Verfahren

  Juve Plus Vertriebskartellrecht

Es ist ein moderner Klassiker des Vertriebskartellrechts: Markenhersteller, die Händlern imagegefährdende Niedrigpreise austreiben wollen. Was ist da verboten, was Grauzone, was erlaubt? Der Online-Händler Reuter ist eine kleine Berühmtheit auf diesem Gebiet, seit er vor einigen Jahren Kartellschadensersatz von dem Sanitärspezialisten Dornbracht erstritt. Gegen den Möbelhändler Cor aber musste Reuter nun vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf eine Niederlage einstecken.

  Juve Plus S&K-Prozess

Das Verfahren um den millionenschweren S&K-Immobilienbetrug muss für einen der Beteiligten teilweise neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Landgerichts Frankfurt gegen Hauke B. wegen Anstiftung zu Untreue aufgehoben. Jetzt muss das Landgericht erneut verhandeln. Der Schuldspruch wegen Untreue in vier Fällen bleibt allerdings bestehen.

  Juve Plus Schwarzwälder Schinken

Schwarzwälder Schinken darf auch außerhalb des Schwarzwalds geschnitten und verpackt werden – und darf dann trotzdem die geschützte geografische Angabe ‚Schwarzwälder‘ tragen. Das hat das Bundespatentgericht entschieden und damit einen Antrag des Schutzverbands der Schwarzwälder Schinkenhersteller auf eine regionale Beschränkung bei der Verarbeitung abgelehnt. Doch der Schinken-Streit, der schon zahlreiche Gerichte beschäftigt hat, geht weiter: Der Verband hat gegen den Beschluss bereits Beschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt.

  Juve Plus Vorwurf Marktmanipulation

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat die Führungsspitze von Volkswagen wegen Marktmanipulation angeklagt. Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, Vorstandschef Herbert Diess und dem Ex-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn wird vorgeworfen, Anleger im Jahr 2015 nicht rechtzeitig über die Risiken der Dieselaffäre informiert zu haben. Das teilten die Strafverfolger am Dienstag mit.

  Juve Plus Streit um Offshoreausbau

Der österreichische Baukonzern Strabag verklagt die Bundesrepublik Deutschland. Das Unternehmen reichte vor dem Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) eine Klage nach dem Energiecharta-Vertrag ein. Dabei geht es um Investitionen in deutsche Offshorewindanlagen.

  Juve Plus Insolvenzzwist

Das indische Unternehmen Global Wind Power hat vor dem Oberlandesgericht Köln eine Klage über ursprünglich 50 Millionen Euro rechtskräftig abgewehrt. Geklagt hatte der Insolvenzverwalter des Windkraftanlagenbauers Fuhrländer. Der seit mehreren Jahren schwelende Streit griff zwischenzeitlich auch auf eine beteiligte Kanzlei über.

  Juve Plus Ersatzteile

Der Gesamtverband Autoteile-Handel ist mit einer Grundsatzklage gegen den südkoreanischen Autohersteller Kia gescheitert. Der Europäische Gerichtshof entschied, dass Autohersteller den freien Ersatzteilhändlern vorerst keine angereicherten Daten zur Verfügung stellen müssen. Dies wird sich ändern, wenn im nächsten Jahr die überarbeitete EU-Verordnung in Kraft tritt, die der EuGH in seiner Entscheidung unbeachtet ließ.

  Juve Plus Lockere Auflagen

Die EU-Kommission hat der Übernahme von Innogy durch E.on unter Auflagen zugestimmt. Damit haben E.on und RWE auch die noch verbleibende kartellrechtliche Hürde genommen. Was RWE auf der Erzeugerseite gelingt, erreicht E.on bei den Netzen und im Vertrieb: E.on wird mit der Innogy-Übernahme zum größten Stromversorger in Deutschland. Vor allem die Stadtwerke sehen ihre Wettbewerbsposition geschädigt – einige wollen sich weiter wehren.

  Juve Plus Urteil im Erbschaftsdrama

Ist Helmut von Finck, Sohn des 1980 verstorbenen Milliardärs August von Finck, von seinen Halbbrüdern über den Tisch gezogen worden? Zehn Jahre tobte um diese Frage eine der größten deutschen Erbschaftsstreitigkeiten. Nun gibt es ein Urteil des Landgerichts München I: Die Klage Helmut von Fincks ist abgewiesen (Az. 30 O 24193/09). Die Richter haben nichts zu beanstanden an der notariellen Vereinbarung, mit der Helmut für 65 Millionen Mark auf seine Erbschaftsansprüche verzichtet hatte.

  Juve Plus Falk-Prozess

Seit drei Wochen wird dem Hamburger Unternehmer Alexander Falk in Frankfurt vor dem Landgericht der Prozess gemacht. Er soll einen Anschlag auf einen Anwalt von DLA Piper in Auftrag gegeben haben. Dem Anwalt war 2010 von einem bislang unbekannten Schützen in den Oberschenkel geschossen worden, er wurde schwer verletzt. Nun sagte er vor Gericht als Zeuge aus. Es ging an diesem Prozesstag viel um Hierarchien in Kanzleien und um die Frage, ob der DLA-Jurist wichtig genug war, um ihn aus dem Weg zu räumen.