Deals

  Juve Plus

Der Münchner BayWa-Konzern hat über seine Tochter Green Energy den Photovoltaik-Händler MHH Solartechnik erworben. Verkäufer war der Konstanzer Solarzellenhersteller Sunways. Der Kaufpreis soll dem Vernehmen nach um die 20 Millionen Euro liegen. Die Übernahme soll zum Januar 2010 vollzogen sein, die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus. MHH Solartechnik hat ihren Hauptsitz in Tübingen und erzielte 2008 einen Umsatz von 122 Millionen Euro. Deutschlandweit ist MHH an vier Standorten in Deutschland und beschäftigt insgesamt 60 Mitarbeiter. Daneben hat das Unternehmen eine Tochtergesellschaft in Frankreich. BayWa Green Energy ist eine Tochter der Bayrischen Warenvermittlung (BayWa AG). Die Geschäftsaktivitäten des im MDax notierten Konzerns teilen sich auf in die Segmente Agrar, Baustoffe, Technik, Bau- und Gartenmarkt, Energie und Obst. Zusätzlich zur Transaktion vereinbarten BayWa und Sunways die Gründung eines Joint Ventures, das Photovoltaik-Projekte im Bereich mittelgroßer bis großer Solaranlagen und Solarparks im internationalen Umfeld realisieren soll. An dem Gemeinschaftsunternehmen ist BayWa zu 51 Prozent, Sunways zu 49 Prozent beteiligt.(lh)

  Juve Plus Mehrheit angestrebt

Das Molkereiunternehmen Müllermilch will die Mehrheit an der Beteiligungsgesellschaft International Food Retail Capital (IFR) übernehmen, Konzernchef Theo Müller hat die Aufstockung seines Anteils von zuletzt 47 auf über 50 Prozent beim Bundeskartellamt angemeldet.

  Juve Plus

Eine Gruppe um den niederländischen Finanzinvestor BPE Private Equity hat gemeinsam mit dem Management die Karl Kemper GmbH übernommen. Karl Kemper ist Produzent und Anbieter von tiefgefrorenen Convenience-Produkten. Verkäufer war der niederländische Lebensmittelkonzern Royal Wessanen zu dessen Beckers Gruppe Karl Kemper gehörte. Karl Kemper mit Sitz im westfälischen Borken erzielte zuletzt einen jährlichen Umsatz von 30 Millionen Euro. BPE Private Equity ist auf Beteiligungen im Nahrungsmittelbereich spezialisiert.

  Juve Plus

Der weltweit größte Schokoladenproduzent Barry Callebaut hat den spanischen Wettbewerber Chocovic erworben. Verkäufer war die Nederland Group.

  Juve Plus

Die Deutsche Börse hat für einen einstelligen Millionenbetrag 75 Prozent plus eine Aktie an dem auf Privatanleger fokussierten Unternehmen Tradegate übernommen. Tradegate, eine Tochter der Berliner Effektengesellschaft, betreibt seit 2001 eine Plattform, auf der außerbörslich Aktien, Anleihen und Fonds gehandelt werden können. Zum Jahreswechsel soll die Plattform in eine regulierte Börse umgewandelt werden. Zudem hat die Deutsche Börse fünf Prozent an der Tradegate Wertpapierhandelsbank erworben – und damit erstmals an einem Maklerunternehmen. Zusätzlich erhielt sie die Option, ihren Anteil schrittweise auf bis zu 20 Prozent zu erhöhen.

  Juve Plus

Die neu gegründete Cement and Mining Processing (CMP) AG hat wesentliche Teile des Anlagenbauers Cemag von dessen Insolvenzverwalter Dr. Oliver Liersch erworben. Der Kaufpreis beträgt 20 Millionen Euro. Die Cemag-Gruppe mit Sitz in Hameln hatte im Juli 2009 Insolvenz angemeldet. Zuletzt beschäftigte das Unternehmen 400 Mitarbeiter und kam auf einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro. Cemag war 2008 noch mit dem "Großen Preis des Mittelstandes" ausgezeichnet worden, geriet jedoch wegen Forderungsausfällen in Turbulenzen. Ziel von CMP ist es, mit dem Kauf das Cemag-Kerngeschäft, den Bau von Großanlagen insbesondere für die Zementindustrie, fortzuführen. Die Gläubigerausschüsse haben der Transaktion bereits zugestimmt. Ein Großteil der Mitarbeiter geht in eine Transfergesellschaft über. Hinter CMP steht eine internationale Investorengruppe aus dem Familienkreis der bisherigen Cemag-Inhaber.

  Juve Plus

Der französische Versicherungskonzern Scor SE hat große Teile des so genannten Kaiser-Wilhelm-Ring-Ensembles in Köln erworben. Verkäufer war der Projektentwickler Ami Gmbh. Der Kaufpreis lag bei rund 35 Millionen Euro.

  Juve Plus

Der Essener Mischkonzern Evonik hat seine Spezialchemiesparte Alzchem verkauft. Käufer ist der Luxemburger Industriefonds BluO. Der Kaufpreis für die gesamte Alzchem-Gruppe mit Gesellschaften in Deutschland und den USA beträgt nach Abzug der Schulden 78,5 Millionen Euro.

  Juve Plus

Der Daimler-Konzern bleibt in der Formel 1 engagiert. Gemeinsam mit seinem Großaktionär Aabar Investments PJSC übernahm der Stuttgarter Autobauer 75,1 Prozent an dem Rennstall des aktuellen Weltmeister-Teams Brawn GP, das in Mercedes GP umbenannt wird. Daimler wird dabei künftig mit 45,1 Prozent, Aabar mit 30 Prozent beteiligt sein. Die restlichen 24,9 Prozent verbleiben bei den bisherigen Besitzern, unter anderem Teamchef Ross Brawn und dem Teamdirektor Nick Fry. Die Genehmigung durch die Regulierungsbehörden in der Schweiz und der EU steht noch aus. Nach 55 Jahren wird Mercedes damit ab 2010 wieder ein eigenes Werksteam in den Kampf um die Weltmeisterschaft in der Formel 1 schicken. Seit der Saison 1995 beliefert Mercedes den traditionsreichen Formel-1-Rennstall McLaren mit Motoren. Im Jahr 2000 übernahm der Mercedes-Mutterkonzern Daimler einen Anteil von 40 Prozent an der McLaren-Gruppe. McLaren wiederum wird in den kommenden zwei Jahren die Anteile von Mercedes zurückkaufen. Das Team Brawn GP war erst zu Beginn der abgelaufenen Saison aus dem früheren Honda-Rennstall entstanden, nachdem sich die Japaner zurückgezogen hatten.

  Juve Plus

Der Gesundheitsdienstleister Rhön-Klinikum übernimmt zum Jahreswechsel eine Mehrheit von 94 Prozent an dem Krankenhausbetreiber Medigreif-Betriebsgesellschaft. Medigreif betreibt fünf 1990 gegründete Rehabilitationskliniken und Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg- Vorpommern und zwei medizinische Versorgungszentren. Das Unternehmen beschäftigt rund 830 Mitarbeiter und verfügt über 842 Betten. Der Deal gilt als eine der größten Transaktionen im Krankenhausbereich in 2009. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

  Juve Plus

Die Brandschutzhersteller Minimax und Viking Group fusionieren zum Jahresende. Das Bad Oldesloer und das US-Unternehmen werden dann zusammen 6.000 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von über eine Milliarde Euro erwirtschaften.