Heim startete seine Anwaltskarriere 2011 bei Milbank und stieg 2019 zum Equity-Partner auf. In den vergangenen Jahren arbeitete er von London aus für die deutsche Praxis an Private-Equity- und Venture-Capital-Transaktionen für internationale Großinvestoren wie Advent oder auch Carlyle.
Vor allem auch an der Seite von Dr. Norbert Rieger hat Heim in den vergangenen Jahren zahlreiche großvolumige Private-Equity-Transaktionen begleitet. Zuletzt berieten beide Carlyle unter anderem beim 7,7-Milliarden-Euro-Kauf des Geschäfts mit Autolacken und Beschichtungen von BASF.
Mandanten wie Carlyle im Visier
Rieger ist seit über 20 Jahren die prägende Figur von Milbank im deutschen Markt. Heim galt Marktbeobachtern als dessen designierter Nachfolger. Weniger mit Blick auf die Führung der Kanzlei in Deutschland, als vielmehr im Hinblick auf die Beziehungen zu zentralen Mandanten wie etwa Carlyle.
Carlyle arbeitet weltweit vor allem mit Latham & Watkins zusammen, aber auch mit Kirkland. Vor allem aber in Deutschland sind nur gelegentliche Mandatierungen, meistens im Rahmen von Bietergemeinschaften, dokumentiert. Insbesondere Heims gute Kontakte zu Carlyle dürften für Kirkland perspektivisch ein wichtiger Grund für den Zugang sein.
Verlust für die Nachfolgefrage
Mit Heim verliert die deutsche Milbank-Praxis einen etablierten Partner mit guten Beziehungen zu Mandanten. Mit Blick auf die Nachfolgefrage in der M&A-Praxis dürfte der Verlust jedoch in der Zukunft schwerer wiegen als aktuell.
Denn Milbank bleibt gut aufgestellt: In Frankfurt und München zählt die Kanzlei auch nach dem Weggang Heims noch 20 Partner. Zuletzt verstärkte sie sich unter anderem mit Dr. Jan Häller von Hengeler Mueller, der dort Anfang 2025 zum angestellten Partner in Frankfurt ernannt worden war. In der Altersklasse von Heim übernimmt zudem Dr. Leopold Riedl Verantwortung in der M&A-Praxis von Milbank. Zum Jahresbeginn ernannte sie Dr. Sarah-Maria Resch zur Partnerin in der M&A-Praxis.
Auch München jetzt auf Wachstumskurs
Bei Kirkland trifft Heim auf ein Team, das seit Mitte 2024 auch in Frankfurt wächst. Damals hatte die bis dahin vor allem auf Prof. Dr. Benjamin Leyendecker fokussierte deutsche Praxis den M&A-Partner Dr. Tobias Larisch von Latham & Watkins loseisen können, um in Frankfurt ein Büro zu eröffnen.
Deutschland ist seitdem das erste Land außerhalb der USA, in dem Kirkland mehr als ein Büro unterhält. Zum heutigen Tag sind in Frankfurt 25 Berufsträger aktiv.
In München, wo die Kanzlei aktuell rund 45 Berufsträger beschäftigt, war zuletzt weniger Teamaufbau zu beobachten. Mit Dr. David Huthmacher und Dr. Sebastian Häfele zog es zwei Partner zu Willkie Farr & Gallagher. Zum Jahreswechsel war zudem der langjährige Equity-Partner Attila Oldag aus der aktiven Partnerschaft ausgeschieden. Mit Heim setzt die Kanzlei auch hier den nächsten Wachstumsimpuls.