Markt und Management

Zuwachs im Silicon Valley

Graf von Westphalen Fritze & Modest und Osborne Clarke verknüpfen ihre Zusammenarbeit im IT-Sektor. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Stepstone-deals eröffnete man im Oktober ein gemeinsames Büro in Silicon Valley (USA).Osborne Clarke, die im britischen Markt zu den führenden Rechtsberatern der New Economy des Thames Valley vor den Toren Londons gehört, wird gemeinsam mit ihrer deutschen Partnerkanzlei Graf von Westphalen, Fritze & Modest im Oktober unter dem Namen Osborne Westphalen ein Büro in Silicon Valley eröffnen. Partner der britischen IT- und Corporate-Praxen sollen wechselnd gemeinsam mit einem EDV-Spezialisten und jüngeren Anwälten den Standort aufbauen.

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Dr. Dirk Uhlmannsiek, ehemals bei CMS Hasche Sigle Eschenlohr Peltzer Schäfer, steigt als neuer Partner bei der Hamburger Kanzlei Glauber Steinberg Stenger Hannemann ein. Uhlmannsiek, Fachanwalt für Arbeitsrecht, wird bei Glauber Steinberg den Bereich Arbeitsrecht aufbauen. Die Kanzlei, die Anfang 2000 aus einem Spin-off von Feddersen entstand, ist vor allem für ihre Expertise im Versicherungsrecht bekannt.

Dr. Helmut Nicolaus (vorher Freshfields Bruckhaus Deringer) und Dr. Christoph Riese (zuvor Partner bei Melchers Stocker Sturies) sind dem Berliner Büro von Heuking Kühn Lüer Wojtek beigetreten. Nicolaus hat Schwerpunkte im Umwelt- und Wirtschaftsverwaltungsrecht (Verkehrsinfrastrukturprojekte, Public Private Partnerships), Verfassungs- und Europarecht. Riese hat Erfahrungen im Vergaberecht und Umweltrecht (Abfall, Deponien) sowie im öffentlichen Baurecht. Bisher hatte Partner Christian Braun das öffentliche Recht im Heuking-Büro nahezu allein betreut. 17 Anwälte sind nunmehr am Berliner Standort für Heuking tätig, deren älteste Anwälte knapp über 40 Jahre sind und der damit zu den jüngeren der überörtlichen Sozietät zählt.

Die Frankfurter Sozietät Heiermann Franke Knipp hat drei Aussteiger aus Großsozietäten hinzugewonnen. Der seit 15 Jahren auf privates Bau- und Architektenrecht spezialisierte Stefan Barth wechselte als Partner aus dem Berliner Büro von White & Case, Feddersen zu Heiermann. Ferner kamen Birgitta Thurow von Freshfields Bruckhaus Deringer als Verstärkung im öffentlichen Baurecht und Gero Wähner, der vorher bei Lovells Boesebeck Droste und Haarmann, Hemmelrath & Partner im privaten und öffentlichen Baurecht gearbeitet hatte.

Für die projektbegleitende Rechtsberatung ihrer seit geraumer Zeit deutlich expandierenden Fachgruppe Bau- und Immobilienrecht konnte Nörr Stiefenhofer Lutz im September Rainer Horsch als neuen Partner gewinnen. Horsch kommt aus der Bauwirtschaft, wo er seit 1990 bei der Walter Bau AG tätig war, zuletzt als Chefjustitiar und Direktor. Er ist insbesondere im privaten Baurecht spezialisiert und wurde bereits in mehreren, auch internationalen, Schiedsverfahren als Schiedsrichter oder Parteivertreter zugezogen. Horsch ist außerdem publizistisch wie als Seminarreferent hervorgetreten und in zahlreichen baurechtlichen Vereinigungen aktiv.

Zum 1. September hat sich die Kanzlei Schalast Rechtsanwälte mit Büros in Dresden und Frankfurt gebildet. Der Dresdner Teil (drei Partner, zwei angestellte Anwälte) mit zivilrechtlichen Schwerpunkten u.a. im Arbeits-, Bau- und Gesellschaftsrecht ist eine Abspaltung der Kanzlei Grawert Schöning & Partner (u.a. in Hagen und in Berlin).

Hanauer Françoisgärten

Die Hanauer Consulegis-Sozietät Nickel Dröse Scharff & Partner hat sich zum September mit der ebenfalls in Hanau praktizierenden Kanzlei Zabel, Vogeler & Hofmann zusammengeschlossen. 18 Anwälte wird die neue Einheit Nickel, Dröse, Zabel, Scharff beschäftigen, davon zwei mit OLG-Zulassung im Frankfurter Büro.

Die Düsseldorfer Insolvenzrechtskanzlei Dr. Andres und Schneider hat Anfang Oktober drei der insgesamt sieben Anwälte verloren. Es verbleiben die Namenspartner Dr. Winfrid Andres und Joachim Schneider sowie seit März Dr. Dirk Andres und Andreas Grund.Dr. Jörg Nerlich, prominenter Autor der Insolvenzordnung (InsO) in einem der ersten Kommentarwerke überhaupt, hat die Kanzlei zusammen mit Arndt Oomen und Bianca Dustal zum Oktober verlassen. Der Kölner Nerlich (38) war nach wissenschaftlicher Tätigkeit und angefangener Habilitation vor knapp zwei Jahre bei Andres & Schneider eingestiegen und hat mit dazu beigetragen, dass die Sozietät im Jahr 1999 die meisten Insolvenzverfahren der Republik betreut hat.

Dreifachfusion in Nürnberg

Ihren Zusammenschluss zum 1. Januar 2001 haben die namhaften Nürnberger Wirtschaftskanzleien Fries + Fries und Otto Hahn Sziegoleit angekündigt. Ihnen schließt sich mit einem weiteren Mitarbeiter Dr. Karl Heinz Thume an, Namenspartner der ebenfalls in Nürnberg ansässigen Kanzlei Bühl, Thume & Partner. Die fusionierte Einheit wird zunächst 20 Anwälte (9 Partner) umfassen und als Fries Rechtsanwälte firmieren. Fries Rechtsanwälte werden bereits zum 1. Januar auch gemeinsame Büroräume beziehen und führen die sich ergänzenden Stärken der einzelnen Kanzleien zu einer wirtschaftsrechtlichen Full-Service-Ausrichtung zusammen, teilte Dr. Dieter Sziegoleit, Arbeitsrechtler und Namenspartner bei Otto Hahn Sziegoleit, mit. Auf Seiten seiner Kanzlei sind dies vor allem Gesellschafts- und Steuerrecht (einschließlich Strafrecht), bei Fries Bau- und Mietrecht sowie gewerblicher Rechtsschutz. Beide Kanzleien verfügen zudem über besonders ausgeprägte arbeitsrechtliche Kapazitäten. Hinzu kommt Thume mit seiner bundesweit bekannten Spezialisierung im Transport- und Vertriebsrechtsrecht. Verstärkt will man außerdem im Wachstumsbereich IT/IP aktiv werden und längerfristig eine Größe von etwa 30 Berufsträgern erreichen. Als Schwerpunktmarkt der Kanzlei nennt Sziegoleit den Raum Nordbayern.

Standort Nr. 20

Ihr siebtes deutsches und weltweit zwanzigstes Büro eröffnet Haarmann, Hemmelrath & Partner im Oktober in Köln. An dem zunächst von fünf Düsseldorfer Partnern mitbetreuten Standort setzt die Kanzlei vor allem auf die Beratung von jungen Hightech-Unternehmen im Gesellschafts-, Wettbewerbs-, Kapitalmarkt-, IT- und Steuerrecht.„Mit der Eröffnung reagieren wir auf Kölns Entwicklung zu einem der bedeutendsten deutschen Zentren der Medien- und Versicherungswirtschaft sowie der New Economy“, begründete Gründungspartner Prof. Dr. Wilhelm Haarmann den jüngsten Expansionsschritt. Mittelfristig, so war zu erfahren, ist daher auch der Umzug vom vorläufigen Domizil in der Apostelnstraße in den Kölner Mediapark geplant. Auch die exponierte Stellung als internationaler Messestandort und Handelsknotenpunkt lasse einen Ausbau der Aktivitäten der Kanzlei geraten erscheinen, so Haarmann weiter. Vom Kölner Büro aus will Haarmann Mandatsbeziehungen in den Raum Bonn/Aachen ausbauen.

Frankfurter unter sich

Die Frankfurter Kanzleien Koch, Harttmann, Fuchs & Arnecke und Siebold Bürskens haben sich zum 1. September zusammengeschlossen und fimieren seither unter dem neuen Namen Arnecke Siebold (JUVE Rechtsmarkt 9/00). Koch, Harttmann, Fuchs & Arnecke genießt unter Frankfurter Anwälten insbesondere im Gesellschaftsrecht und M&A einen sehr guten Ruf. Ihr breites wirtschaftsrechtliches Spektrum wird zukünftig durch die Expertise von Siebold Bürskens in den Bereichen Transportrecht, E-Commerce und Sportrecht ergänzt. Beide Kanzleien sind zudem stark im internationalen Rechtsverkehr mit Schwerpunkten in angloamerikanischen Ländern tätig. Siebold Bürskens, deren Mandantschaft zur Hälfte aus dem Ausland stammt, betreuen darüber hinaus skandinavische und französische Unternehmen.

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