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  Juve Plus Qimonda-Insolvenz

Der seit langem schwer angeschlagene Münchner Speicherchip-Hersteller Qimonda ist insolvent. Das Amtsgericht München hat am vergangenen Freitag für die Infineon-Tochter Qimonda AG sowie die Qimonda Dresden OHG ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet und Dr. Michael Jaffé (45) von der Kanzlei Jaffé mit der Verwaltung beauftragt.

  Juve Plus Rettung ohne Happy End

Den Anruf, dass der Überbrückungskredit in trockenen Tüchern ist, hat Adolf Merckle noch entgegen genommen. Dann setzte sich der 74-Jährige Unternehmer ins Auto, fuhr zu einer Bahnstrecke in der Nähe seines Heimatortes Blaubeuren und beging Selbstmord. Gut drei Monate hatte der Milliardär um sein Lebenswerk gekämpft. Und wusste schließlich, dass es zum Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm keine Alternative mehr geben würde. Daran konnte auch der wachsende Stab an Beratern an seiner und der Seite seiner Firmen nichts mehr ändern. Gut drei Monate hatte der Milliardär um sein Lebenswerk gekämpft. Und wusste schließlich, dass es zum Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm keine Alternative mehr geben würde. Daran konnte auch der wachsende Stab an Beratern an seiner und der Seite seiner Firmen nichts mehr ändern.

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Die Berliner Radioholding Regiocast hat die restlichen 51 Prozent der Anteile am hessischen Rock- und Popsender Radio Bob übernommen. Verkäufer war die Sky Radio Gruppe, eine Tochter der niederländischen Telegraaf Media Group (TMG). 49 Prozent an dem Sender, der seinerzeit noch unter Sky Radio firmierte, hatte Regiocast bereits Ende 2007 erworben. Im August 2008 wurde Sky Radio dann als Radio Bob relauncht. Radio Bob ist in Hessen landesweit über UKW und Kabel zu empfangen sowie europaweit über Satellit.

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Der Touristik- und Handelskonzern Arcandor und die Versicherungsgruppe Ergo haben die Beteiligungen ihrer gemeinsam betriebenen Finanzdienstleistungsgeschäfte neu geordnet. Ergo übernahm zum Jahreswechsel die KarstadtQuelle Versicherungen vollständig von Arcandor.

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Axa Investment Managers Deutschland hat den Bürokomplex Hitachi Power Office im Duisburger Hafen erworben. Verkäufer war eine Zweckgesellschaft des zur Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gehörenden Finanzierungsanbieters Hannover Leasing. Der Kaufpreis für das fast 20.000 Quadratmeter große und erst Ende 2007 fertiggestellte Gebäude sammt Parkflächen lag bei 53,4 Millionen Euro. Axa wird das Objekt, das bis 2017 an Hitechi vermietet ist, in ihren pan-europäischen Fonds Axa Immobiliensolutions einbringen.

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Der zum Medienkonzern Bertelsmann gehörende Verlag Wissenmedia hat den Geschäftsbereich Lexikalische Werke einschließlich der Marke Brockhaus vom Bibliographischen Institut in Mannheim übernommen. Das Institut zieht damit die Konsequenzen aus der schlechten Entwicklung des Standardnachschlagewerks Brockhaus und will sich auf den Duden und das Kalendergeschäft konzentrieren. Zuvor waren Pläne, den Brockhaus über das Internet zu vermarkten, gescheitert. 2007 verzeichnete der Brockhaus-Verlag Presseberichten zufolge einen Verlust von 6,5 Millionen Euro.

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Der Mobilfunkservice-Provider Drillisch hat die Mehrheit an dem Münchner Online-Vertriebsspezialisten Eteleon e-solutions erworben. Verkäufer waren die bisherigen Großaktionäre. Eteleon vertreibt über das Internet Handys, Prepaid-Karten oder Handyverträge, unter anderem über die Portale Eteleon.de und Handyvertrag.de. Das im Entry-Standard der Frankfurter Börse notierte Unternehmen erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2008 einen Umsatz von 21,2 Millionen Euro, ein Umsatzplus von nahezu 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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Strabag Property and Facility Services, eine Tochter des österreichischen Baukonzerns Strabag, übernimmt ab April das Facility Management der Hypovereinsbank (HVB). Strabag übernimmt damit nicht nur das gesamte Gebäudemanagement für die rund 1.000 von der HVB genutzten Liegenschaften sondern auch die rund 250 HVB-Mitarbeiter, die sich bislang um das operative Facility-Management gekümmert haben. Diese erhalten eine Arbeitsplatzgarantie bis zum Jahr 2012. Das jährliche Auftragsvolumen liegt in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags.

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Ethicon, eine Tochter des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson, hat ihren Geschäftsbereich für Wundtherapieprodukte verkauft. Käufer war der Wettbewerber Systagenix Wound Management, der dem Private-Equity-Investor One Equity Partners gehört. Weltweit arbeiten in der veräußerten Sparte Professional Wound Care 800 Mitarbeiter, am deutschen Standort Norderstadt 30 Beschäftigte.

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Der Finanzinvestor Augur Capital hat über seinen Luxemburger Spezialfonds Augur Financial Opportunity die Berliner Darag Deutsche Versicherungs- und Rückversicherungs-AG übernommen. Verkäufer des früheren Versicherers von Devisenrisiken der DDR ist die Württembergische und Badische Versicherungs-AG (Wüba), die zum US-Konzern American International Group (AIG) gehört. Die Wüba hatte 2007 das aktive Geschäft der Darag erworben und diese quasi stillgelegt. Hintergrund ist, dass Versicherungen nicht ohne weiteres schließen können.

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Die niederländische HTP Investments hat den insolventen Reisemobile-Hersteller Knaus Tabbert zum Jahresbeginn übernommen. Ein Bankenpool unter Führung der BayernLB stimmte der Übernahme bereits zu. Durch den Verkauf, der als kombinierter Asset- und Share-Deal durchgeführt wurde, bleiben über 1.000 der früher 1.600 Arbeitsplätze erhalten. Auch alle drei Produktionsorte im niederbayrischen Jandelsbrunn, Mottgers (Hessen) und Nagyoroszi (Ungarn) bestehen fort. Knaus Tabbert hatte Anfang Oktober 2008 wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet.