Neue Heimat

Alexander Hemmelrath geht zu Norton Rose Fulbright

Der namhafte Steuerrechtler Prof. Dr. Alexander Hemmelrath schließt sich zum Juli Norton Rose Fulbright an. Der 60-Jährige kommt als Partner und soll am Münchner Standort die Steuerrechts- und Nachfolgeberatung vorantreiben. Hemmelrath war im Februar bei der Steuerberatungsgesellschaft WTS ausgeschieden.

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Alexander Hemmelrath
Alexander Hemmelrath

Bei Norton Rose wird Hemmelrath vor allem den Bereich Steuerstrukturierung ausbauen, insbesondere an der Schnittstelle zur Stiftungs- und Nachfolgeberatung. Der Steuerspezialist gilt vor allem bei Eignerfamilien, aber auch in Konzernvorständen als gut vernetzt. „Ich freue mich sehr auf meine neuen Herausforderungen und darauf, bald Teil einer so global aufgestellten Kanzlei wie Norton Rose Fulbright zu sein“, sagte Hemmelrath.

Der studierte Betriebswirt und Jurist ist als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater qualifiziert und zudem promovierter Steuerrechtler, aber kein zugelassener Rechtsanwalt. 1987 war er einer der beiden Gründer der multidisziplinären Partnerschaft Haarmann Hemmelrath & Partner. Diese wuchs schnell zu einer der größten Beratungsgesellschaften in Deutschland. Allerdings wurde sie – nicht zuletzt aufgrund eines langwierigen Haftungsrechtsstreits – ab Ende 2005 abgewickelt.

Einen Teil der Kanzlei führte der Steuerspezialist anschließend unter der Firmierung Hemmelrath & Partner weiter. 2007 ging die Einheit mit der französischen Steuerberater- und WP-Kanzlei Mazars zusammen (mehr…). 2011 wechselte Hemmelrath mit einem mehrköpfigen Team zur Münchner MDP-Kanzlei WTS und wurde dort Co-Vorstand (mehr…). Im Februar 2013 verließ er die Kanzlei wegen strategischer Differenzen mit seinem Vorstandskollegen Fritz Esterer (mehr…). 

Mit der Entscheidung für eine internationale Großkanzlei macht Hemmelrath nun einen ähnlichen Schritt wie sein früherer Namenspartner Prof. Dr. Wilhelm Haarmann, der sich vor Kurzem Linklaters anschloss (mehr…).

Viele Veränderungen bei Norton Rose Fulbright

Die Norton Rose-Steuerrechtspraxis hatte zuletzt mehrere Abgänge am Frankfurter Standort hinnehmen müssen. Zum Jahreswechsel verabschiedete sich Equity-Partner Dr. Uwe Hartmann mit zwei Salary-Partnern in Richtung FPS Fritze Wicke Seelig (mehr…). Derzeit sind 18 Anwälte bei Norton Rose im Steuerrecht tätig, davon 4 Partner. Leiter der Praxis ist Dr. Uwe Eppler, der 2011 von DLA Piper gekommen ist (mehr…). 

„Mit Alexander Hemmelrath gewinnen wir eine herausragende Persönlichkeit und gleichzeitig einen außerordentlich qualifizierten und erfahrenen Partner. Mit ihm erhöhen wir die Visibilität unserer globalen Steuerkompetenz enorm“, sagte Dr. Alexander von Bergwelt, Senior-Partner der Kanzlei in Deutschland.

Auch außerhalb des Steuerbereichs ist Norton Rose seit mehreren Jahren im Umbruch. In Hamburg eröffnete die Kanzlei vor zwei Jahren mit einem Großteil der dortigen DLA-Mannschaft ihren dritten deutschen Standort. Neben Eppler kamen damals sechs weitere Partner hinzu (mehr…). Zu den namhaften Quereinsteigern der letzten Jahre gehört auch die Konfliktlösungsexpertin Dr. Patricia Nacimiento, die im Herbst 2011 von White & Case gekommen ist (mehr…).

Allerdings verlor Norton Rose auch immer wieder anerkannte Partner, insbesondere am Frankfurter Standort. 2011 verabschiedete sich mit Frank Herring einer der bedeutendsten Bank- und Finanzrechtler der Kanzlei. Er ging zu Allen & Overy (mehr…). Zuletzt wechselte der bekannteste Frankfurter Corporate-Partner Dr. Nico Abel zu Herbert Smith (mehr…). Dafür stießen wiederholt neue Salary-Partner zur Frankfurter Mannschaft, so etwa im Arbeits- (mehr…) und Investmentrecht (mehr…).

International wuchs die Kanzlei durch Fusionen in Australien, Südafrika und Kanada. Zuletzt folgte der Zusammenschluss mit der US-amerikanischen Sozietät Fulbright & Jaworski (mehr…). Seit Anfang Juni firmiert die Kanzlei als Norton Rose Fulbright.

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