Meinung

Kommentar

Hans-Jörg Ziegenhain wechselt zu Hengeler Mueller, Jochen Winter zu Willkie Farr & Gallagher und jetzt geht der Londoner Private-Equity-Star Marco Compagnoni zu Weil Gotshal & Manges. 2006 hat für die europäischen Full-Service-Kanzleien schlecht angefangen. Und wieder einmal haben die transaktionsgetriebenen Sozietäten profitiert - abgesehen von Hengeler vor allem die Amerikaner.

KOMMENTAR

Es ist doch nur ein weiterer Partnerwechsel. Nur ein paar Dollar mehr. Nur eine weitere US-Kanzlei. Schließlich haben wir schon des öfteren miterlebt, wie US-Kanzleien bekannte Partner von führenden Kanzleien weglocken konnten: Etwa als Gerhard Schmidt von Beiten zu Weil Gotshal wechselte, Wolfgang Feuring von Freshfields zu Sullivan & Cromwell oder gar halb Schilling Zutt zu Shearman & Sterling.Jetzt verliert also Freshfields gleich drei ihrer wichtigsten Partner an Milbank. Verständlich, dass das Management versucht, die Weggänge herunterzuspielen. Nichts kann jedoch darüber hinwegtäuschen, dass viele der Equity Partner darüber besorgt sind, was das Ausscheiden von Nussbaum, Rieger und Füger für die Kanzlei bedeutet. Oder wie es ein Münchner Partner ausdrückt: „Es geht weniger darum, wo sie hingehen, als vielmehr darum, dass sie nicht bleiben wollten.“