Verfahren

  Juve Plus Abgasskandal

Volkswagen sieht sich nun auch in Deutschland mit einer Milliardenklage konfrontiert: Ein Konsortium aus 278 institutionellen Anlegern hat beim Landgericht Braunschweig Klage gegen den Autobauer eingereicht. Es handelt sich dabei um Kapitalverwalter, Versicherungsgesellschaften und einen großen US-Pensionsfonds. Sie fordern von VW rund 3,3 Milliarden Euro für Kursverluste, die ihnen im Zusammenhang mit der Abgasaffäre entstanden sein sollen.

  Juve Plus Rüffel für Kommission

Die EU-Kommission ist im Kartellverfahren gegen Zementhersteller zu weit gegangen. Der Europäische Gerichtshof erklärte umfangreiche Auskunftsverlangen der Ermittler an mehrere Unternehmen für nichtig. Das Urteil sorgt für großes Aufsehen, denn bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres setzen die obersten Richter der Kommission klare Grenzen in Kartellverfahren.

  Juve Plus 'Gefällt mir'-Button

Die Verwendung des Facebook-Knopfes 'Gefällt mir' durch Internetseiten anderer Unternehmen verstößt gegen Datenschutzrecht. Das Landgericht Düsseldorf hält es für unzulässig, dass Facebook auch dann Daten über die Besucher der Internetseiten erhält, wenn diese 'Gefällt mir' gar nicht anklicken. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale NRW gegen die Modekette Peek & Cloppenburg. Es ist die jüngste Entscheidung in einer Reihe von Streitigkeiten über die Geschäftspraktiken von Facebook. Nun hat das Unternehmen auch noch Ärger mit dem Bundeskartellamt.

  Juve Plus Papenburg

Der frühere Geschäftsführer der Landesgartenschau Papenburg, Lars Johannson, wurde vom Amtsgericht Papenburg vom Vorwurf der Untreue freigesprochen. Dem Prozess war eine mehr als ein Jahr dauernde Schlammschlacht zwischen Johannson und der Stadt Papenburg vorangegangen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine moderate Geldstrafe von 100 Tagessätzen beantragt, die Verteidigung auf Freispruch plädiert.

  Juve Plus Bleichmittelkartell

Das Ringen um Kronzeugeninformationen zum Bleichmittelkartell hat die höchste Instanz erreicht. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat per einstweiliger Anordnung entschieden, dass die EU-Kommission eine ausführlichere Bußgeldentscheidung zunächst nicht veröffentlichen darf (Az. C-162/15 P-R). Das ist ein ungewöhnlicher Schritt, denn die Richter der Vorinstanz hatten die Veröffentlichung bereits genehmigt. Der EuGH misst dem Fall offenbar grundsätzliche Bedeutung bei.

  Juve Plus VW-Aktionärsklagen

Mitte Aprill will VW öffentlich über den Stand der internen Ermittlungen zur Dieselaffäre berichten. In einer Erwiderung auf Anlegerklagen am Oberlandesgericht Braunschweig hat der Autobauer aber schon jetzt den bisherigen Stand der Erkenntnisse knapp zusammengetragen.

  Juve Plus BGH

Bewertungsplattformen im Internet müssen Nutzereinträge genau prüfen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden und damit die Rechte eines Zahnarztes gestärkt (AZ VI ZR 34/15). Er hatte geklagt, weil er von einem anonymen Nutzer auf dem Ärztebewertungsportal Jameda eine schlechte Bewertung kassiert hatte. Der Zahnarzt bezweifelte, dass der Bewerter tatsächlich Patient bei ihm gewesen war und verlangte von Jameda die Löschung des Eintrags. Das Urteil könnte Folgen für die gesamte Branche haben.

  Juve Plus Schiedsverfahren nach Bankenpleite

Der Kollaps der bulgarischen Corpbank im Jahr 2014 beschäftigt seit Kurzem ein internationales Schiedsgericht der Weltbankorganisation. Der omanische Staatsfonds SGRF, dem 30 Prozent des Instituts gehörten, will sein Geld zurück und verklagt deshalb Bulgarien. Der Vorwurf: Die Corpbank sei aus politischen Gründen geschlossen worden, obwohl eine Sanierung möglich gewesen wäre. Damit seien Investorenrechte verletzt worden.

  Juve Plus Haftung für Cum-Ex-Deals

Die HypoVereinsbank will drei frühere Vorstände in Haftung nehmen. Dabei geht es im Wesentlichen um Cum-Ex-Geschäfte, bei denen die ehemaligen Vorstände ihre Pflichten verletzt haben sollen. Diese Transaktionen kosteten die Bank inzwischen eine dreistellige Millionensumme.

  Juve Plus Vorwürfe nach Oktoberfest-Party

Die Staatsanwaltschaft München hat gegen einen früheren Linklaters-Partner Anklage wegen Vergewaltigung und Körperverletzung erhoben. Die Anklageschrift basiert auf Vorkommnissen während einer Linklaters-Party am Rande des Oktoberfestes 2014. Er soll damals in einer Taverne eine studentische Hilfskraft vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Anklage. Der Anwalt des Ex-Linklaters-Partners wies die gegen seinen Mandanten erhobenen Vorwürfe auf JUVE-Nachfrage zurück.

  Juve Plus Teldafax-Pleite

Der Fall Teldafax beschäftigt auch im fünften Jahr nach der Insolvenz des Stromanbieters bundesweit die Gerichte. In mehr als 300 Fällen gehen Insolvenzverwalter Dr. Biner Bähr und seine Kanzlei White & Case gegen ehemalige Teldafax-Geschäftspartner vor – über Anfechtungsklagen wurden bereits mehr als 250 Millionen Euro eingetrieben. Dutzende Fälle sind noch anhängig. Auch der Flexstrom-Insolvenzverwalter will nun deutschlandweit Klagen einreichen.