Markt und Management

Wirtschaftsstrafrecht

Die Strafrechtsboutique Tsambikakis & Partner ist auf Wachstumskurs: Gleich vier auf Compliance- und Wirtschaftsstrafrecht spezialisierte Experten stießen im November zu der Sozietät, die im Zuge dessen mit dem of Counsel Prof. Dr. Frank Saliger (53) eine erste Präsenz in München startete.

Interview mit EPA-Verwaltungschef

Dr. Christoph Ernst steht vor einer Herkulesaufgabe: Er soll das ­Europäische Patentamt (EPA) in ruhigeres Fahrwasser lotsen und gleichzeitig die Verfassungs­beschwerde gegen den Unified Patent Court (UPC) managen. Der ­Ministerialrat im Bundesjustizministerium ist gleichzeitig Vorsitzender des EPA-Verwaltungsrats. Im Interview mit JUVE spricht er über ­Hürden auf dem Weg zum UPC, ­Fehler in der Ära Battistelli – und die Erwartungen an dessen Nachfolger.

Düsseldorf

Die Düsseldorfer Kanzlei Peters holt zwei Partner von Mütze Korsch. Seit November sind der Restrukturierungsexperte Burkhard Niesert (56) und der Gesellschaftsrechtler Ralph Geiger (42) Teil des dann 14-köpfigen Teams. Geiger war bereits bis 2015 bei Peters, hatte sich aber damals mit einem größeren Team Mütze Korsch angeschlossen. Beide kommen als Partner zu Peters.

Neue Kanzlei

Zum Dezember hat sich ein Team aus dem Hamburger Büro von Honert + Partner abgespalten und eine neue Kanzlei gegründet. Zur Startformation um die beiden langjährigen Honert-Partner Dr. Arnd Weisner (48) und Dr. Sönke Friedrichsen (46) gehört auch der bisherige Senior Associate Dr. Dominik Heimberg, der Partner in der neuen Einheit Weisner Partner wurde. Mit Weisner verliert Honert in Hamburg einen im Markt insbesondere für seine Prozesstätigkeit bekannten Corporate-Partner.

Immobilien

Paukenschlag in Hamburg: Das eingespielte Immobilienteam Dr. Stefanie Fuerst (47) und Annette Griesbach (51) ist zu Eversheds Sutherland gewechselt. Beide waren Counsel bei Latham & Watkins und genießen im Markt einen hervorragenden Ruf. Fuerst stieg zum Dezember bei Eversheds Sutherland als Partnerin ein, Griesbach wechselte bereits zum Oktober als Counsel.

Verschärfung des Außenwirtschaftsrechts

Aixtron, Kuka, Energy from Waste – immer länger wird die Liste deutscher Unternehmen, für die sich Investoren aus China interessieren. Dabei geht es auch um Know-how. Damit dessen Schutz bei aller Freude über Investitionen nicht zu kurz kommt, hat die Bundesregierung die Außenwirtschaftsverordnung novelliert. Wie sich das auswirkt und was die EU zur Investitionskontrolle plant, darüber sprach JUVE mit Anahita Thoms. Sie leitet seit September die deutsche Außenwirtschaftsrechtspraxis von Baker & McKenzie.

Stuttgart

Heuking Kühn Lüer Wojtek verstärkt ihre IP-Praxis in Stuttgart deutlich mit einem bekannten Quereinsteiger: Von Menold Bezler kommt zum Jahreswechsel der Marken- und Wettbewerbsrechtler Dr. Andreas Schabenberger als Equity-Partner hinzu. Der 54-Jährige war erst im Sommer 2014 von Gleiss Lutz zu Menold Bezler gekommen.

Hamburg

Die Hamburger Corporate-Boutiqe Corvel wächst zum Dezember mit einem erfahrenen Quereinsteiger: Als sechster Partner kommt Dr. Jan Backhaus dazu. Der 49-Jährige kommt von Dabelstein & Passehl, bei der er viele Jahre als Partner tätig war. Backhaus ist auf die Beratung der Branchen maritime Wirtschaft und erneuerbare Energien spezialisiert. Er ist nicht der erste Quereinsteiger für Corvel, der von Dabelstein kommt.

Investitionkontrolle

Das chinesische Konsortium um Tencent, NavInfo und GIC darf nicht beim Kartendienst Here einsteigen. Das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) sieht bei einer 10-prozentigen Beteiligung bereits die nationale Sicherheit der USA gefährdet. Die Transaktion wurde verboten. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Sorgen, die die US-Prüfpraxis in der internationalen M&A-Szene auslöst.

Agenturen

Die Kommunikationsagenturgruppe Vertikom hat zum November Alexander Rohnke als neuen Leiter für Recht und Personal gewonnen. Der 43-Jährige kam von dem Personal- und IT-Dienstleister Goetzfried, wo er zehn Jahre tätig war, zuletzt in gleicher Funktion wie bei seinem neuen Arbeitgeber.

Begehrter Nachwuchs

Dem juristischen Arbeitsmarkt, der unverändert stark auf überdurchschnittliche Noten schielt, stehen weiterhin nur rund 1.500 Prädikatsabsolventen als Volljuristen zur Verfügung. 2016 erreichten laut Bundesamt für Justiz (BfJ) 1.584 Kandidaten dieses Niveau, gerade einmal 9 Juristen mehr als 2015.