Markt und Management

Gleiss Lutz-Partner Dr. Eckart Schweyer hat zum Frankfurter Büro von Freshfields Deringer gewechselt. Schweyer war vorher im Bereich Steuerrecht und M&A des Stuttgarter Büros von Gleiss tätig. Bei den Fusionsverhandlungen zwischen Freshfields und Gleiss, die vor einiger Zeit gescheitert waren, spielte Schweyer, wie aus Quellen in beiden Sozietäten verlautete, eine führende Rolle. Die Sprecher der Kanzleien lehnten einen Kommentar ab.

Personalien

Personalien Icon
Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Onno Brouwer, seit 1989 Partner bei Stibbe Simont Monahan Duhot und einer der erfahrensten und bekanntesten Wettbewerbsrechtler in den Niederlanden und Brüssel, wechselt in das Amsterdamer Freshfields-Büro. Brouwer hat große Transaktions- und Litigation-Erfahrung im EU- und niederländischen Wettbewerbsrecht und verfügt aufgrund einer früheren Tätigkeit am Europäischen Gerichtshof über einen guten Ruf bei Gerichten der Niederlande und den europäischen Gerichten in Luxemburg. Er ist Präsident der permanenten Delegation des Rates der Anwalts- und Juristengesellschaften der EU (CCBE) bei dem Europäischen Gerichtshof und dem Europäischen Gericht Erster Instanz. Ferner ist er Vorsitzender der Abteilung Wettbewerbsrecht der CCBE. Mit Brouwer und dem vor wenigen Wochen bereits zu Freshfields gestoßenen niederländischer Wettbewerbsrechtler Winfred Knibbler, ist die Zahl der Partner im Amsterdamer Büro damit auf 14 gestiegen. Ian Hewitt, Managing Partner in Amsterdam, kommentiert: „Onno Brouwers Zugang unterstreicht unsere Absicht, eine hochqualifizierte Wettbewerbs- und M&A-Praxis in Amsterdam aufzubauen. Seine Fähigkeiten und Erfahrungen passen optimal zu unserem Team, und wir sind sehr erfreut über sein Kommen.“

Dr. Andreas Rittstieg, Partner bei Bruckhaus in Hamburg und bis vor kurzem Mitglied des Management-Ausschusses, wird im Spätsommer die Kanzlei verlassen. Er scheidet aus privaten Gründen aus. „Bruckhaus ist für mich die beste deutsche Anwaltskanzlei“, betont er. Rittstieg wird seine eigene Kanzlei gründen, zunächst als Einzelkämpfer. Zielmandanten sind Start-up-Unternehmen, die er „von der Garage bis zur Börse“ begleiten wird. Rittstieg berichtet zur Perspektive: „Ich werde mich eher auf die konzeptionelle Arbeit konzentrieren, in der Hoffnung mehr Freiräume für andere Aktivitäten zu gewinnen.“

Die Gießener Sozietät Von Haecks Helduser, Kleiner, Nemitz, Märten & Kollegen hat sich getrennt. Zum 1. April haben sich Von Haecks Bender Dr. Spies konstituiert. Sie will mit vier Anwälten im Bank-, Arbeits-, Gesellschafts-, Wettbewerbs- und Baurecht beraten. Der andere Teil, Helduser Kleiner Nemitz Richtberg & Märten bleibt überwiegend auf das Strafrecht konzentriert und unterhält weiterhin das vorher gemeinsame Büro in Erfurt. Erst vor wenigen Jahren hatten die Kanzleien fusioniert, was im Gießener Markt Verwunderung hervorgerufen hatte.

In Kooperation mit dem britischen Wirtschafts- und Finanzmagazin Economist hat die internationale Sozietät Baker & McKenzie ein Internetportal für E-Commerce-Interessierte eröffnet. Das kostenfreie Angebot hält unter der Adresse www.ebusiness.com Fallstudien sowie Informationen über Trends und Rechtregeln im E-Commerce bereit. Zielgruppe dieses Services sind Unternehmen, die E-Commerce einführen wollen.

Zum ersten Mal hat eine Londoner Barrister-Kanzlei (engl. Ausdruck: Set; die Red.) ein Büro in Deutschland eröffnet. Dr. Michael Peglow, seit einigen Jahren Anwalt in Düsseldorf, ist Mitglied der auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Set 3-4 South Square und spezialisiert in Derivaten, im Wirtschaftsstrafrecht und Schiedsgerichtsverfahren. Die Kanzlei in 3-4 South Square ist vor allem für ihre Prozessführung im Insolvenz-, Restrukturierungs- und Bankenbereich bekannt. Einige der Londoner Barrister-Kanzleien sind in den letzten Jahren zunehmend unter Konkurrenzdruck durch die großen Solicitor-Kanzleien geraten. Sie haben darauf reagiert, indem sie direkte Kontakte zu ausländischen Mandanten und Kanzleien aufbauen. „Wir haben viel Arbeit, die ursprünglich aus Deutschland stammt“, erklärt Senior Clerk Paul Cooklin. „Wir wollen unseren Mandanten – ausländische Kanzleien sowie Unternehmen – den direkten Kontakt zu uns ermöglichen.“

Die Rheinische Sozietät Schmitz Knoth Wüllrich Marquardt hat ihre Standorte Bonn und Köln zu Kompetenz-Zentren umstrukturiert. In Bonn beraten die Kollegen künftig in wirtschafts- und privatrechtlichen Fragen; auch die Prozessführung wird hier angesiedelt sein. Das Kölner Büro wird sich ganz dem internationalen und deutschen Vertragsrecht auch in Bezug auf das M&A-Geschäft widmen. Die Bonner Partner Dr. Norbert Knüppel und Dr. Norbert Knittlmayer und ein weiterer Kollege wechseln dauerhaft in das Kölner Büro, das in Kürze ausgebaut werden soll.

Die Frankfurter Sozietät Kappus & Hartmann hat die Fusion mit einem Berliner Notariat und einem Frankfurter Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsbüro angekündigt. Das Notarbüro Glomb & Glomb befindet sich in Charlottenburg, während das Frankfurter Büro von Kappus & Hartmann Wirtschaftsprüfer und Steuerberater von Weihrauch & Kapp übernommen hat. Zwischen den Frankfurter Anwälten und Wirtschaftsprüfern besteht seit vielen Jahren eine Zusammenarbeit.

Seit März gehört Dr. Christopher Frantzen nicht mehr zu CMS Hasche Sigle Eschenlohr Peltzer. Frantzen, der aus dem Fischötter, Micheli & Partner-Zweig in Hamburg stammte und über sieben Jahre der Kanzlei angehörte, war maßgeblich am Aufbau des Berliner Hasche- Standortes beteiligt. Jetzt steht für ihn nach eigener Aussage die Tätigkeit als Notar im Grundstücks-, Erb- und Gesellschaftsrecht im Vordergrund. Da nach der Novelle des Beurkundungsgesetzes die Synergieeffeke für Anwaltsnotare mit Notariatsschwerpunkt in Sozietät mit Anwälten eher nachgelassen hätten, sei dieser Schritt konsequent. Die Trennung von seinen Sozien sei fair und in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt. „Sehr angenehm“, lautet Frantzens erstes Resümee über seinen Start als „Einzelkämpfer“. Viktor Rosenberg, der aus Altersgründen demnächst bei CMS ausgeschieden wäre, wird Frantzen beim Aufbau seiner Praxis in den nächsten Jahren begleiten.

Die US-Kanzlei Weil, Gotshal & Manges wird ihr erstes deutsches Büro in Frankfurt eröffnen und konnte dazu zwei prominente Quereinsteiger gewinnen: Josef Tobien, Leiter der Übernahme-Kommission der Deutschen Börse, und die Finance-Anwältin Dr. Liza Kroeger, zuletzt Partnerin im Frankfurter Büro von Jones, Day, Reavis & Pogue. Beide Neuzugänge werden bei Weil Gotshal zu Dr. Geza Toth stoßen, der im vergangenen Jahr von Feddersen Laule Ewerwahn Scherzberg Finkelnburg Clemm kam und als Londoner Partner die Arbeit des neuen Frankfurter Büros koordinieren wird.Tobien hat sich im Frankfurter Markt als Spezialist für Übernahmen profiliert, nicht zuletzt aufgrund seiner dominierenden Rolle in der Übernahmeschlacht um Vodafone/Mannesmann. Ein führender Bankrechtler am Ort bezeichnet ihn als „großen Fang, einen der besten Köpfe im Markt“. Überdies wird Tobien, der auch die Büros für Neuemissionen sowohl an der Frankfurter Börse wie am Neuen Markt leitet, in den Worten eines führenden IPO-Anwalts „großes Geschick im Umgang mit all den widerstreitenden Interessen von Investmentbankern, Beratern und Emissionären“ bescheinigt.

Schilling, Zutt & Anschütz, eine der renommiertesten deutschen Praxen im Gesellschaftsrecht, fusioniert und zerfällt gleichzeitig in zwei Hälften. Die Mehrzahl der Partner am Mannheimer Stammsitz der Sozietät wird in diesen Tagen aller Voraussicht nach den Zusammenschluss mit der US-Kanzlei Shearman & Sterling bekannt geben. Acht weitere Partner unter Führung des Frankfurters Büros haben sich dagegen für einen Wechsel zu der britischen Konkurrenz Allen & Overy entschieden. Freie Wahl werden die 15-20 Schilling-Associates haben, die beiden aufnehmenden Kanzleien vorgestellt wurden.Erschüttert reagierten Beobachter auf die Nachricht von dem dramatischen Bruch, der sich durch die bisherige Sozietät zieht. An eine Fusion im klassischen Sinne, um die es sich der Form nach handelt, mag dabei kaum jemand glauben.

Anzeige

Stellenmarkt zur Übersicht

Volljurist:in/Referent:in für die Abteilung Prozessführung/Litigation

Volljurist:in / Referent:in (m/w/d) für die Abteilung Prozessführung / Litigation, Wiesbaden

Volljurist Energierecht / Vollzeit / Köln

rhenag Rheinische Energie AG, 50968 Köln