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Der Oldenburger Solarmodulhersteller Aleo Solar ist an den Prime Standard der Frankfurter Börse gegangen. Platziert wurden rund sieben Millionen Aktien. Das Emissionsvolumen lag bei 94,5 Millionen Euro, davon flossen der Gesellschaft 38,5 Millionen Euro zu. Die 2001 gegründete Aleo Solar stellt mit 230 Mitarbeitern in Oldenburg sowie im brandenburgischen Prenzlau Solarmodule auf Basis von Siliziumzellen her. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 32 Prozent auf rund 107 Millionen Euro. Konsortialführer war die Commerzbank, zudem begleiteten die HVB und die Berenberg Bank den IPO. (René Bender)

Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
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Die Süd-Chemie AG hat ihre Heimtierproduktegeschäft an den Finanzinvestor Capiton verkauft. Der Kaufpreis betrug 28 Millionen Euro, veräußert wurden die H. von Gimborn GmbH und deren Töchter in Italien, Russland, Tschechien und Ungarn. Die deutschen Kartellbehörden haben den Erwerb bereits genehmigt.

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Der Börsenjournalist Egbert Prior ist mit der neu gegründeten Prior Capital AG selbst an die Börse gegangen. Die VEM begleitete den IPO im Freiverkehr der Frankfurter Börse. Ungewöhnlich an dem Börsengang ist, dass Prior mit dem Erlös aus dem Emissionsvolumen von rund 5,2 Millionen Euro erst eine Beteiligungsgesellschaft nach dem Vorbild eines Hedgefonds aufbauen will. Bislang existiert noch keine nennenswerte Unternehmenstätigkeit. Prior wurde als Herausgeber der "Prior-Börse während des Aktienbooms zum Ende der 1990er Jahre mit Anlegeempfehlungen bekannt, die zu massiven Kursbewegungen führten. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin wegen angeblicher Insidergeschäfter mehrfach Ermittlungsverfahren eingeleitet, konnte Prior dies aber nicht nachweisen.

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Die Qioptiq Group, eine Tochter des britischen Investors Candover, hat der auf Lichttechnik spezialisierten Göttinger Linos AG ein Übernahmeangebot gemacht. Bereits im Vorfeld sicherte sich Qioptiq 40,8 Prozent der Anteile an Linos durch die Übernahme eines Aktienpakets des Vorstandsvorsitzendem Prof. Dr. Gerd Litfin und seiner Familie. Der Verkauf der Anteile steht unter dem Vorbehalt, dass die Qioptiq-Gruppe nach Abschluss des Übernahmeangebots mindestens 75 Prozent der Linos-Aktien halten wird. Im Zuge der Übernahme beteiligt sich auch das Linos-Management am Unternehmen. Finanzierende Bank ist die HVB. Linos stellt optische Systeme her und setzte 2005 mit 750 Mitarbeitern 82,5 Millionen Euro um.

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Die Bayer AG hat ihr Kapital um 1,2 Milliarden Euro erhöht. In einem beschleunigten Angebotsverfahren platzierte der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern rund 34 Millionen neue Aktien bei institutionellen Investoren und erhöhte sein Grundkapital um 4.7 Prozent. Konsortialführer waren die Citigroup, Credit Suisse First Boston und die UBS. Mit der Transaktion schloss Bayer ihre Eigenkapital-Maßnahmen zur Finanzierung der rund 17 Milliarden Euro schweren Schering-Übernahme ab. Bereits im April hatte der Chemie-Riese eine Pflichtwandelanliehe in Höhe von 2,3 Milliarden Euro begeben. Zudem hatte Bayer vor kurzem ihre Diagnostiksparte für 4,2 Milliarden Euro an Siemens veräußert. (René Bender)

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Entgegen deutschem Recht sind erstmals grenzüberschreitende Verschmelzungen nach Deutschland vollzogen worden. Grundlage bildete ein EuGH-Urteil vom Dezember 2005. Aus den Niederlanden wurde die Consuma Holdings BV auf ihre deutsche Konzernmutter bkc Holding GmbH verschmolzen, aus Österreich eine Tochter auf ihre deutsche Mutter GE Healthcare Europe GmbH. Nach dem deutschen Umwandlungsgesetz sind solche Transaktionen ausgeschlossen, und die europäische Verschmelzungsrichtlinie vom Oktober 2005 ist noch nicht in deutsches Recht umgesetzt. Der EuGH hatte jedoch im so genannten Sevic-Urteil vom Dezember 2005 Teile des deutschen Gesetzes als EU-rechtswidrig eingestuft. Weitere grenzüberschreitende Verschmelzungen stehen derzeit aus, auch von Deutschland ins EU-Ausland.

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Die ND-Satcom, Tochter des Satellitenbetreibers SES Astra und die EADS Space Service haben im Bundeswehr-Vergabeverfahren zur Beschaffung eines Satellitenkommunikationssystem den Zuschlag erhalten. Das Amt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr hat die MilSat Services GmbH, ein Jointventure der EADS und ND-Satcom, beauftragt, zwei Satelliten sowie die nötigen mobilen und festen Bodenstationen zu liefern und für die nächsten zehn Jahre zu betreiben. Das Gesamtvolumen des Vertrages beläuft sich auf rund eine Milliarde Euro, wobei EADS den Löwentanteil erhält, während an ND-Satcom 180 Millionen Euro fließen.

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Die IVG Immobilien AG hat von dem französischen Einzelhandelsunternehmen ITM Enterprises 22 Logistikimmobilien erworben. Der Kaufpreis für die auf ganz Deutschland verteilten Objekte, die aus dem ehemaligen Portfolio der Spar-Handelsgruppe stammen, liegt bei 121 Millionen Euro. ITM ist Betreiber der Intermarché-Kette.

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Der Baudienstleister Bauer ist im Juli im Prime Standard der Frankfurter Börse gestartet. Ein Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Bank platzierte knapp 8,7 Millionen Aktien. Bei einem Preis von 16,75 Euro pro Papier entspricht dies inklusive der ausgeübten Greenshoe-Option einem Emissionsvolumen von rund 145 Millionen Euro. Unter den abgebenden Aktionären sind neben Bauer-Tochtergesellschaften auch die Deutsche Beteiligungs AG, die damit aus dem Unternehmen ausstieg. Bauer erwirtschaftete zuletzt mit 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 824 Millionen Euro.

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Der Finanzinvestor Titan Hunter European Investments hat den Schiffsausrüster Noske-Kaeser von ThyssenKrupp erworben. Noske-Kaeser beliefert Schiffe mit Klima-, Lüftungs- und Feuerlöschanlagen. Das Unternehmen mit Gesellschaften in Hamburg, Neuseeland und Argentinien beschäftigt 340 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Umsatz von 53 Millionen Euro. Titan Hunter gehört zu gleichen Teilen den neuseeländischen Investementgesellschaften Titan 1 und Hunter Capital.

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Das Heidelberger Biotech-Unternehmen Lion Bioscience hat sich mit Hilfe von SAP-Gründer Dietmar Hopp und der BASF AG neu aufgestellt und wird eine Pharmafirma. Dazu übernahm Lion die Sygnis Bioscience GmbH. Verkäufer sind zwei Gesellschaften der Familie Hopp sowie die BASF und deren Tochter Axaron Bioscience. Im Zuge der Übernahme übertrug Axaron ihren gesamten Geschäftsbetrieb auf Sygnis. Die BASF-Tochter stellt mit 35 Mitarbeitern Medikamente zur Behandlung von Nervenkrankheiten her. Lion Bioscience hatte sich im Frühjahr 2006 von ihrer Bioinformatik-Sparte getrennt und war seither ohne nennenswertes operatives Geschäft.