Deals

  Juve Plus Nach abgesagtem IPO

Nachdem der Börsengang abgesagt wurde, hat das englische Private Equity-Haus Doughty Hanson nun die Autowerkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU) an KKR verkauft. Der Kaufpreis beträgt 1,45 Milliarden Euro. Als finanzierende Banken agierten die HypoVereinsbank und die japanische Mizuho Bank. KKR setzte sich gegen BC Partners durch, die ebenfalls fur ATU geboten hatten.Die Transaktion wurde besonders schnell durchgezogen – man verhandelte nicht länger als 14 Tage. "Es war eine Auktion mit einer begrenzten Zahl an Bietern," sagte ein beteiligter Anwalt. "Der Zeitplan war besonders straff."

Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
  Juve Plus MTV ganz lebendig

Das US-Medienunternehmen Viacom Inc., Muttergesellschaft des Musiksenders MTV, hat die Kölner VIVA Media AG übernommen.

  Juve Plus Ganz "gemeinschaftlich"

Mit zwei Tagen Verspätung ist am Mittwoch die Postbank AG an die Börse gegangen. Nachdem die Preisspanne der Aktien förmlich in letzter Minute vom Mutterkonzern Deutsche Post AG gesenkt worden war, lag der Ausgabekurs bei 28,50 Euro. Mit rund 55 Millionen Aktien beläuft sich das Volumen des IPO auf knapp 1,6 Milliarden Euro und ist damit die größte Neuemission seit mehr als drei Jahren.

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Der Bonner Hersteller von Solarzellen SolarWorld AG hat eine Anleihe (Inhaber-Teilschuldverschreibung) von bis zu 25 Millionen Euro begeben. Konsortialführende Bank war die WGZ-Bank in Düsseldorf, die den Zellenhersteller auch schon bei vorangegangenen Kapitalmaßnahmen begleitet hat. Berater SolarWorld

  Juve Plus Kalte Dusche IPO

Auch wenn Private Equity-Anwälte vielleicht meinen, das Gröbste läge bereits hinter ihnen: Es kann durchaus noch schlimmer kommen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Bieterverfahren, bei denen PE-Häuser gegeneinander (und auch gegen potentielle strategische Käufer) antreten, förmlich explodiert. In der Überzeugung auf diese Weise einen höheren Preis erzielen zu können, haben sich die Veräußerer mittlerweile längst daran gewöhnt, die Bieter gegeneinander auszuspielen. Anwälte der Bieterseite mussten sich dementsprechend damit abfinden, dass von einem Dutzend Deals vielleicht einer zum Abschluss kommt, da ihre Mandanten das Bieterverfahren meist in einem frühen Stadium abbrechen. Und nun haben die Emittenten noch einen weiteren Pfeil im Köcher: Das so genannte Dual Track-Verfahren. Seit sich die Kapitalmärkte – wenn auch zögerlich – wieder erholen, sind für die Veräußerer auch Börsengänge als mögliche Alternative zu Beteiligungen von Private Equity-Investoren wieder attraktiv geworden. So geschehen jetzt auch zum ersten Mal in Deutschland, beim Badarmaturen-Hersteller Grohe. BC Partners, die 1999 den Marktführer im Bereich sanitärtechnischer Produkte erworben hatte, und ihre Anwälte bei CMS Hasche Sigle konfrontierten die Bieter – Finanzinvestoren sowie strategische Käufer – mit dem Börsengang als realistische Alternative für den Fall, dass der verhandelte Kaufpreis hinter ihren Erwartungen zurückbliebe. Am Ende hat ein Konsortium unter der Führung der Finanzinvestoren Texas Pacific Group (TPG) und CSFB Private Equity den Zuschlag für den Secondary Buy Out bekommen. „Wir hatten den Prospekt schon fertig”, berichtet Dr. Andreas Zanner aus dem Frankfurter Büro von CMS Hasche Sigle, Leiter des IPO-Teams. „Ein Entwurf für das Underwriting-Agreement war auch schon auf dem Tisch. Die Bieter hatten ein Exemplar des Prospekts in der Hand“, so Zanner weiter. „Sie wussten: Es war eine ernsthafte Alternative.“ Das gesamte Dual Track-Verfahren wurde betreut von Dr. Udo Simmat, Client-Partner für BC Partners bei CMS. „Ein Dual-Track ist in Deutschland bisher nicht gelaufen,” erklärt dieser. Auch die eingeschaltete Investmentbank Merrill Lynch hatte ihrerseits noch nie ein ähnliches Verfahren in Deutschland begleitet. Mit einem Beauty Contest für Investmentbanken hatte Simmat in der zweiten Augustwoche 2003 den Ball ins Rollen gebracht: Ende September beauftragte BC Partner Merrill Lynch damit, die Möglichkeit eines Börsengangs oder Verkaufs von Grohe zu untersuchen. Schon damals waren Simmat und sein Team entschlossen, eine umfangreiche Due Diligence von Verkäuferseite aus vorzubereiten. Das Objekt sollte so dokumentiert werden, als wären sie selbst die Interessenten. Dabei sollten 17 inländische und 24 ausländische Gesellschaften ebenfalls miteinbezogen werden. „Eine Vendor Due Diligence war die einzige Chance, um den gesamten Prozess relativ zügig zu gestalten. Es liefen parallel in verschiedenen Datenräumen Kauf-Due Diligence der verschiedenen Interessenten, Due Diligence der Konsortialbanken und - nach Signing - Due Diligence des High Yield-Tenderkonsortiums.“ Alles in allem eine enorme Arbeit, berichtet Simmat. „Das ganze Verfahren war naturgemäß ein sehr schwieriger und arbeitsintensiver Komplex. Innerhalb weniger Monate mussten allein in Deutschland einige ‚Mann-Jahre’ investiert werden.“ Schon die Vorbereitung des Datenraums dauerte von Anfang Oktober bis kurz vor Weihnachten. Der IPO sollte vor den Sommerferien auf den Weg gebracht und das Angebot für den Rückkauf der High Yield-Anleihe vor der amerikanischen Sommerpause fertig organisiert sein. “Die Zeitpläne für Trade Sale und IPO mussten minutiös durchgetaktet werden“, sagt Simmat. Eine weitere Besonderheit betraf die Transaktion eher als strategischer Verkauf denn als IPO: Die Veräußererseite war nicht in der Lage, einem Käufer – Industrieunternehmen oder Finanzinvestor – Gewährleistungsansprüche einzuräumen. Das von BC Partners verwaltete Fondskapital würde schon längst wieder an die Investoren ausgeschüttet worden sein, sollten sich in der Zukunft Probleme ergeben. “Secondary Buy-Outs sind u.a. dadurch gekennzeichnet, dass der Financial Sponsor nur sehr eingeschränkte Gewährleistungen übernehmen kann“, so Simmat. „Der Investor muss sich zum einen durch sorgfältige Due Diligence, zum anderen durch ausgefeilte Management Warranty Deeds, bei denen das Management bestimmte Erklärungen abgibt, absichern.“ Ähnlich dem verwendeten Vokabular, nähern wir scheinbar uns auch in der Private Equity-Szene immer mehr den angelsächsischen Verhältnissen. Der Druck wird steigen. Der Beratungsbedarf auch. (Gr)

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Die Alexander Falk Holding (AFH) hat die Wertpapierhandelsbank Hornblower Fischer an eine schweizerische Unternehmensgruppe unter Führung der redsafe-Bank verkauft. Die Bank, die seit Sommer 2003 in der vorläufigen Insolvenz ist, soll künftig mit neuem Geschäft ausgestattet werden. Dazu übernahmen die Erwerber die deutschen und luxemburgischen Büros des US-Finanzdiesntleisters Prudential-Bache International. Deren Geschäft soll künftig unter dem Namen der Traditionsbank Hornblower fortgeführt werden. Dem Vernehmen nach, hatte die AFH den Prudential-Erwerb bereits vor Insolvenz beabsichtigt. Berater Alexander Falk Holding

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Die österreichische Austriamicrosystems AG aus Graz ist kürzlich in Zürich an die Börse gegangen. Die Emission an der SWX Swiss Exchange umfasste 1,7 Millionen Alt-Aktien. Veräußert wurden sie von Permira-Fonds. Hinzu kamen zwei Millionen neue Wertpapiere aus einer Kapitalerhöhung. Hauptverantwortlich bei der Emission waren Citigroup und die UBS Investment Bank. Berater Austriamicrosystems

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Der aus der Henkel KGaA hervorgegangene Spezialchemiehersteller Cognis hat seine Finanzierung auf eine neue Grundlage gestellt. Bei der operativen Gesellschaft Cognis Deutschland GmbH & Co. KG wurde ein anlässlich der Akquisition durch Goldman Sachs PIA und Permira 2001 gewährtes, erstrangig besichertes Bankdarlehen durch eine zweitrangige Anleihe in Höhe von 235 Millionen Euro abgelöst. Zudem nahm die Gesellschaft einen gemischten, ebenfalls zweitrangingen Euro/US-Dollar-Kredit für insgesamt rund 164 Millionen Euro auf. Schließlich begab die Holdinggesellschaft Cognis GmbH eine drittrangig besicherte Hochzinsanleihe (High Yield Bond) im Werte von 345 Millionen Euro. Als Konsortialführer der Fremdkapitalinstrumente agierten Goldman Sachs, JP Morgan, Citigroup und HVB Capital Markets. Berater Cognis/Goldman Sachs PIA, Permira

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Ein Konsortium von Altaktionären sowie eine Gruppe von sieben Private Equity-Häusern haben durch den Kauf von weiteren 40 Prozent der Anteile das führende bulgarische Mobilfunkunternehmen Mobiltel übernommen. Die restlichen 60 Prozent bleiben in Besitz der Altaktionäre, wobei die BAWAG, bisher 30-prozentiger Aktionär der Mobiltel, mit dem nunmehrigen Verkauf aus der Mobiltel aussteigt. Der Industrielle Josef Taus reduziert seinen Mobiltel-Anteil von 30 auf 10 Prozent, Cordt von 15 auf 10 Prozent. Der Geschäftsmann Martin Schlaff stockt den Anteil hingegen von 25 auf 40 Prozent auf. Der Kaufpreis von 1,2 Milliarden Euro ergab sich aus 450 Millionen Eigenkapital, 650 Millionen Euro Fremdfinanzierung sowie dem MobilTel Barbestand von 100 Millionen Euro. Das Konsortium plant Presseberichten zufolge, die Anteile an eine der großen westeuropäischen Telekomunternehmen wie etwa Vodafone oder Deutsche Telekom zu veräußern. Berater Mehrheitsgesellschafter (Martin Schlaff, Dr. Josef Taus, Herbert Cordt) sowie Übernahme-Vehikel

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Die amerikanische Raritan Computer Inc., ein führender Hersteller von Keyboards und Computermäusen, hat die Peppercon AG mit Sitz in Zwickau erworben. Verkäufer waren der Investor 3i und die beiden Gründer Dr. Christian Pätz und Swen Anderson, die das Unternehmen 2000 als ein Spin-off der TU Chemnitz gegründet hatten. Peppercon produziert mit rund 25 Mitarbeitern Produkte wie Remote Management Boards. Der Umsatz lag im letzten Jahr bei knapp drei Millionen Euro. Berater Raritan Computer

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Die Kölner Element 5 AG ist von dem US-Anbieter von E-Business-Lösungen Digital River Inc. übernommen worden. Finanzierer des 1998 gegründeten Startup-Unternehmens waren die drei Venture-Capital-Investoren 3i, IKB Private Equity und Earlybird, die nun mit dem Exit einen Barkaufpreis von 120 Millionen US-Dollar einlösen konnten. Beide Unternehmen bieten Herstellern von Software Dienste zur Online-Abrechnung an. Berater Digital River

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