Markt und Management

Hamburg

Dr. Andrea Partikel hat zum April die Axel Springer AG verlassen. Die 46-Jährige leitete zuletzt die Rechtsabteilung und ist jetzt als Einzelanwältin in Hamburg tätig.Partikels Weggang hängt mit dem Umzug des Verlagshauses nach Berlin zusammen, den die Juristin nicht dauerhaft mitvollziehen wollte. Soweit bekannt, wird sie weiter mit ihrem bisherigen Arbeitgeber kooperieren.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Berlin

Axel von Goldbeck, derzeit Partner bei Luther in Berlin, wird zum Juni Geschäftsführer des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Der 40-Jährige war gut sechs Jahre bei Luther.Der Immobilienfinanzrechtler kam über seine anwaltliche Tätigkeit in Kontakt mit dem ZIA. Bei Luther beriet von Goldbeck zuletzt die Europäische Investitionsbank bei der Finanzierung des A-Modells und war Teil des Teams, das CRE Fonds Management bei einem Portfolioverkauf begleitete.

Seitenwechsel

Dr. Dagmar Cirkel, seit November 2006 Partnerin im Essener Büro von Buse Heberer Fromm, ist seit März Leiterin Recht beim Arzneimittel-Hersteller Stada. Sie bleibt Buse aber als of Counsel verbunden. Die 51-jährige Gesellschafts- und Medizinrechtlerin wird für die Holding tätig sein. Cirkel verfügt über umfangreiche Erfahrung mit der Gesundheitsbranche. So arbeitete sie früher als Rechtsabteilungleiterin bei Celesio in Stuttgart und später für Chiron Behring. Bis Ende 2003 war sie dann zwei Jahre bei Jones Day in Frankfurt und machte sich anschließend in Essen selbstständig.

Berlin

Detlef Ulmer, bis letztes Jahr Richter am Oberlandesgericht Celle, hat sich als of Counsel der Kanzlei von Boetticher Hasse Lohmann in Berlin angeschlossen. Der 58-Jährige bringt insbesondere Kompetenz im IT- und Vergaberecht mit. Ulmer war in seiner aktiven Laufbahn als Richter Mitglied des Niedersächsischen Kartellsenats und auch des Vergabesenats, letzteres als stellvertretender Vorsitzender. Zudem hat er in größerem Umfang veröffentlicht.

Frankfurt

Dr. Andreas Böhme, bislang Salaried Partner bei Heuking Kühn Lüer & Wojtek, ist seit Mai Counsel bei King & Spalding in Frankfurt. Der 36-jährige Finance-Spezialist war seit Mai 2004 bei Heuking tätig.Böhme, der seit Anfang 2006 Salaried Partner bei Heuking war, bringt Erfahrung mit Restrukturierungen, Akquisitionsfinanzierung und Bankaufsichtsrecht mit. Für King & Spalding bildet dieses Gebiet eine sinnvolle Ergänzung, da die Kanzlei vor allem Immobilienfonds berät.

Aachen

Die Aachener Traditionskanzlei Eßer Rechtsanwälte zerbricht: Namenspartner Walter Eßer (58) hat den Sozietätsvertrag gekündigt und wird aus der Kanzlei ausscheiden. Die anderen Equity-Partner wollen gemeinsam weitermachen und damit die bisherige Sozietät fortführen. Soweit bekannt, wird die Trennung spätestens Ende Juli erfolgen.Die genauen Gründe der jetzigen Entwicklung sind nicht bekannt. Walter Eßer hat die Kanzlei vor weit mehr als 20 Jahren gegründet und seitdem kontinuierlich aufgebaut. Nicht zuletzt aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit gilt er in der Region als ausgesprochen gut vernetzt. Die Kanzlei berät unter anderem die Stadt Aachen bei Großprojekten, etwa den Weltreiterspielen. Zu Eßer gehören auch Dr. Friedel Erlenkämper, früherer Beigeordneter der Stadt, ebenso wie formal der Aachener Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden.

Auch Thielert-AG insolvent

Jetzt ist auch die Thielert AG insolvent: In seiner ersten Amtshandlung reichte Marcel Kleiß, der neue Alleinvorstand des Flugzeugmotorenherstellers, Insolvenzantrag beim Hamburger Amtsgericht ein. Der Thielert-Aufsichtsrat hatte den Pinneberger Rechtsanwalt vorgestern auf den Posten gewählt.Als vorläufigen Insolvenzverwalter setzte das Gericht Dr. Achim Arendt ein, Partner der angesehenen Insolvenzkanzlei hww Wienberg Wilhelm. Arendt verwaltet derzeit vor allem Unternehmen im Hamburger Umland, in Nordniedersachsen und in Schleswig-Holstein.

FAZ

Dr. Oliver Stegmann ist seit Anfang Mai neuer Justiziar der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Der 38-Jährige verantwortet bei dem Verlagshaus künftig als alleiniger Inhouse-Jurist vor allem die Bereiche Presserecht und Markenrecht sowie die Vertragsgestaltung. Stegmann arbeitete zuletzt rund ein Jahr lang als Associate bei Latham & Watkins in Hamburg, davor war er drei Jahre für Esche Schümann Commichau tätig. Seine Schwerpunkte lagen bislang vor allem im Patentrecht. "Ich habe viele interessante Erfahrungen gesammelt. An der neuen Aufgabe reizt mich, als einzelner Jurist eigene Schwerpunkte setzen zu können", so Stegmann.

Thielert-Krise

Das Amtsgericht Chemnitz hat für die Thielert Aircraft Engines, eine Tochter des Hamburger Flugzeugmotorenbauers Thielert, ein Insolvenzverfahren eröffnet. Dr. Bruno Kübler (63), Dresdner Namenspartner der Kanzlei Kübler, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt.Nach Einschätzung Küblers ist auch die Pleite der Muttergesellschaft Thielert Holding absehbar. In der vergangenen Woche hatten sich deren Liquiditätsschwierigkeiten verschärft (Thielert-Restrukturierung vorerst gescheitert). Ein von einigen Großaktionären um die Sputnik-Gruppe ausgearbeitetes Restrukturierungskonzept scheiterte, nachdem das Landeskriminalamt Unterlagen vorgelegt hat, denen zufolge die Unternehmens-Jahresabschlüsse zwischen 2003 und 2005 vermutlich unrichtig sind. Der Aufsichtsrat kündigte im Zuge dessen den Vorständen Frank Thielert und Roswitha Grosser mit sofortiger Wirkung.

Versicherungsrecht

Der bekannte Versicherungsrechtler Dr. Herbert Palmberger (62) verlässt DLA Piper. Palmberger wird künftig im Düsseldorfer Büro von Heuking Kühn Lüer Wojtek arbeiten. Der genaue Zeitpunkt des Wechsels steht indes noch nicht fest. Begleitet wird Palmberger von dem Associate Christoph Arendt (30) und dem Counsel Manfred Oesinghaus (52), der bei Heuking Salary-Partner wird.

Einheitlich

Bei Linklaters läuft die weltweite Anpassung bislang unterschiedlicher Länderregeln auf Hochtouren. Bereits mit dem kommenden Geschäftsjahr, das morgen beginnt, wird die Partner- und Vergütungsstruktur nach JUVE-Informationen zunächst um den so genannten Extended Lockstep für Jungpartner erweitert. Die Kanzlei verabschiedet sich damit von dem Status des Salary-Partners.Der Extended Lockstep sieht im Kern vor, dass Associates, die zu Partnern ernannt werden, mit einer niedrigeren Punktzahl beginnen, als das auf der bisherigen Eingangsstufe der Fall war. Nach rund zwei Jahren soll dann der Wechsel auf den normalen Partnertrack erfolgen. Dies wurde aus Kreisen der Partnerschaft bekannt.