Markt und Management

Washington

Michael Hausfeld, einer der Namenspartner der bekannten US-Sammelklägerkanzlei Cohen Milstein Hausfeld & Toll, hat die Kanzlei verlassen. Künftig firmiert er unter eigenem Namen als Hausfeld LLP, nach eigenen Angaben begleiten ihn 25 bis 30 Cohen Milstein-Anwälte in die neue Einheit. Hausfeld hatte Cohen Milstein Hausfeld & Toll vor 22 Jahren mitgegründet und leitete dort die angesehenen Praxisgruppen Kartellrecht und Internationales. Außer dem Hauptsitz in Washington will Hausfeld Büros in London, New York und San Francisco eröffnen. Erst im Mai 2007 hatte Cohen Milstein in London eröffnet, im Markt wird nun über einen möglichen Wechsel des Büros zu Hausfeld spekuliert. Das Londoner Büro zählt fünf Anwälte, davon drei Partner.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Münster

Die Dortmunder Sozietät Spieker & Jaeger fusioniert zum Januar 2009 mit einem Teil der Kanzlei Dr. Hoffmeister & Tarvenkorn in Münster. Mit dem Münsteraner Oliver Tarvenkorn (40), der als Partner einsteigt, und dem Associate Dirk Venschott (32) kommen zwei Patentanwälte hinzu. Tarvenkorn verlässt die Kanzlei nach zehn Jahren, seit Anfang 2001 war er Partner. Er wird den neuen Spieker & Jaeger-Standort im Hafenviertel Münsters leiten.

Neues Büro

Die öffentlich-rechtliche Boutique Gaßner Groth Siederer & Coll. expandiert nach Westen: Mit Anwälten von Buse Heberer Fromm wird die Berliner Kanzlei einen zweiten Standort in Köln eröffnen. Anfang 2009 nehmen Dr. Ralf Gruneberg (44) und Ulrich Cronauge (60) ihre Arbeit für GGSC auf. Ursprünglich hätte auch Dr. Harald Huffmann (41) zu dem Startteam von GGSC gehören sollen. Er kehrte aber kurzfristig zu PwC zurück. Gruneberg war bei Buse Leiter der Praxisgruppe Öffentliches Recht und hatte diese seit seinem Wechsel vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) im September 2004 maßgeblich aufgebaut. Cronauge, der früher ebenfalls beim VKU tätig war, verstärkte im September 2006 als of Counsel die Praxis. Er berät insbesondere im Gemeindewirtschaftsrecht. Zuletzt kam Anfang 2008 Huffmann von PricewaterhouseCoopers als Salary-Partner an Bord. Er ist vor allem in der Beratung zu Fragen der kommunalen Vor- und Entsorgung erfahren.

Berlin

Die auf die Beratung von Non-Profit-Organisationen ausgerichtete Kanzlei MSBH Bernzen Sonntag verstärkt ihr Berliner Büro. Ab Dezember stößt Dr. Detlef Gottschalck (45) aus der Hamburger Finanz- und Kulturbehörde hinzu. Gottschalck war vor vier Jahren aus seiner Stellung als Partner bei der Hamburger Kanzlei Schulz Noack Bärwinkel als Staatsrat in die Politik gewechselt, nachdem die CDU bei der Hamburger Bürgerschaftswahl die absolute Mehrheit errungen hatte. Nun ging Gottschalcks Zeit als Staatsrat zuende.

Licht aus

Die letzten verbliebenen Partner von FPS Fritze Paul Seelig in München haben die Kanzlei verlassen. Dr. Marcus Helfrich (45), der 2002 einer der Gründungspartner des Münchner FPS-Büros war, hat sich selbstständig gemacht. Bereits seit Anfang Oktober firmiert das Büro als LBC Helfrich Rechtsanwälte. Mitte November wechselte nun auch die zweite verbliebene Partnerin des Münchner Büros, Brigitte Münch (35), zu Heisse Kursawe Eversheds."Die Trennung erfolgte in aller Freundschaft und im besten Einvernehmen," sagte Dr. Robin Fritz, geschäftsführender Partner von FPS in Frankfurt. "Unser Anspruch ist eine bundesweite Aufstellung. Dafür braucht man an jedem Standort eine vergleichbare Stärke und Kompetenz, die wir in München bedauerlicherweise nicht erreichen konnten."

Goodbye Mayer Brown

Lange war Wilmer Hale auf der Suche nach einem Frankfurter Team. Jetzt eröffnen vier Mayer Brown-Partner das zweite Deutschland-Büro für die US-Kanzlei: Schon Mitte Dezember nehmen Corporate-Partner Dr. Rüdiger Herrmann (42), IP-Spezialist Reinhart Lange (51), Litigator Dr. Christofer Eggers (48) und Regulierungsexperte Dr. Hans-Georg Kamann (40) ihre Arbeit unter dem neuen Dach auf.

Lovells

David Harris bleibt weltweiter Managing Partner von Lovells. Der 54-Jährige, der diesen Posten seit 2004 innehat, setzte sich am Wochenende bei der Partnerversammlung in Wien gegen Dr. Harald Seisler (55) aus Frankfurt durch.Derzeit ist nicht bekannt, wie die Mehrheitsverhältnisse bei der Wahl ausgesehen haben. Bereits im Vorfeld war jedoch ein knapper Wahlausgang erwartet worden.

Patentrecht

Die Namenspartner der Münchner Patentanwaltskanzlei Bosch Graf von Stosch Jehle gehen zukünftig getrennte Wege. Ende Oktober haben sie die alte Kanzlei aufgelöst.

Düsseldorf

Dr. Mathias Klümper (34) verstärkt Anfang Dezember die Düsseldorfer Kanzlei Lützeler Nießen und Partner. Klümper kommt von Clifford Chance, wo er der renommierten Industriegruppe Healthcare, LifeScienes and Chemicals um den bekannten Medizinprodukte-Spezialisten Dr. Peter Dieners angehörte. Der Pharmarechtler hat bei Clifford vor allem Arzneimittel- und Medizinproduktehersteller im Bereich Business Compliance beraten. Bei der jungen Pharma-Boutique steigt er als dritter Partner ein.

USA

Zum Jahresanfang schließen sich Bryan Cave und die in Atlanta ansässige Kanzlei Powell Goldstein zusammen. Die so entstehende Kanzlei, die weiter unter Bryan Cave firmieren wird, umfasst dann weltweit mehr als 1.200 Anwälte, verteilt auf 25 Büros."Der Zusammenschluss erweitert unsere Präsenz in wichtigen Märkten im Südosten der USA und in Texas", so Don Lents, Chairman von Bryan Cave. Und James McAlpin, Chairman von Powell Goldstein, sagt: "Wir haben nach Wegen gesucht, unsere Mandanten innerhalb der USA und international noch besser zu unterstützen."

HVB

Dr. Thomas Heidel, Besonderer Vertreter der HypoVereinsbank (HVB), hält seine Anfang der Woche vom Mehrheitseigentümer UniCredit betriebene Absetzung für rechtswidrig. "Es ist rechtsmissbräuchlich, wenn derjenige, dem ein Griff in die Kasse der Bank vorgeworfen wird, seine Aktionärsstellung eigennützig dazu einsetzt, die eigene Inanspruchnahme zu verhindern", sagte der 51-jährige Aktienrechtler und Partner von Meilicke Hoffmann aus Bonn.Heidel steht schon seit langem im Mittelpunkt eines aktienrechtlich ungewöhnlichen Falles. Er war auf der Hauptversammlung im Juni 2007 durch die Minderheitsaktionäre der HVB als Besonderer Vertreter bestellt worden, als diese ein gerichtliches Vorgehen gegen UniCredit beschlossen hatten.

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