Markt und Management

Schiedsgeschäft

Die Indian National Bar Association (INBA) und der neue Court of Innovative Arbitration (COIA) haben vereinbart, indische Anwälte in einem vereinfachten Streitschlichtungsverfahren auszubilden. Im Gegenzug empfehlen die indischen Juristen ihren Mandanten die Nutzung der noch jungen Schiedsinstitution COIA. Hinter COIA steht die Münchner Kanzlei Martens.

Wechsel mit Seltenheitswert

Achim Herfs, bislang Partner bei Hengeler Mueller in München, verlässt die Kanzlei. Der 54-Jährige wechselt im April gemeinsam mit der Counsel Dr. Anna Schwander zu Kirkland & Ellis. Dort gesellt sich zudem Dr. Benjamin Leyendecker-Langner zu dem Duo, der bis Ende März Senior Associate bei Hengeler war. Schwander und Leyendecker-Langner werden ebenfalls Partner bei Kirkland.

Frankfurt

Die Stuttgarter Kanzlei BRP Renaud & Partner hat zum April einen weiteren Partner für ihr Frankfurter Büro geholt: Max Kleissler wechselte aus dem örtlichen Büro von KPMG Law und ist innerhalb weniger Monate der vierte Zugang für BRP in Frankfurt. Der 38-jährige M&A- und Corporate-Anwalt war zuletzt als Senior Manager bei KPMG Law tätig.

Stuttgart

Die Stuttgarter Boutique Binz & Partner, spezialisiert auf die Beratung von Unternehmerfamilien, hat sich im März auf Partnerebene verstärkt. Aus dem Stuttgarter Luther-Büro stieß der Gesellschaftsrechtler Dr. Armin Weinand (47) dazu. Er war dort 2012 ebenfalls als Partner eingestiegen.

Hamburg

Unter dem Namen Chatham Partners startet in Hamburg zum Mai eine neue Sozietät. Bekanntester Kopf der auf öffentlich-rechtliches Projektgeschäft spezialisierten Kanzlei und einer von drei Gründungspartnern ist Dr. Michael Schäfer (51), derzeit noch Partner im Team für Öffentliches Recht bei Freshfields Bruckhaus Deringer.

Panama Papers

Nach den Enthüllungen der sogenannten Panama Papers vor wenigen Tagen ist die Kanzlei Mossack Fonseca durch ihre Geschäfte mit Briefkastenfirmen weltweit in aller Munde – die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen bereits seit einem Jahr gegen die Kanzleichefs Jürgen Mossack und Ramon Fonseca. Sie geht Hinweisen über einen Verdacht auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung nach. Mehrere Banken zahlten im Zusammenhang mit Panama-Geschäften schon 2015 millionenschwere Bußgelder.

Umsatz 2015

Noerr hat 2015 in ihren deutschen Büros 190,2 Millionen Euro umgesetzt, 6,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies erreichte sie mit rund 360 in Vollzeit tätigen Berufsträgern, rund fünf Prozent mehr als 2014. In Konsequenz konnte die Kanzlei ihre Produktivität deutlich geringer steigern als den Umsatz. Zu Buche steht ein Umsatz pro Berufsträger (UBT) von rund 530.000 Euro. Dies ist ein Plus von 1,7 Prozent.

Hamburg

Osborne Clarke baut mit dem Zugang von Dr. Matthias Kloth (47) auch in ihrem Hamburger Büro eine Praxis für Marken- und Wettbewerbsrecht auf. Kloth ist derzeit Local-Partner bei White & Case in Hamburg und wechselt zum Mai als Partner zu Osborne Clarke. Das IP-Team bei White & Case schrumpft durch seinen Weggang auf eine Rumpfmannschaft.

Deutsche Bank

Das Personalkarussell in der Rechtsabteilung der Deutschen Bank dreht sich weiter. Die 350 Juristen der Bank in Deutschland haben neben Matthias Otto nun einen weiteren Chef: Dr. Thorsten Seyfried ist neuer Co-General Counsel. Der Posten war vakant, nachdem Dr. Florian Drinhausen kurz vor Ostern zum Chief Governance Officer ernannt worden war und damit zum Nachfolger von Daniela Weber-Rey.

Hamburg

Der neu gegründete Hamburger Spin-off Neuwerk hat sich zum April erstmals verstärkt. Der IP/IT-Rechtler Börge Seeger, bisher Principal Associate bei Freshfields in Hamburg, wechselte als Partner in die Kanzlei. Mit dem 36-Jährigen wächst das Neuwerk-Team auf sechs Partner. Die Kanzlei war zu Beginn des Jahres von vier ehemaligen Freshfields- und einem Roxin-Associate gegründet worden.

Karlsruhe

Die Karlsruher Kanzlei Bartsch gewinnt einen erfahrenen Transaktionsrechtler hinzu: Hendrik Stroborn (47) wechselt von PricewaterhouseCoopers Legal, die ihren Standort in Karlsruhe schließt. Stroborn dürfte nicht der einzige bleiben, der ein Wechselangebot von PwC für ein anderes Büro ausgeschlagen hat.