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Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
  Juve Plus Energie-Deal

Deutschlands größter Energiekonzern E.on tauscht mit dem französischen Wettbewerber EDF Electricité de France und dessen Beteiligung EnBW Energie Baden-Württemberg Stromerzeugungskapazitäten. EnBW bezieht künftig Strom im Volumen von 800 Megawatt aus deutschen Kernkraftwerken. Im Gegenzug erhält E.on etwa die gleiche Menge Produktionskapazitäten aus zwei französischen Kernkraftwerken. Zusätzlich übernimmt EnBW von E.on deren 50,4-prozentige Beteiligung am Kohlekraftwerk Rostock und erhält Strombezüge aus dem Kohlekraftwerk Buschhaus. E.on wiederum übernimmt von EDF und Charbonnage de France deren Anteil in Höhe von 35 Prozent an dem französischen Energieerzeuger SNET und wird damit dessen alleiniger Eigentümer.

  Juve Plus ThyssenKrupp-Tochter verkauft

Der Frankfurter Gebäudedienstleister Wisag hat den Montage-Dienstleister TK Industrieservice erworben, eine Tochter des Stahlkonzerns ThyssenKrupp. TK Industrieservice leistet mit 12.500 Beschäftigten unter anderem Vormontage-und Instandsetzungsarbeiten für die Autobranche, Maschinenbauer sowie die Lebensmittelindustrie und setzte zuletzt 300 Millionen Euro um.

  Juve Plus Bionade verkauft

Radeberger, eine Tochter des Bielefelder Nahrungsmittelkonzerns Dr. August Oetker ist als Mehrheitsgesellschafterin beim Softdrinkhersteller Bionade eingestiegen. Die Brauerei übernahm sowohl die 51 Prozent, die die nordhessische Egon Schindel Holding (ESH) seit 2002 hielt, als auch Anteile der beiden anderen Gesellschafter, der Bionade-Gründer Peter und Stephan Kowalsky.Die Brüder bleiben jedoch Teil der Geschäftsführung. Presseberichten zufolge soll der Preis für die ESH-Anteile bei rund 20 Millionen Euro liegen. Die ESH, zu der unter anderem die Mineralbrunnen Rhönsprudel, Bad Liebenwerda und Spreequell gehören, hatte schon vor einiger Zeit die Privatbank Sal. Oppenheim mit der Suche nach einem Käufer beauftragt. Lange galt die Bitburger Brauerei als der - vor allem von den Kowalsky-Brüdern - favorisierte Käufer.

  Juve Plus Bann gebrochen

Der chinesische Mobilfunkzulieferer Vtion Wireless Technology hat seine Premiere am Prime Standard der Frankfurter Börse gefeiert. Der vielbeachtete Börsengang des Herstellers von Mobilfunk-Datenkarten war der erste in dem streng regulierten Handelssegment nach mehr als einem Jahr Flaute.Seit dem IPO des Solarunternehmens SMA Solar im Juni 2008 hatte aufgrund der Finanzkrise kein Unternehmen mehr den Gang an den Prime Standard gewagt. Vtion erlöste knapp 57 Millionen Euro. Als Konsortialführerin agierte Sal. Oppenheim, weitere Konsortialbank war Macquarie Capital.

  Juve Plus

Ein Investorenkonsortium aus dem Wiener Immobilienunternehmen Conwert und der Berliner Kronberg RE Deutschland hat für 67 Millionen Euro ein Wohnimmobilien-Portfolio in Berlin übernommen. Verkäufer war die kriselnde Colonia Real Estate. Insgesamt erwarben die beiden Käufer drei Objektgesellschaften mit 937 Wohnungen und 79 Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtnutzungsfläche von 76.600 Quadratmetern.

  Juve Plus

Der russische Atomkonzern ZAO Atomstroyexport hat das deutsche Unternehmen Nukem Technologies von deren Mutterkonzern Nukem gekauft. Nukem Technologies ist auf die Stilllegung nuklearer Anlagen, die Lagerung radioaktiver Abfälle und Ingenieurdienstleistungen in diesem Bereich spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt 200 Ingenieure und Physiker. Der Mutterkonzern Nukem will sich nach dem Verkauf wieder auf sein Kerngeschäft, die Vermarktung von Kernbrennstoffen, konzentrieren. Als Financial Advisor agierte die Gazprombank.

  Juve Plus

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat seine Mehrheitsbeteiligung an dem Schweriner Regionalversorger Wemag für 170 Millionen Euro verkauft. Bisher hielt Vattenfall 80 Prozent, diesen Anteil erwirbt nun zum Januar 2010 der Verband der bisherigen kommunalen Miteigentümer, der bereits die übrigen 20 Prozent hält. Dem Verband gehören insgesamt 268 Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg an. Einen Minderheitsanteil von 25,1 Prozent an Wemag veräußerte der Verband kommunaler Anteilseigner dabei an den fünftgrößten deutschen Energieanbieter Thüga, ein bundesweites Netzwerk von lokalen und regionalen Versorgern. Thüga ist erst seit wenigen Wochen selbst in Händen eines Konsortiums kommunaler Energieanbieter, zuvor gehörte das Unternehmen zum E.on-Konzerns. Wemag beschäftigt 500 Mitarbeiter und beliefert Kunden in Mecklenburg-Vorpommern und der Westprignitz. Das Bundeskartellamt muss die Transaktion noch genehmigen.

  Juve Plus

Im Thüga-Deal übernahm Mainova-Chefjustiziar Dr. Kristian Kassebohm die rechtliche Projektleitung für 50 Energieversorger.Die Energieversorger standen Schlange: Alle wollten dabei sein, als E.on sich von einem Branchenschwergewicht, der Stadtwerke-Holding Thüga trennte. Am Ende waren es 50 kommunale und regionale Energieversorger, die als Konsortien Integra und Kom9, das Unternehmen für knapp 3 Milliarden Euro erwarben. Erstmalig gab es in Deutschland eine Transaktion mit so vielen Beteiligten – und erstmalig musste ein so praller Sack mit Flöhen gehütet werden. Umso erstaunlicher, dass nicht etwa eine der deutschen Top-Kanzleien die rechtliche Projektleitung übernahm. Stattdessen wählten die Geschäftsführungen der Konsortien Dr. Kristian Kassebohm, den Bereichsleiter Unternehmensentwicklung bei Mainova. Der 43-jährige steuerte alle rechtlichen Fragen der Integra und koordinierte die Arbeitsgruppe Recht beider Konsortien. Hinter Integra und Kom9 stehen 50 kommunale Energieversorger aus 16 Bundesländern, die zusammen etwa 25 Prozent des deutschen Gas- und 10 Prozent des Strommarktes abdecken. Sie agieren in klarer Rollenverteilung: Während zahlenmäßig der größte Anteil auf Kom9 entfällt, liegt die Kapitalkraft bei Integra, wozu die drei Regionalversorger Mainova, Enercity und N-ergie gehören.

  Juve Plus

Für einen Schnäppchenpreis hat der Soester IT-Großhändler Actebis den Besitzer gewechselt. Der Düsseldorfer Investor Droege Capital erwarb das Unternehmen für 40 Millionen Euro von der angeschlagenen Starnberger Beteiligungsgesellschaft Arques Industries. Die hatte Actebis 2007 für 110 Millionen Euro von der Otto-Gruppe erworben. Finanzierende Bank war damals die Maple Bank, die nun ihren Kredit ablöste. Die Actebis-Gruppe ist mit 1.900 Mitarbeitern der drittgrößte IT-Distributor in Europa mit einem Umsatz von zuletzt 3,7 Milliarden Euro. Die zuständigen Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

  Juve Plus

Die Münchner Beteiligungsgesellschaft Paragon Partners hat das Nachhilfenetzwerk Schülerhilfe übernommen. Das Gelsenkirchener Unternehmen war seit 1998 im Besitz der amerikanischen Gruppe Sylvan Learning und ist mit einem Umsatz von 85 Millionen Euro in 2008 der größte Anbieter von Nachhilfe im deutschsprachigen Raum. Es unterhält 1.100 Standorte in Deutschland und Österreich und ist zudem der größte Franchiseanbieter im Bildungsbereich. Laut Presseberichten soll Paragon Partners etwa die Hälfte der Kaufsumme aus Eigenkapital mobilisiert haben. Die andere Hälfte steuerten die WestLB sowie die Sparkassen Gelsenkirchen und Essen bei.

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