Karriere

Associategehälter

Kurz nachdem Kirkland & Ellis und Willkie Farr & Gallagher an der Gehaltsschraube gedreht haben, erhöhen weitere US-Kanzleien ihre Einstiegsgehälter für Associates. Skadden Arps Slate Meagher & Flom bietet nun 125.000 Euro im ersten Berufsjahr, bei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan sind es ab August 115.000 Euro.

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Die Nachbesetzungswelle bei der Fifa rollt nun langsam. Neuer Vorsitzender ihrer Audit- und Compliance-Kommission ist der Jurist Tomaž Vesel (49). Er folgt damit auf den Schweizer Juristen Domenico Scala, der vor zwei Monaten zurückgetreten war.

US-Gehaltsrallye erreicht Deutschland

Zahlreiche US-Kanzleien erhöhen derzeit die Einstiegsgehälter in ihrem Heimatmarkt. In diesem Zuge legen manche auch in Deutschland eine Schippe drauf: Kirkland & Ellis zahlt nun 125.000 Euro, Willkie Farr & Gallagher führt zum Juli einen Start-up-Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro ein – macht unterm Strich 130.000 Euro für einen Berufsanfänger.

US-Gehaltsrallye

Die Welle von teils massiven Gehaltserhöhungen bei amerikanischen Kanzleien hat unterschiedliche Auswirkungen auf den deutschen Markt: Während Kirkland & Ellis das Einstiegsgehalt den US-Entwicklungen anpasst und damit in die Top-Five in Deutschland aufsteigt, geben sich andere Spitzenzahler wie Sullivan & Cromwell und Milbank zurückhaltend.

Stundenlohn

39,19 Euro brutto verdient der deutsche Durchschnitts-Associate pro Stunde in einer Wirtschaftskanzlei. Dies ergab die azur-Associateumfrage 2015. In Rechtsabteilungen lag der mittlere Stundenlohn mit 39,17 Euro fast auf den Cent genauso hoch wie im Durchschnitt aller Sozietäten.

Signalwirkung

Hengeler Mueller erhöht die Gehälter ihrer Associates zum Juli deutlich. Berufseinsteiger, die einen LL.M.-Titel mitbringen, bekommen statt 105.000 nun 120.000 Euro, ohne den Titel sind es 110.000 Euro. Bis zum sechsten Berufsjahr steigt das Jahresgehalt auf 185.000 Euro. Die Änderungen dürften auch für andere Top-Kanzleien Signalwirkung haben.

London

First-Year-Associates am Londoner Standort von Freshfields Bruckhaus Deringer bekommen seit Kurzem 85.000 Pfund (rund 110.000 Euro) Einstiegsgehalt – fast ein Viertel mehr als zuvor. Dies berichtete das britische Branchenmagazin 'The Lawyer'. Dafür strich die Kanzlei die bisher im ersten Berufsjahr bezahlten Boni. Auch die Gehälter für berufserfahrene Associates legten kräftig zu.

Zulieferer Hock insolvent

Der Autozulieferer Hock hat Insolvenz angemeldet. Von der Regelinsolvenz betroffen sind insgesamt rund 900 Mitarbeiter, die in acht Gesellschaften tätig sind. Für die Holding mit Sitz in Stuttgart wurde der erfahrende Insolvenzverwalter Michael Pluta bestellt.

Nebenjobs

Während Praktikanten und Referendare mit immer neuen Förder- und Ausbildungsprogrammen umworben werden, sorgen wissenschaftliche Mitarbeiter in Kanzleien und Rechtsabteilungen meist im Verborgenen für einen reibungslosen Mandatsalltag. Der Job als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (WiMi) ist dabei je nach Arbeitgeber ausgesprochen lukrativ und dient zudem oft als Türöffner für eine künftige Anstellung als Associate.

Referendariat

Nicht nur Associates, sondern auch Referendare werden in deutschen Wirtschaftskanzleien immer besser bezahlt. Inzwischen bieten mehr als 30 Kanzleien ihren Referendaren mindestens 700 Euro monatlich pro Wochenarbeitstag. In einzelnen Sozietäten sind damit bis zu 4.000 Euro im Monat möglich. Gleichzeitig schränken mehrere Bundesländer den Zuverdienst zumindest formal stärker ein.

Vergütung

Zwischen 11.000 und 12.000 Euro pro Monat können die Richter am neuen Patentgericht der Europäischen Union, dem Unified Patent Court, verdienen. Das hat das Vorbereitungskomitee Ende Februar festgelegt, wie aus einer Mitteilung des britischen Patentamtes hervorgeht. Damit würden die deutschen Patentrichter am UPC deutlich besser verdienen als an nationalen Gerichten.

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