Markt und Management

Das 5-köpfige Bonner Schürmann-Büro hat sich zur Jahresmitte vollständig Andersen Luther angeschlossen und zog wenige Kilometer rheinabwärts nach Köln.Rüdiger Bonnmann und Jutta Wittler, die bislang das Bonner Büro von Coudert Schürmann leiteten, sind zum 1. Juli 2000 als Partner in das Kölner Büro von Andersen Luther gewechselt. Auch die anderen Mitglieder des Teams, die beiden Of-counsel Gerhard Feldhaus und Dr. Lorenz Mainczyk sowie Associate Ingo Erberich werden bei Andersen in Köln tätig sein. Schwerpunkte der Arbeit werden auch weiterhin das Bau- und Immobilienrecht und das Umweltrecht (insbesondere Altlasten und Immissionsschutz) sein. Damit erhält Andersen, die sich durch die Fusion mit Luther & Partner bereits zum Jahresanfang im Baurecht erheblich verstärkte, auch am Kölner Standort eine entsprechende Praxisgruppe. In Köln ist bisher auch die Projektsteuerungsgesellschaft von Arthur Andersen bei prominenten Bauprojekten tätig geworden.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Commerical Law Affiliates (CLA), mit weltweit 200 Kanzleien und fast 5.000 Anwälten in 70 Ländern, nach eigener Aussage das größte Netzwerk unabhängiger Kanzleien im Handelsrecht, hat mit 15 europäischen Mitgliedskanzleien aus 14 Ländern CLA Europe gegründet. Das Bündnis umfasst 1.250 Anwälte und versteht sein grenzüberschreitendes Beratungsangebot als Alternative zu der wachsenden Zahl voll fusionierter Großkanzleien. Deutsche Mitgliedskanzlei ist Knauthe Paul Schmitt mit 65 Anwälten in Berlin, Frankfurt und an sechs weiteren Standorten.

Das Justizministerium von Singapur hat sieben neue Lizenzen für Joint Ventures zwischen Anwaltskanzleien vergeben. Erstmalig können sich internationale Kanzleien aufgrund der Erlaubnisse im einheimischen Markt niederlassen.Fünf der sieben Lizenzen erhielten europäische Kanzleien mit Wurzeln in der Londoner City. Fast alle führenden Kanzleien Singapurs sind jetzt in einen der großen internationalen Verbünde eingetreten: Allen & Gledhill bei Linklaters, The Wong Partnership bei Clifford Chance Pünder, Drew & Napier bei Freshfields Bruckhaus Deringer, Shook Lin & Bok bei Allen & Overy und Lee & Lee bei Lovells Boesebeck Droste.

Prof. Friedrich Quack, ehemaliger Richter am BGH im VII. Senat für privates Bau- und Architekten- und Ingenieurrecht, wird Partner bei De Witt Oppler. Quack wird den Berliner Standort der im Bau-, Immobilien- und Vergaberecht bekannten Kanzlei verstärken. Er ist u.a. stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Baurecht und Honorarprofessor an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Berlin.

Nach nur wenigen Monaten hat der Wirtschaftsstrafrechtler Kai Hart-Hönig, der erst zum 1. Februar von Clifford Chance Pünder als Partner ins Münchner Büro von Oppenhoff & Rädler Linklaters & Alliance gewechselt war, die Sozietät wieder verlassen. Ein Wechsel zu einer anderen Kanzlei ist derzeit nicht bekannt. Hart-Hönig, ehemaliger Frankfurter Staatsanwalt im Sonderdezernat Großverfahren und praxiserfahren in den Bereichen Unternehmens-, Insolvenz-, Bilanz- und Steuerstrafrecht, sollte dem neu etablierten Münchner Kompetenzzentrum Forensic Services angehören. Hier verfügt die Kanzlei mit dem starken Litigation-Team, dem Steuerstrafrechtler Dr. Uwe Clausen und dem weiteren ehemaligen Staatsanwalt Bernhard Swienty (vor allem tätig in Großverfahren Produktpiraterie, Betrug und Untreue) über vielfältige Expertise. Zu einer Stellungnahme war die Kanzlei nicht bereit.

Zum 30. Juni verließ Dr. Martin Dieckmann, zuletzt verantwortlicher Partner für öffentliches Wirtschaftsrecht im Frankfurter Feddersen-Büro, die Sozietät und trat bei Esche Schümann Commichau ein. Damit kehrt er nach nur halbjähriger Abwesenheit nach Hamburg zurück, wo er bereits 6 Jahre für Feddersen tätig war. Dieckmann, der insbesondere für seine Arbeit in öffentlichem Bau-, Umwelt- und Vergaberecht bekannt ist, wird auch an seiner neuen Arbeitsstätte als Partner für öffentliches Wirtschaftsrecht zuständig sein.

Jim Venit, einer der Seniorpartner des Brüsseler Büros von Wilmer, Cutler & Pickering, hat zur Jahresmitte die Sozietät – wie es heißt: „aus persönlichen Gründen“ – verlassen. Der bekannte Kartellrechtler wechselte innerhalb Brüssels in das sehr viel kleinere Büro der ebenfalls aus den USA stammenden Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meacher & Flom.

Hans Stamm, zuletzt Steuerpartner des Münchner Büros von Raupach & Wollert-Elmendorff, ist zum 1. Juli gemeinsam mit seinem Team von drei angestellten Anwälten als Partner zu Clifford Chance Pünder am gleichen Ort gewechselt. Stamm, seit 1994 bei Deloitte Touche und ab 1998 bei der eng mit Deloitte verbundenen Anwaltsgesellschaft von Prof. Dr. Arndt Raupach, gilt als besonders erfahren in den Bereichen strukturierte Finanzierungen, Private Equity, Kapitalmärkte und internationale Steuersachverhalte. Er verstärkt bei CCP das anerkannte Team um Steuer- und Finance-Partner Dr. Patrick Biagosch und Corporate-Partnerin Annette Kespohl. Zu den von München aus beratenen Mandanten Stamms gehören vor allem britische und US-Asset-Management-Gesellschaften (Auslandsfonds), zwei Privatbanken (Private-Equity-Fonds), je eine deutsche und US-Bank (strukturierter Finanzierungen) sowie zwei Hightech-Unternehmen (geplanter Börsengang). Den Zugang des prominenten Quereinsteiger kommentierte Dr. Michael Weller, Mitglied der deutschen CC-Geschäftsführung: „Wir wollen in Deutschland zur führenden Anwaltssozietät im Bereich Finance werden. Daher freuen wir uns sehr, dass sich eine Beraterpersönlichkeit wie Hans Stamm entschlossen hat, zu uns zu kommen. Wir waren schließlich nicht die einzigen, die seine besonderen Fähigkeiten erkannt haben.“

Horst Langel (61), seit 1994 Leiter der Steuerabteilung der Deutschen Bank und dort federführend mit allen nationalen wie internationalen Steuerfragen befasst, ist zum 1. Juli ins Frankfurter Büro von Gleiss Lutz Hootz Hirsch gewechselt. Die bisherige Steuerpraxis Langels (RA, StB, WP, Dipl.-Kfm.) umfasst außerdem u.a. die langjährige Tätigkeit als Geschäftsführer der Steuerberatungsgesellschaft des Klöckner-Konzerns. Bei Gleiss wird Langel vor allem das internationale Know-how des von dem Stuttgarter Gleiss-Partners Dr. Wolfgang Blumers geleiteten Fachbereichs Steuerrecht verstärken.

Mit Dr. Jörg Siegels konnte Lovells Boesebeck Droste für ihre im vergangenen Jahr dezimierte deutsche Steuerpraxis einen Quereinsteiger gewinnen. Siegels kommt aus dem Stuttgarter Stammbüro von Gleiss Lutz Hootz Hirsch, wo er als Salaried-Partner mit Schwerpunkt Börsengänge/Corporate Finance tätig war. Er wird das Frankfurter Lovells-Büro im Bereich des internationalen Steuerrechts verstärken. Unter den 22 kürzlich neu zu Partnern ernannten Lovells-Anwälten ist mit Stephan Geibel aus dem Münchner Büro auch ein jüngerer, im Markt bereits geschätzter Steuerrechtler Mitglied der Sozietät. Erst kürzlich hatte Lovells ihr Pariser Büro mit Hervé Israel (kam von BNP) und den New Yorker Standort mit Joe Gruber, der von Shearman & Sterling kam, durch zwei weitere Quereinsteiger im Steuerrecht verstärkt. „Gleiss hat es bisher nicht geschafft zu fusionieren. Das ist für mich schon etwas enttäuschend, da ich ein international geprägtes Praxisumfeld anstrebe“, wird Siegels von dem britischen Fachblatt The Lawyer zur Motivation seines Wechsels zitiert. Für Gleiss ist der Weggang von Siegels ein weiterer Verlust namhafter Anwälte der mittleren Ebene in kurzer Zeit.

Anouschka Zagorski ist Lovells Boesebeck Droste beigetreten und wird vom Frankfurter Büro aus im Bereich strukturierte Finanzierungen aktiv sein. Zagorski arbeitete zuvor im Frankfurter Büro von Clifford Chance Pünder. Sie hat sich einen hervorragenden Ruf für Flugzeugfinanzierungen erworben. Robin Hallam, Leiter des Bereiches Asset Finance bei Lovells in London, erklärt: „Eine unserer Prioritäten bei dem Zusammenschluß von Lovell White Durrant und Boesebeck Droste war es, das Leistungsangebot für unsere Mandanten auf dem Gebiet Asset Finance-Transaktionen – speziell im Flugzeugsektor – zu stärken. Anouschka wird unsere Präsenz in diesem Markt entscheidend vergrößern.“

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