Markt und Management

Dr. Max Hirschberger (46), ehemaliger In-house-Jurist bei BMW und zuletzt bei der Deutschen Telekom, ist zum Juli 2003 als Equity-Partner im Bereich Corporate/M&A ins Frankfurter Büro von Beiten Burkhardt Goerdeler gewechselt.Die Kanzlei verzeichnet damit den zweiten Corporate-Neuzugang auf Partnerebene innerhalb weniger Wochen. Im Juni verstärkte bereits Guido Krüger, bisher Partner bei Taylor Wessing in Düsseldorf, die Corporate/M&A-Praxis des Kölner Beiten Burkhardt-Büros.

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Bereits im zweiten Jahr in Folge hat der britische Teil von Taylor Wessing einen Einbruch der Partnerprofite hinnehmen müssen. Wie die englische Rechtspresse berichtete, sanken die Gewinne pro Partner dort im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent von 585.000 Euro auf rund 485.000 Euro. Begründet wird der Rückgang mit der anhaltenden Flaute im TMT-Markt. Dagegen blieben die Umsätze konstant bei etwa 92 Millionen Euro.

Die Partnerversammlung von Gleiss Lutz hat beschlossen, das chinesische Büro nicht mehr unter eigener Regie weiterzuführen. Stattdessen wird der Allianzpartner von Gleiss, die englische Sozietät Herbert Smith, den Standort übernehmen. Diese Entscheidung sei Gleiss leicht gefallen, da man das Büro faktisch seit zwei Jahren gemeinsam mit Herbert Smith geführt habe, sagte der Stuttgarter Gleiss-Managing-Partner Dr. Martin Diller. Während dieser Periode seien immer gleichzeitig deutsche und britische Anwälte vor Ort gewesen.

Belgien

Die belgische Kanzlei Bogaert & Vandemeulebroeke hat im Mai 2003 Landwell, das Rechtsberatungsnetzwerk der WP-Gesellschaft PricewaterhouseCoopers, verlassen.Wie zuvor schon ihre dänischen, griechischen und schweizerischen Kollegen begründeten auch die Belgier laut "Legal Week" ihren Austritt aus dem Netzwerk mit den Schwierigkeiten, die der amerikanische Sarbanes-Oxley-Act für die WP-nahen Kanzleien mit sich bringt. Das US-Gesetz schränkt die Zulässigkeit der gleichzeitigen Prüfung und Beratung von US-börsennotierten Unternehmen und ihren Töchtern deutlich ein.

Berlin

Zum 30. Juni haben die Partner Ralf Kemper (34), Volker Nitschke (42), Cornelia Haas (35) das Berliner Büro der Baurechtskanzlei Heiermann Franke Knipp verlassen. Zwei weitere Kollegen werden sich anschließen.Das Büro verliert damit laut Briefkopf etwa ein Drittel seiner Anwälte, darunter mit Nitschke den einzigen Notar. Die fünf Anwälte, die alle über mehrjährige Berufserfahrung verfügen, werden sich in eigener Kanzlei selbstständig machen.

Beiten

Der Gesellschafts- und Steuerrechtler Guido Krüger (43) ist aus dem Düsseldorfer Büro von Taylor Wessing als Equity-Partner zu Beiten Burkhardt Goerdeler gewechselt. Er wird in den nächsten Wochen seine Arbeit am Kölner Standort der Kanzlei aufnehmen und dort den Bereich Corporate Law und M&A leiten.Beiten Burkhardt hatte sich in der Domstadt im Laufe des vergangenen Jahres von zahlreichen Anwälten getrennt. Die Verpflichtung von Krüger gilt nun als Signal für den zuvor angekündigten Neuaufbau am Standort.

Baker

Die Frankfurter Baker & McKenzie-Partnerin Dr. Claudia Seibel verlässt zum 30. Juni 2003 die Kanzlei. Die 48-jährige Anwältin wird eine eigene Baurechts-Boutique mit dem Namen IUR.REALIS in der Mainmetropole gründen. Begleitet wird sie von Partner Bijan Yazdani, Dr. Klaus Knipschild, Freiin Anneli von Preuschen und Of-Counsel Dr. Thomas Rautenberg. Zu den Gründungsmitgliedern der neuen Sozietät gehören ebenfalls der Frankfurter Rechtsanwalt und Notar Uwe G. Waltz sowie Steuerrechtler Professor Dr. Karl-Georg Loritz von der Universität Bayreuth.

Berlin

Nach knapp fünf Jahren bei Redeker Sellner Dahs & Widmaier hat Dr. Ulrich Becker (38) im Juni die Kanzlei verlassen. Der Fachanwalt für Verwaltungsrecht mit Schwerpunkten in der Beratung von Kommunen und in der Refinanzierung von Straßenbau wechselte als Partner zur Berliner Kanzlei Loh von Hülsen Michael.Seine neue Kanzlei zeigte sich hoch erfreut. Becker passe mit seiner Spezialisierung "wie ein fehlendens Puzzlestück", hieß es bei Loh von Hülsen. Sein Eintritt verlängere nicht "nur einfach die Bilanz", sondern ergänze das Profil der Kanzlei im öffentlichen Recht.

Wechsel

Der Transaktionsexperte Dr. Hans-Jürgen Lütt verlässt das Frankfurter Büro von Luther Menold. Der 43-jährige heuert zum 1. Juli im Latham & Watkins Schön Nolte-Standort am Main an. Lütt ist bereits der zweite Luther-Partner, der zu der stark expandierenden Kanzlei wechselt: Im Mai zog es schon Immobilienrechtler Prof. Dr. Martin Meißner in die Räumlichkeiten von Latham.Hans-Jürgen Lütt gilt als erfahrener M&A-Anwalt und als wichtige Verstärkung für Latham, deren Büro in Frankfurt bislang als zu klein galt im Vergleich zu den Wettbewerbern in der deutschen Finanzhauptstadt.

Frühjahrsoffensive

Die beiden größten deutschen Anwaltsnetzwerke streben eine weitere Verstärkung ihrer Präsenz an. Die DIRO hat auf ihrer Frühjahrstagung Ende Mai 2003 in Oslo neben zwei deutschen drei ausländische Mitgliedskanzleien neu aufgenommen. Eurojuris hat den Anfang 2002 erfolgten Führungswechsel auch geografisch vollzogen und verlegt ihren Hauptsitz von Saarlouis in die Hauptstadt Berlin.

Dritter Partnerverlust

Die PricewaterhouseCoopers Veltins-Partnerin Christiane Leffers ist seit 1. Juni 2003 neue Partnerin der angesehenen Frankfurter Kanzlei Arnecke Siebold. Die 45-jährige Gesellschafts- und Luftverkehrsrechtsanwältin hat PwCV nach mehr als drei Jahren wieder verlassen, wohin sie 2000 von Coudert gewechselt war. Leffers ist eine von drei Partnern, die dem Frankfurter Büro der MDP vor kurzem den Rücken gekehrt haben.Bei Arnecke Siebold wird Leffers insbesondere die von Holger Bürskens geführte Arbeitsgruppe Touristik - Transport - Logistik verstärken. Das bislang aus sieben Anwälten bestehende Team erwartet sich bedeutende Synergieeffekte durch den Zugang der Juristin. Denn neben Bürskens, der im Luftverkehrs- und Transportrecht mit dem Schwerpunkt ,Fracht' arbeitet, kann Leffers auf eine Vielzahl von Mandanten mit dem Fokus ,Passagiere' verweisen. Sie berät und vertritt vornehmlich internationale Fluggesellschaften in Belangen des Luftverkehrs-, Schadens- und Transportrechts. Ein prominenter, von ihr betreuter Fall war die Vertretung von Air France nach dem Concorde-Absturz vor einigen Jahren.

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