Verfahren

  Juve Plus Justizpanne

Durch eine fehlende Unterschrift der Staatsanwaltschaft Leipzig ist ein möglicher Strafprozess wegen Untreue gegen zwei Ex-Vorstände der SachsenLB endgültig ausgeschlossen. Dies entschied heute das Oberlandesgericht Dresden (Az: 2 Ws 658/14). Es lehnte eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft ab, die sich dagegen richtete, dass ein Strafverfahren gegen die Ex-Manager in wesentlichen Teilen abgelehnt worden war.

  Juve Plus Kaffeekartell

Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hat eine Geldbuße von 55 Millionen Euro gegen den Kaffeehändler Melitta Europa verhängt. Damit bestätigte es eine Entscheidung des Bundeskartellamts. Darüber hinaus ging es um die Frage, ob und wann Bußgelder nach einer gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung noch durchsetzbar sind.

  Juve Plus Lexxpress scheitert

Die Richter des Bundesverwaltungsgerichts haben Ende Januar einen gegen sie gestellten Befangenheitsantrag unter Mitwirkung der abgelehnten Richter zurückgewiesen (BVerwG 7 C 13.13). Den Antrag eingereicht hatte der Datenbankanbieter Lexxpress, der um Gleichbehandlung mit dem Konkurrenten Juris kämpft.

  Juve Plus Milliardenklage gegen Apple

IPcom kann nicht auf einen glatten Durchmarsch im Schadensersatzverfahren gegen Apple hoffen. Dies wurde beim gestrigen Verfahrensauftakt vor der 2. Zivilkammer des Landgerichts Mannheim deutlich. Der Rechteverwerter aus Pullach fordert wegen Patentverletzung 1,6 Milliarden Euro von Apple und hatte vor gut drei Wochen erreicht, dass das Europäische Patentamt das strittige Patent 100a bestätigt.

  Juve Plus Einigung im Patentstreit

Nokia und HTC haben einen weitreichenden Vergleich geschlossen. Damit enden alle laufenden Patentstreitigkeiten der beiden Unternehmen. HTC verpflichtet sich in der Vereinbarung, Lizenzgebühren für nicht-standardessentielle Patente an Nokia zu zahlen.

  Juve Plus Investorenklage

Seit gestern verhandelt das Landgericht Stuttgart (LG) eine Klage mehrerer Hedgefonds gegen Porsche. Nachdem sie vor diversen US-Gerichten gescheitert sind, fordern 24 Fondsgesellschaften rund 1,36 Milliarden Euro Schadensersatz von dem Automobilbauer. Sie machen Porsche für hohe Einbußen verantwortlich, die sie aufgrund des gescheiterten Übernahmeversuchs von Volkswagen 2008 erlitten haben.

  Juve Plus Bundesverfassungsgericht

Rechts- und Patentanwälte dürfen sich künftig zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zusammenschließen. Das hat das Bundesverfassungsgericht vergangene Woche entschieden (1 BvR 2998/11 bzw. 1 BvR 236/12). Die bisherige Regelung in der Bundesrechtsanwaltsordnung bzw. Patentanwaltsordnung erklärte es für ungültig.

  Juve Plus Kirch-Streit

Die Staatsanwaltschaft München soll die Deutsche Bank im Ermittlungsverfahren um einen möglichen Prozessbetrug offenbar zu einem Vergleich im Kirch-Streit drängen. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel' zufolge hat die Staatsanwaltschaft den Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen bei seiner Vernehmung im Januar massiv unter Druck gesetzt.

  Juve Plus Staatsanleihen-Ankäufe

Das Bundesverfassungsgericht hat erstmals in seiner Geschichte eine Entscheidung an den Europäischen Gerichtshof abgegeben. Hintergrund ist die umstrittene Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Euro-Staatsschuldenkrise. Konkret geht es dabei um die Rettung des Euro durch den notfalls unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen. Die Luxemburger Richter sollen bewerten, ob die Entscheidung zum Ankauf überhaupt in der Kompetenz der EZB lag.

  Juve Plus Kartell-Schadensersatz

Kartellanten können künftig auch für die Preisschirmeffekte bei Kartellaußenseitern haftbar gemacht werden. Diese Auffassung machte die Generalanwältin Juliane Kokott jetzt in ihren Schlussanträgen zu einem Vorabentscheidungsersuchen an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) deutlich. Die Frage war vom österreichischen Obersten Gericht vorgelegt worden.

  Juve Plus Hotelstreit

Am Flughafen Köln-Bonn darf womöglich ein weiteres Flughafen-Hotel entstehen. Eine Vertragsklausel, die dem bisher einzigen Hotelbetreiber Queens Moat Houses Exklusivität zusichert, erklärte das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) für nichtig. Die Richter sehen in der Klausel ein unzulässiges Wettbewerbsverbot und einen Verstoß gegen das Kartellrecht.