Litigation und Kartellrecht

Quinn Emanuel-Partnerin Nadine Herrmann verstorben

Die Hamburger Partnerin von Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan Dr. Nadine Herrmann ist Anfang September nach schwerer Krankheit verstorben. Sie wurde 45 Jahre alt.

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Herrmann war seit 2012 Leiterin der Kartellrechtspraxis und neben Dr. Marcus Grosch Co-Leiterin der Litigation-Praxis in Deutschland.

Nadine Herrmann

Ihre Karriere begann sie 2003 bei Allen & Overy, wo sie 2009 Partnerin wurde. Im Jahr darauf übernahm Herrmann mit 33 Jahren die Leitung der deutschen Praxisgruppe IP/IT. Zu Quinn Emanuel wechselte sie 2012, um mit ihrem Team für die US-Litigation-Kanzlei in Hamburg deren zweites deutsches Büro aufzubauen.

Mit Herrmanns Namen ist der Aufstieg von Quinn Emanuel zu einer der angesehensten deutschen Litigation-Praxen verbunden. Die vielseitige Prozessanwältin war insbesondere für wettbewerbs- und kapitalmarktrechtliche Verfahren renommiert und galt als Spezialistin an der Schnittstelle von Patent- und Kartellrecht. Zu ihren Mandanten zählten etwa Google, Booking.com und Motorola. Für die Privatbank M.M. Warburg stritt sie mit der Deutschen Bank im Zuge des Cum-Ex-Skandals, für Investoren führte sie unter anderem Milliardenprozesse gegen VW und die Hamburg Commercial Bank.

Lange bestand die deutsche Quinn Emanuel-Praxis aus drei Equity-Partnern, zu denen Herrmann gehörte. Die vergangenen Jahre allerdings waren von geradezu stürmischem Wachstum geprägt. Heute besteht die Litigation-Praxis aus 6 Equity-Partnern und 47 weiteren Berufsträgern.

„Sie hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen ist“

Grosch, Managing-Partner der deutschen Büros, der mit Herrmann bereits vor ihrem Einstieg bei Quinn Emanuel zusammengearbeitet hatte, sagt: „Mit Nadine Herrmann verlieren wir nicht nur eine brillante Anwältin. Sie war darüber hinaus eine loyale Wegbegleiterin und Partnerin. Ihren Erfolg verdankte sie ihrem herausragenden Talent, ihrem uneingeschränkten Engagement und ihrer Charakterstärke. Sie hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen ist.“

Der Managing-Partner der Kanzlei, John Quinn, betont: „Wir alle werden Nadine als exzellente, humorvolle und kollegiale Partnerin in Erinnerung behalten, die wesentlich zum Erfolg der deutschen Praxis beigetragen hat. Unser tiefes Mitgefühl und unsere Gedanken gelten in dieser schweren Zeit ihrer Familie.“

In einer Mitteilung kündigt die Kanzlei an, in Gedenken an Nadine Herrmann künftig ein jährliches Stipendium in ihrem Namen zu vergeben.

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