Karriere

Signalwirkung

Hengeler Mueller erhöht die Gehälter ihrer Associates zum Juli deutlich. Berufseinsteiger, die einen LL.M.-Titel mitbringen, bekommen statt 105.000 nun 120.000 Euro, ohne den Titel sind es 110.000 Euro. Bis zum sechsten Berufsjahr steigt das Jahresgehalt auf 185.000 Euro. Die Änderungen dürften auch für andere Top-Kanzleien Signalwirkung haben.

London

First-Year-Associates am Londoner Standort von Freshfields Bruckhaus Deringer bekommen seit Kurzem 85.000 Pfund (rund 110.000 Euro) Einstiegsgehalt – fast ein Viertel mehr als zuvor. Dies berichtete das britische Branchenmagazin 'The Lawyer'. Dafür strich die Kanzlei die bisher im ersten Berufsjahr bezahlten Boni. Auch die Gehälter für berufserfahrene Associates legten kräftig zu.

Zulieferer Hock insolvent

Der Autozulieferer Hock hat Insolvenz angemeldet. Von der Regelinsolvenz betroffen sind insgesamt rund 900 Mitarbeiter, die in acht Gesellschaften tätig sind. Für die Holding mit Sitz in Stuttgart wurde der erfahrende Insolvenzverwalter Michael Pluta bestellt.

Nebenjobs

Während Praktikanten und Referendare mit immer neuen Förder- und Ausbildungsprogrammen umworben werden, sorgen wissenschaftliche Mitarbeiter in Kanzleien und Rechtsabteilungen meist im Verborgenen für einen reibungslosen Mandatsalltag. Der Job als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (WiMi) ist dabei je nach Arbeitgeber ausgesprochen lukrativ und dient zudem oft als Türöffner für eine künftige Anstellung als Associate.

Referendariat

Nicht nur Associates, sondern auch Referendare werden in deutschen Wirtschaftskanzleien immer besser bezahlt. Inzwischen bieten mehr als 30 Kanzleien ihren Referendaren mindestens 700 Euro monatlich pro Wochenarbeitstag. In einzelnen Sozietäten sind damit bis zu 4.000 Euro im Monat möglich. Gleichzeitig schränken mehrere Bundesländer den Zuverdienst zumindest formal stärker ein.

Vergütung

Zwischen 11.000 und 12.000 Euro pro Monat können die Richter am neuen Patentgericht der Europäischen Union, dem Unified Patent Court, verdienen. Das hat das Vorbereitungskomitee Ende Februar festgelegt, wie aus einer Mitteilung des britischen Patentamtes hervorgeht. Damit würden die deutschen Patentrichter am UPC deutlich besser verdienen als an nationalen Gerichten.

Lohngefälle bei Associates

Männliche Associates in Wirtschaftskanzleien verdienen in den ersten Jahren deutlich mehr als ihre weiblichen Kollegen, die mit genauso viel Berufserfahrung auf Vollzeitbasis tätig sind. Das zeigt die azur-Associateumfrage 2015, an der insgesamt über 3.000 junge Anwälte teilgenommen haben.

Frauenförderung

Immer noch gibt es in Wirtschaftskanzleien gefühlt mehr Frauenförderprogramme als Equity-Partnerinnen. Seit Jahren stagniert der Frauenanteil in der Partnerschaft bei unter zehn Prozent. Auch die aktuelle azur-Erhebung bei 78 Kanzleien, darunter 65 der 100 umsatzstärksten Sozietäten im deutschen Markt, belegt das Ungleichgewicht. Auf dem Weg nach oben stehen den Frauen vor allem Männer im Weg. Aber auch ein unklares Bild von der eigenen Rolle verhindert den Erfolg.

Einstiegsgehälter

Der Kreis der Kanzleien, die schon Berufsanfänger mit einem Gehalt von über 100.000 Euro locken, ist abermals größer geworden und umfasst inzwischen 29 Sozietäten. Das sind sechs mehr als noch vor einem Jahr. Zu den Top-Zahlern gehören neben kleinen Transaktionskanzleien, die nur wenige freie Stellen zu besetzen haben, immer öfter auch größere Einheiten.

TTIP-Diskussion

Der Deutsche Richterbund (DRB) hat nach monatelanger Prüfung den Vorschlag der EU-Kommission abgelehnt, im Rahmen des Handelsabkommens TTIP ein EU-Investitionsgericht einzurichten. Für den neuen Gerichtshof bestehe weder eine Rechtsgrundlage noch eine Notwendigkeit, sagte DRB-Präsidiumsmitglied Dr. Peter Schneiderhan gegenüber JUVE.

Karriere

Mehr Karrierestufen, mehr Geld. Das sind zusammengefasst die Ergebnisse, die die Partnerschaft von Osborne Clarke zum Januar beschlossen hat. Das alte Associate-Partner-Modell wurde damit abgeschafft. Ab sofort durchlaufen junge Juristen die Stufen Associate, Senior Associate, Counsel und Partner. Dazu gibt es quer durch alle Senioritätsstufen ein höheres Fixgehalt, auch die Berechnung des Bonus hat sich verändert.

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