Markt und Management

Die vor allem für die Arbeit im Pharma- und Patentrecht bekannte Hamburger IP-Boutique von Dr. Rolf Schultz-Süchting hat zum Juli einen Quereinsteiger aus dem In-house-Bereich gewonnen. Dr. Lars Kröner (35) kam von Gruner + Jahr, wo er rund vier Jahre als Justiziar im Bereich Gewerblicher Rechtsschutz tätig war und vor allem G+J-Marken betreute. Sein künftiger Praxisschwerpunkt wird entsprechend IP mit Schwerpunkt Presse- und Verlagsrecht sein.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Seit 1. Juli 2003 verstärkt Beate Kirchner die auf Anlegerschutz spezialisierte Frankfurter Kanzlei Nieding + Barth.Kirchner, die seit sechs Jahren als Anwältin zugelassen ist, war zuvor bei der Verbraucher-Zentrale Hessen tätig. Pflichtverletzungen beim Begeben von Kapitalanlagen bildeten bereits dort ihren Schwerpunkt. In der Kanzlei wird Kirchner unter anderem auch Rechtsfragen im Zusammenhang mit Altersvorsorge und Lebensversicherungen zu ihrem Arbeitsbereich zählen - Themen, die die Kanzlei seit einiger Zeit ausbaut.

Schulden, Abgänge

Nach einer Reihe von Abgängen führender Partner kursieren Berichte über die kurz bevorstehende Auflösung der 300 Berufsträger zählenden Kanzlei Altheimer & Gray, mit Hauptsitz in Chicago. In den vergangenen zwei Jahren hatte die Kanzlei vergeblich versucht, die Profitabilität zu sichern, nachdem sie zuvor stark in Osteuropa und kürzlich auch nach Paris und San Francisco expandiert war.

Wechsel

Der anerkannte Verwaltungsrechtler Dr. Lutz Eiding, ehemals Mitglied der Würzburger Kanzlei Baumann Krüger Eiding, hat sich zum 1. August 2003 gemeinsam mit seinem bisherigen Mitarbeiter Dr. Frank-Florian Seifert der Hanauer Kanzlei Nickel, Dröse, Zabel, Scharff & Sozien angeschlossen. Nach dem Ausscheiden von Ralph Krüger am Jahresanfang war die renommierte Verwaltungsrechts-Boutique in die Teilsozietäten Eiding Rechtsanwälte und Baumann Rechtsanwälte zerfallen.

Gegen angebliche Pläne von Linklaters, das New Yorker Büro der Kanzlei massiv durch Quereinsteiger zu verstärken, hat in London eine Gruppe jüngerer Partner protestiert. Das berichtete "The Lawyer" im Juni unter Berufung auf kanzleiinterne Quellen. Gefordert werde, dass der New Yorker Standort vor einer Neuverpflichtung von Partnern zunächst grundlegend restrukturiert werde, schreibt das Blatt. Erklärtes Ziel der Linklaters-Führung ist eine deutliche Verstärkung des Büros.

Partner-Ausstieg bei Hammonds und Knauthe

Zum 1. Juli 2003 haben sich Dr. Uwe Ritter (45) und Holger Sieversen (55) unter dem Namen Ritter & Sieversen am Berliner Kurfürstendamm selbstständig gemacht. Ritter schied als Partner bei der Kanzlei Hammonds aus, deren Berliner Büro er von Knauthe Paul Schmitt kommend im März 2001 mitgegründet hatte. Knauthe-Partner Sieversen, der Ritter noch aus gemeinsamer Tätigkeit kennt, hat sich ihm angeschlossen.

Freshfields in Paris

Bertrand Pellet (38), Corporate Partner bei Norton Rose im Pariser Büro, wechselt zu Freshfields Bruckhaus Deringer. Der Anwalt bringt vor allem Erfahrung bei Akquisitionsfinanzierungen mit, aber auch im Bereich Private Equity und Private M&A.

Das Londoner Büro von McDermott Will & Emery, das bislang als eines der erfolgreichsten unter den Niederlassungen von US-Kanzleien galt, hat mit Stephanie Liston und Jonathan Ivinson zwei weitere Partner verloren. Nachdem dieses Jahr bereits drei andere Partner den Standort an der Themse verlassen haben, ist damit nun ein Fünftel des noch zu Jahresanfang 25 Partner zählenden Büros gegangen.

Nach drei Jahren gehen die Namenspartner der Kölner Insolvenzkanzlei Dr. Nerlich Kreplin wieder getrennte Wege: Georg Kreplin verließ Anfang Juli 2003 das Düsseldorfer Büro und machte sich in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt selbstständig.Bereits Ende Mai hatte sich mit Florian Dennler ein weiterer Partner aus der Bonner Dependance der Kanzlei in die Selbstständigkeit verabschiedet.

Deutsche Anwälte sehen die zunehmende Internationalisierung ihres Berufsstandes kritischer als ihre Kollegen in anderen Ländern. Dies ergab eine internationale Vergleichstudie.Die Studie wurde im Juli 2003 von der International Bar Association und dem Anbieter von Rechtsinformationen LexisNexis veröffentlicht. Befragt wurden 700 Anwälte aus insgesamt acht Ländern.

Ein Dutzend mittelständische Baurechts-Boutiquen blasen zum Sturm auf die Großen. Mit Einrichtung des "Netzwerks Bauanwälte" wollen sie bundesweite Präsenz und Manpower mit günstiger Kostenstruktur und Selbstständigkeit kombinieren.Ziel ist, in den großen Städten und Regionen vertreten, aber möglichst nicht doppelt besetzt zu sein.

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