Markt und Management

Hamburg

Der Insolvenz- und Arbeitsrechtler Jan Hölck hat zum Januar Kolaschnik Partner in Hamburg verlassen und ist jetzt Partner von BBL Bernsau Brockdorff & Partner. Hölck ist seit 15 Jahren als Prozessanwalt für verschiedene Insolvenzverwalter tätig, speziell in der Durchsetzung und Abwehr insolvenzspezifischer Ansprüche. Zudem berät er im Arbeitsrecht, etwa zu personellen Restrukturierungen bei insolvenznahen Transaktionen.

Strafrecht

Anfang April steigen Thorsten Zebisch und Dr. Alexander Kubik bei der Kanzlei Tsambikakis in Stuttgart ein. Die beiden Rechtsanwälte kommen von der ebenfalls in Stuttgart ansässigen Strafrechtsboutique Quedenfeld, die nach den Weggängen vor großen Herausforderungen steht.

Österreich hilft

Ende März kappt Großbritannien nach aktuellem Stand die Leinen zur Europäischen Union. Niedergelassenen Rechtsanwälten mit britischer Staatsangehörigkeit und Kanzleien mit einer britischen Rechtsform entzöge das in EU-Mitgliedstaaten die rechtliche Grundlage ihrer Arbeit. Die Bundesregierung in Wien baut nun mit einem Gesetzentwurf vor – anders als die Kollegen in Berlin.

Legal Operations

Seit Jahren kämpfen deutsche Rechtsabteilungen mit Kostendruck und steigenden Anforderungen. Ein ganzheitliches Management, unterstützt von organisationserfahrenen Legal-Operations-Experten, könnte langfristig Abhilfe schaffen. Gut die Hälfte der Chefjuristen von Inhouseabteilungen mit mehr als 50 Inhouseanwälten hat dies bereits erkannt. In der Breite aber ist der Leidensdruck offensichtlich noch nicht hoch genug.

Expansion in Berlin

Die auf Öffentliches Recht ausgerichtete Kanzlei Wolter Hoppenberg hat Zuwachs bekommen. Wie jetzt bekannt wurde, schloss sich die Kanzlei am Standort Berlin mit dem Team der öffentlich-rechtlichen Boutique De Witt zusammen. Neben Namenspartner Siegfried de Witt (74), der in der neuen Einheit of Counsel sein wird, wechselten drei Associates zu Wolter Hoppenberg. Die Kanzlei mit Stammsitz in Hamm hatte Ende 2017 ein Büro in der Hauptstadt eröffnet.

Großprojekt

Die zu Beginn der Woche beantragte Eigenverwaltung des Gesundheitsdienstleisters Katharina Kasper ViaSalus wird von vielen renommierten Insolvenzexperten begleitet. Das Unternehmen aus Dernbach im Westerwald sei aber „weder zahlungsunfähig noch überschuldet“, heißt es. Vor allem Friedemann Schade und Stefan Denkhaus von BRL Boege Rohde Luebbehuesen sind als Generalbevollmächtigte mit den nun erforderlichen Sanierungsschritten beschäftigt. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht Montabaur den Hannoveraner Anwalt Dr. Rainer Eckert aus der gleichnamigen Kanzlei.

Burgtheater

Das Finanzdesaster am Burgtheater mündet in den kommenden Monaten in ein Strafverfahren. Nach jahrelangen Ermittlungen steht der früheren kaufmännischen Geschäftsführerein Silvia Stantejsky (64) ein Prozess vor dem Landesgericht für Strafsachen in Wien ins Haus. Gegen weitere Beteiligte, darunter den früheren Intendanten Matthias Hartmann (55), wurden dagegen sämtliche Ermittlungen eingestellt.

Berlin

Die Berliner Compliance-Boutique Comfield steigt in die Rechtsberatung ein. Dafür kam von CMS Hasche Sigle der ehemalige Counsel Dr. Tobias Teicke. Comfield wurde 2017 von dem Compliance-Berater Oliver Schieb und Anwalt Dr. Martin Schmidt gegründet. Kartellrechtler Schmidt und Teicke bilden nun die Partnerschaft Comfield Legal.

Textilbranche

Die Textilhandelskette AWG Allgemeine Warenvertriebs-GmbH hat beim Amtsgericht Esslingen die Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens beantragt. Das schwäbische Unternehmen mit 2.900 Mitarbeitern will sich mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung sanieren. Martin Mucha von Grub Brugger ist als Generalbevollmächtigter in die Geschäftsführung eingestiegen, vorläufiger Sachwalter ist Dr. Holger Leichtle von Schultze & Braun.

MDP

Der Dresdner Mazars-Partner Rudolf von Raven (51) hat im Januar die Leitung des Rechtsarms der MDP-Einheit übernommen. Er folgte auf den Berliner Fondsrechtler Klaus-Lorenz Gebhardt, der den Posten fünf Jahre innehatte und künftig das Thema digitale Transformation bei Mazars verantwortet. Von Raven ist bereits seit drei Jahren Teil der Geschäftsführung von Mazars und wird den Dresdner Standort weiterhin leiten.