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Die US-Industriekonzern ITT hat den wesentlichen Geschäftsbetrieb des Umwälz- und Zirkulationspumpenherstellers Laing erworben. Dazu gehören Vermögensgegenstände und Tochtergesellschaften in Deutschland, Ungarn, USA und Japan.Die Laing-Gruppe mit Stammsitz im baden-württembergischen Remseck erzielte im Jahr 2008 mit 500 Mitarbeitern einen Umsatz von insgesamt 30 Millionen Euro. ITT produziert weltweit unter anderem Wasser- und Abwasserpumpen sowie Wärmetauscher und Gesamtlösungen in der Haus- und Gebäudetechnik und setzte 2008 rund 11,7 Milliarden Dollar um. (René Bender)

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Siemens Project Ventures, die Private-Equity-Tochter des Münchner Siemens-Konzerns, hat sich mit rund 25,1 Prozent an der BGZ Beteiligungsgesellschaft Zukunftsenergien beteiligt. BGZ mit Sitz in Husum entwickelt, finanziert und vermarktet regenerative Energieerzeugungsanlagen wie Wind-, Solar- und Biomassekraftwerke. 2008 erzielte das Unternehmen mit 140 Mitarbeitern einen Umsatz von 50 Millionen Euro. Beide Unternehmen arbeiteten schon seit 2006 über die BGZ-Windkrafttochter WKN Windkraft Nord zusammen. Zur Finanzierung der Transaktion wurde nichts bekannt. (René Bender)

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Die Arnsberger Wepa Papierfabrik hat sich in eine europäische Aktiengesellschaft Societas Europaea (SE) umgewandelt. Das Unternehmen führte die Maßnahme vor allem im Hinblick auf seine geplante weitere Expansion und europäische Ausrichtung durch. Geleitet wird die Gruppe künftig durch die Wepa Industrieholding SE. Die familiengeführte Wepa-Gruppe produziert unter anderem Hygiene- und Toilettenpapiere sowie Küchen- und Taschentücher. Nach der jüngsten Übernahme wesentlicher Teile der italienischen Katogroup erwartet Wepa mit etwa 2.500 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 950 Millionen Euro. (René Bender)

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Der Schweizer Flughafen-Service-Dienstleister Swissport hat sein Deutschlandgeschäft restrukturiert. Das Unternehmen gliederte als Kernstück der Transaktion sein gesamtes Passagierabfertigungsgeschäft an den Wettbewerber AHS Aviation Handling Services aus. AHS ist künftig an den vierzehn größten deutschen Flughäfen für die Abfertigung von Passagieren und Flugzeugen zuständig und übernahm rund 700 Mitarbeiter. Swissport zählt weltweit mit mehr als 33.000 Mitarbeitern zu den größten Anbieten von Bodenabfertigungsleistungen im Luftverkehr. (René Bender)

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Der Münchner Investor Stargate Capital hat den insolventen schwäbischen Werkzeugmaschinenhersteller Gehring erworben. Verkäufer war der Insolvenzverwalter Dr. Tibor Braun.Die bisherigen Poolbanken, Baden-Württembergische Bank, Kreissparkasse Esslingen und die Deutsche Bank stellten für die Transaktion eine Neufinanzierung zur Verfügung. Gehring stellt Honmaschinen her, die weltweit vor allem im Bau von Automobilmotoren eingesetzt werden.

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Der angeschlagene Bezahlfernsehsender Premiere erwirbt zum Juli die Produktionsgesellschaft Creation Club von Plazamedia zurück. Plazamedia ist eine Tochter der Constantin Medien AG, vormals EM.Sport. Für den Creation Club war der Wechsel unter das Dach von Premiere lebensnotwendig, da das Unternehmen mit dem Sender einen bis 2012 laufenden Rahmenvertrag geschlossen hat, der den Creation-Hauptumsatz ausmacht und von Premiere nicht verlängert werden sollte.

  Juve Plus Krimi im Kanzleramt

Karneval der Kulturen oder Tango-Festival? Das Berliner Veranstaltungsprogramm an Pfingsten war vielversprechend. Aber die Gesellschaftsrechtler Dr. Ingo Klöcker und Dr.Harald Selzner von Hengeler Mueller bzw. Shearman & Sterling sowie Clifford Chance-Restrukturierungsexperte Kolja von Bismarck hatten keine Wahl. Ihr Ziel am Samstagmorgen hieß Behrenstraße 42. Ein sandfarbener Gründerzeitbau, in dem sich das Berliner Büro von Hengeler befindet. Nicht einmal 48 Stunden blieben ihnen um den Weg frei zu machen für einen Verkauf der Adam Opel GmbH an den letzten noch verbliebenen Bieter, eine Investorengruppe um den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna und die russische Sberbank. Es sollte verhindert werden, dass der angeschlagene Autobauer in den Strudel der Insolvenz seiner der amerikanischen Muttergesellschaft General Motors (GM) gerät.

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Die Beteiligungsgesellschaft Hannover Finanz hat die Neubrandenburger Großbäckerei De Mäkelbörger im Rahmen eines Secondary-Buy-out verkauft.Käufer ist der in Hannover ansässige Investor Nord Holding. Der Verkaufsprozess wurde von der Investmentbank Lincoln International begleitet. De Mäkelbörger erzielte mit Backwaren, Tiefkühlkuchen und Bioprodukten zuletzt einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro und beschäftigt über 1.400 Mitarbeiter in mehr als 120 Filialen.

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Der stark kriselnde Halbleiterkonzern Infineon hat eine Wandelanleihe begeben und dadurch 181,5 Millionen Euro erlöst. Ein Bankenkonsortium aus der Credit Suisse und der Quirin Bank begleitete die Emission.Berater Infineon

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Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hat über seine Beteiligungsgesellschaft Intro seinen Anteil am Münchner Traditionskaufhaus Ludwig Beck auf 40,2 Prozent erhöht und ist damit größter Einzelaktionär. Über seine Beteiligungsgesellschaft Intro übernahm er für 11,1 Millionen Euro ein Aktienpaket von 25,3 Prozent. Verkäufer war der in Fulda ansässige Investor Aton. Für die restlichen Aktien machte Intro den Aktionären ein Pflichtangebot von 11,90 Euro je Aktie, so dass noch einmal rund 26,6 Millionen Euro fällig werden. Ludwig Beck setzte im vergangenen Jahr 102,6 Millionen Euro um und erwirtschaftete einen Gewinn von 2,7 Millionen Euro. Hans Rudolf Wöhrl war vor allem durch die Übernahme der Fluglinie dba und später des Ferienfliegers LTU bekannt geworden. Beide verkaufte er später an Air Berlin.

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Der Metro-Konzern hat seinen Reisegastronomiebereich Axxe Restaurants und Motels an die Raststättenbetreiberin Tank & Rast verkauft. Das Düsseldorfer Handelsunternehmen trennte sich dabei von 31 in Deutschland betriebenen Autobahnrast- und Autobahntankstellen.Zudem stieß Metro weitere 14 Tankstellen und Tankshops sowie 7 Motels ab. Axxe hatte 2008 mit rund 930 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich einen Umsatz von 75 Millionen Euro erzielt. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Hintergrund des Verkaufs ist Metros neues Effizienzsteigerungsprogramm Shape 2012.