Artikel drucken
02.09.2013

Frankfurt: Großes Berger Steck-Team entscheidet sich für Heuking

Zum Oktober bekommt Heuking Kühn Lüer Wojtek kräftige Verstärkung. Fünf Partner der Frankfurter Kanzlei Berger Steck & Kollegen, darunter der bisherige Namenspartner Dr. Kai-Uwe Steck (41), wechseln in die Büros Frankfurt und Zürich. Die Kanzlei Berger Steck wird ab Ende September abgewickelt.

Kai-Uwe Steck

Kai-Uwe Steck

Neben Steck wechseln auch Michael Neises (42) und Dr. Christoph Gringel (35) als Equity-Partner in das Frankfurter Heuking-Büro. Die Frankfurter Neuzugänge sind spezialisiert auf die Bereiche Bankaufsichtsrecht, Investmentfonds und Kapitalmarktrecht. Jörn Matuszewski (37), der bei Heuking in Frankfurt als Salary-Partner einsteigt, ist steuerrechtlich ausgerichtet. Steck wird zusätzlich von Zürich aus tätig sein, dort verstärkt auch der auf Private Clients und Stiftungsrecht spezialisierte Matthias Hertel (44) das Team als Equity-Partner. Zu dem neuen Team zählen auch drei Associates.

Der Zugang des bekannten und gut vernetzten Teams dürfte für Heuking der Schlüssel sein, sich über ihr Frankfurter Büro künftig stärker bei Groß- und Investmentbanken und ausländischen Kreditinstituten zu empfehlen. Denn die im Bank- und Finanzrecht vorhandenen Kapazitäten in Frankfurt und Hamburg haben sich bislang noch nicht zu einem schlagkräftigen Team formiert.

„Wir freuen uns über die Verstärkung insbesondere in Frankfurt und Zürich, aber wir sind auch davon überzeugt, dass die Kollegen insgesamt eine hervorragende strategische Verstärkung für unsere gesamte Kanzlei bedeuten“, sagt Heukings Managing-Partner Dr. Andreas Urban. Das Frankfurter Heuking-Büro besteht damit ab Oktober aus 33 Anwälten, darunter 15 Equity- und 3 Salary-Partner. 

Heuking hatte bereits in den vergangenen zwei Jahren personell stark in ihr Frankfurter Büro investiert. So war 2011 ein fachlich breit aufgestelltes Team um den Gesellschaftsrechtler Dr. Günter Bredow von Beiten Burkhardt gekommen. Zu dem Team gehörten auch Bankspezialisten (mehr…). Außerdem schloss sich Dr. Guido Hoffmann von SZA Schilling Zutt & Anschütz der Bank- und Finanzierungspraxis von Heuking an (mehr…). Hinzu kommt eine aufstrebende steuerrechtliche Praxis, die in Düsseldorf und Frankfurt mit Anwälten von Clifford Chance gewachsen ist (mehr…).

Hanno Berger zieht sich vorerst zurück

Der Steuerspezialist und Namenspartner von Berger Steck, Dr. Hanno Berger, wechselt nicht mit zu Heuking. Dennoch bedeutet die aktuelle Entwicklung das Ende für Berger Steck & Kollegen, die Ende 2010 als Abspaltung von Dewey & LeBoeuf gegründet worden war (mehr…). Die Kanzlei geht ab Ende September in die Liquidation und wird abgewickelt.

Berger nimmt sich, wie es heißt, vorerst eine Auszeit von der aktiven Anwaltstätigkeit, begleite den Wechsel des Teams zu Heuking aber „äußerst wohlwollend“. Die bisherige Berger Steck-Partnerin Gabriele Paris-Titcombe macht sich mit einem vierköpfigen Team ab November als Steuerberaterin selbstständig. Schon im Juli war ein Steuerteam der Kanzlei zu DLA Piper gewechselt (mehr…).

Berger Steck ist seit Ende 2012 im Zusammenhang mit der Diskussion um steuerliche Cum-Ex-Modelle in schwieriges Fahrwasser geraten (mehr..). In die heftige Auseinandersetzung um die Rechtmäßigkeit der Cum-Ex-Transaktionen, im Zuge derer auch gegen Berger ermittelt wurde (mehr..), könnte nach Ansicht von Marktbeobachtern durch eine aktuelle Entscheidung des Bundesfinanzhofs Bewegung kommen. Denn das Gericht hat sich kürzlich in einem Parallelfall erstmals in dem Themenkomplex positioniert (mehr…). (Antje Neumann, Marcus Jung)

  • Teilen