Ebene liefen über seinen Schreibtisch, unter anderem für Clarios im Autobatteriekartell. Zu seinen langjährigen Mandanten gehört auch die deutsche Fluggesellschaft Condor, die er neben dem Kartellrecht auch im Beihilferecht berät.

Morrison & Foerster auf Expansionskurs

Mit dem Wechsel von Israel zählt die europäische Kartellrechtspraxis von Morrison & Foerster nun zwei deutsche Equity-Partner. Dabei steht sein Zugang im Zeichen einer konsequenteren europäischen Wachstumsstrategie. Erst kürzlich hat die Kanzlei ihr viertes europäisches Büro eröffnet – diesmal in Amsterdam.

Israel, der die Europastrategie der Kanzlei mitverantworten soll, will auch den Ausbau des Brüsseler Kartellrechtsteams weiter vorantreiben. Bereits in den kommenden Monaten sollen weitere Anwältinnen und Anwälte dazustoßen.

Neue Partnerin füllt die Reihen

Cooley dagegen verliert mit Israel nicht nur ihren Brüsseler Gründungspartner und bisherigen Standortleiter, sondern auch den bis dato einzigen deutschen Equity-Partner. Das noch junge Brüsseler Büro hatte unter ihm ein rapides Wachstum an den Tag gelegt – so zählte das Kartellrechtsteam zuletzt sieben Anwältinnen und Anwälte, darunter zwei deutsche Associates. Als Equity-Partner im EU-Kartellrecht verbleiben bei Cooley Jonas Koponen, der im März 2022 von Linklaters gewechselt war, und die Ende Januar zur Partnerin ernannte Kartellrechtlerin Stella Sarma. Wer Israels Nachfolge als Standortleiter antreten wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

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