Markt und Management

PWCVeltins

Zum 1.11.99 hat sich die Rechtsanwaltsgesellschaft PricewaterhhouseCoopers Veltins mit der Stuttgarter Kanzlei Nägele & Höflerzusammengeschlossen. Mit nunmehr neun Anwälten ist PriceWaterhouseCoopers Veltins am Standort Stuttgart auf den Gebieten Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht sowie Immobilien-, Bau- und Planungsrecht tätig. Dr. Stefan Nägele wird fortan die arbeitsrechtliche Praxisgruppe der Sozietät bundesweit leiten. Prof. Dr. Michael Veltins dazu: „Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind unter anderem M&A, E-Business sowie Immobilien-, Bau- und Planungsrecht. Durch den Zusammenschluß mit Mütze & Partner zum 1.Juli 1999 und mit dem Anwaltsbüro Nägele & Höfler in Stuttgart zum 1. November, erreichen wir eine noch stärkere Spezialisierung in unseren Fachgebieten.“

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Dr. Hans-Werner Moritz (vorher Partner bei BBLP Beilen Burkhardt Mittl & Wegener) leitet seit 1. Oktober als Partner das Münchener Büro von Graf von Westphalen Fritze & Modest. Ebenfalls von BBLPzu Graf von Westphalen gewechselt hatDr.Ernst Lindl.Der Wechsel ist Teil der Strategieentscheidung der überörtlichen Sozietät, den Münchener Standort neu auszurichten. Verstärken will Graf von Westphalen Fritze & Modest die Bereiche M&A, Venture Capital, IT, neue Medien und Telekommunikation, Bio- und Gentechnologie.

Erstmals wurde auf der diesjährigen internationalen Partnerversammlung im August in Chicago eine Frau an die Spitze der internationalen Sozietät DöserAmereller Noack/Baker & McKenzie gewählt. In einem Pressegespräch im Frankfurter Büro stellte sich die 43jährige Französin in Deutschland vor. Mit der Wahl der neuen Vorsitzenden des Executive Committees und der Bekanntgabe der Strategie für das neue Geschäftsjahr wurden die Weichen für die Zukunft gestellt.Christine Lagarde, die mit einer überwältigenden Mehrheit von 99% gewählt wurde, setzt die Ziele für ihre Amtszeit vor allem im internationalen Bereich: Sie sieht als eine ihrer Hauptaufgaben die Verbesserung und den Ausbau globaler Strukturen und Dienstleistungen sowie des globalen Wissensmanagements. Durch die Entscheidung für sie als Französin und Europäerin werde man der Bedeutung der europäischen Büros im internationalen Geflecht gerecht, so Lagarde. Sie hat nun den Vorsitz über das Leitungsgremium der internationalen Partnerschaft, dem neben ihr je zwei Partner für die Regionen Europa/Mittlerer Osten, Asiatischer/ Pazifischer Raum und USA/ Kanada sowie ein Partner für Lateinamerika angehören.

Die Dortmunder Kanzlei Schlüter Graf & Partner hat ab Oktober neue Räumlichkeiten in Dubai (V.A.E.) bezogen. Im gleichen Haus befinden sich die Büros des Deutschen Generalkonsulats und des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT).Gleichzeitig hat sich die Sozietät vor Ort mit Jörg Seifert verstärkt, der auch als Attorney-At-Law in Dubai zugelassen und schon einige Jahre in Saudi-Arabien und Dubai als Anwalt tätig ist. Schon seit 1997 ist Christoph Peter Keimer im Dubai-Büro von Schlüter Graf und leitet als zugelassen er Legal Consultant das Büro. Aufgebaut hat den Standort in Dubai Peter Schlüter, der bis 1997 selbst das Büro geleitet hat. In Dubai berät Schlüter Graf seit 1995 u.a. deutsche Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit in Dubai aufnehmen, in wirtschaftsrechtlichen Fragen des Arbeits-, Gesellschaftsrechts und Vertriebssystemen.

Mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet man bei Heuking Kühn Lüer Heussen Wojtek die Fusion der beiden Londoner City-Kanzleien Denton Hall und Wilde Sapte, die ab Februar 2000 unter dem neuen gemeinsamen Namen Denton Wilde Sapte auftreten und dann mit über 200 Partnern und insgesamt über 800 Anwälten die achtgrößte britische Kanzlei sein werden. Die Stärke von Denton Hall lag bisher in den Bereichen Medien, Informationstechnologie und Energie, während Wilde Sapte besonders für ihre Expertise in Fragen spezieller Finanzierungstechniken bekannt ist; die Kanzlei berät einige der führenden Banken und Finanzhäuser, darunter regelmäßig u.a. NatWest und Bank of Scotland. Eine Komplementierung der jeweiligen Arbeitsbereiche und damit die Chance zur Erschließung weiterer Geschäftsfelder, wird vom Markt als eine der Stärken des Zusammenschlusses gesehen.

Die verschiedenen nationalen Teile des Rechtsberatungsnetzwerkes von PricewaterhouseCoo-pers werden künftig einheitlich unter dem neugeschaffenen Namen Landwell firmieren und auch ihre internen rechtlichen Strukturen verändern. Bislang operierten die PWC-Kanzleien in 42 Ländern unter 20 verschiedenen Namen und sahen sich dabei wiederholt vor berufsrechtliche Probleme gestellt. In den nächsten Monaten werden alle Kanzleien den neuen Namen unter Rücksicht auf die berufsrechtlichen Eigenheiten der verschiedenen nationalen Jurisdiktionen annehmen, entweder für sich oder in Kombination mit einem weiteren Namen. In Großbritannien und Spanien etwa wird der neue Name ohne Veränderung adaptiert werden können.

Die seit den 30er Jahren bestehende Frankfurter Kanzlei Bögner Hensel Gerns & Schreier hat sich zum 1. Oktober mit der deutschen Top-Zehn-Sozietät Nörr Stiefenhofer Lutz verbunden. Am Standort Frankfurt, wo Nörr bisher bereits ein eigenes Büro unterhält, werden damit insgesamt 21 Anwälte, Notare und Wirtschaftsprüfer tätig sein.Dem als „Partnerschaft“ bezeichneten formalen Zusammenschluß geht eine bereits langjährige Zusammenarbeit der beiden Kanzleien voraus. Seniorpartner Nikolaus Hensel äußert sich hochzufrieden: „Trotz der bemerkenswerten Größe kultivieren Nörr Stiefenhofer Lutz genau wie wir eine sehr persönliche Beratungsbeziehung zu ihrer Mandantschaft. Aus unserer Sicht muß ich von einer optimalen Verbindung sprechen.“ Dieter Schenk, einer der beiden Nörr-Sprecher, zu den strategischen Zielen der Fusion: „Wir können auf diese Weise am Frankfurter Platz die Rechtsberatung mittelständischer Unternehmen deutlich verstärken. Die neue Partnerschaft, zu der mit Hensel und Ronald Gerns auch zwei erfahrene Notare zählen, erlaube es außerdem, „die immobilienbezogene Beratung qualitativ auszubauen, etwa im Bereich Projektentwicklung und Fonds.“ Zum l. Oktober eröffnet Nött als fünften nationalen Standort außerdem ein Büro in Düsseldorf. Von hier aus will man das gewachsene Mandatsaufkommen im Rheinland bedienen und dabei das Potential der Stadt und der Region in Zukunftstechnologien und Dienstleistungen nutzen. Weiteres Motiv für die Eröffnung ist der Umzug des Bundeskartellamtes nach Bonn und die neue Zuständigkeit des OLG Düsseldorf für Kartellsachen. Das Düsseldorfer Team wird sich aus eingesessenen Düsseldorfer Anwälten und Anwälten aus anderen Büros der Sozietät zusammensetzen.

Am 29. September präsentierte in der Düsseldorfer IHK der Münchner Verlag C.H.Beck druckfrisch aus der Presse das neue arbeitsrechtlichs Handbuch „Umstrukturierung und Übertragung von Unternehmen“, das von einem Team von Bruckhaus Westrick Heller Löber-Anwälten um den bundesweit angesehenen Arbeitsrechtler Dr. Heinz Josef Willemsen (Düsseldorf) geschrieben wurde Das 990 Seiten starke Buch richtet sich an anwaltliche und wirtschaftliche Berater und Manager, die mit Unternehmens- und arbeitsrechtlichen Gestaltungsaufgaben befaßt sind. Das Werk, so der Tenor der kritischen Würdigung durch Prof. Dr. Peter Hanau, den Festredner und namhaften Kölner Arbeitsrechtler, dürfte neue Maßstäbe für Praxis und Theorie in diesem ebenso komplexen wie zunehmend bedeutsamen Rechtsgebiet setzen. Es biete die „Verschmelzung praktischer Erfahrung und wissenschaftlicher Vertiefung“. Hanau bezeichnete das Buch, dasden Begriff „Umstrukturierung“ sehr weit fasse und .Lust auf Arbeitsrecht" mache, als gleichermaßen „umfassend, gestaltend und fair“. Aufgrund der Materialfülle und des „didaktischen Engagements“ lasse das Werk „den Wunsch nach einer gekürzten Volks- oder Taschenbuchausgabe gar nicht aufkommen“. Die gestalterischen Aspekte seien „arbeitsrechtliche Maßschneiderei“ und deuteten in einigen Fällen auf eine „kopernikanische Wende im Arbeitsrecht“ hin. Trotz des Ausgangspunktes einer unternehmerischen Problemsicht würden die Betriebsräte in die Darstellung als Mitgestalter und nicht als Gegner einbezogen. Obwohl, so Hanau schmunzelnd, das Buch in seiner Fülle „wohl nicht als Weihnachtsgabe für ausländische Geschäftsfreunde geeignet“ sei, bringe es Wichtiges auch und gerade für grenzüberschreitende Aspekte des Themas“. Zum Bruckhhaus-Autorenteam gehören außer Willemsen die Hamburger bzw. Frankfurter Arbeitsrechtspraktiker Dr. Klaus-Stefan Hohenstatt und Dr. Ulrike Schweibert sowie Dr. Christoph Seibt, Gesellschafts- und Steuerrechtler ebenfalls aus dem Hamburger Brockhaus-Büro. Das Thema der betrieblichen Altersversorgung behandeln in einem Sonderteil mit Dr. Peter Doetsch und Jochen Rühmann zwei Rechtsanwälte aus der Wiesbadener Dr. Dr. Heissmann Unternehmensberatung für Versorgung und Vergütung, die besonders bekannt für ihre Arbeit in diesem Bereich ist.

In Hamburg ist Ende September der für seine Expertise im Vertriebsrecht geschätzte Dr. Raimond Emde (35) von der Sozietät Feddersen Laule Ewerwahn Scherzberg Finkelnburg Clemm zu Graf von Westphalen Fritze & Mudest gewechselt. Er wird dort vor allem in den Bereichen Vertriebs- und Gesellschaftsrecht tätig sein.

Oppenhoff & Rädler Linklaters & Alliance hat auf ihrer Partnerversammlung am l7./18. September mit Wirkung zum l. Januar 2000 sechs weitere Partner und zehn Juniorpartner ernannt. Die neuen Partner sind insbesondere in den Bereichen Gesellschaftsrecht/M&A (Wolfgang Krauel, Dr. Thomas Nießen, Dr. Rüdiger Thiele), Kapitalmärkte und Bankrecht (Christoph Vaupel) sowie Medienrecht und Telekommunikation (Dr. Jan Hegermann, Jörg Alexander Paul) tätig. Damit sind insgesamt 312 Berufsträger, davon 12l Partner für O&R L&A aktiv.

Mit Holger Häuselmann (43, auch WP und StB) und Thomas Wiesenbart (39, auch StB) haben sich zum 1. Oktober zwei am Markt sehr renommierte Steuerrechtler als Partner dem Frankfurter Büro von Deringer Tessin Hermann & Sedemund angeschlossen. Beide waren zuvor Partner bei der PWC Deutsche Revision von PricewaterhouseCoopers und vor allem in den Bereichen Steuer- und Aufsichtsrecht für deutsche und ausländische Kreditinstitute sowie internationale Investmentbanken, Wertpapierhäuser und Investmentfonds tätig. Dr. Stephan Eilers, Leiter der Deringer-Praxisgruppe Steuerrecht und selbst namhafter Steurrechtler, hebt die besondere Bedeutung der Neuzugänge hervor: Die beiden Kollegen haben als Team einen hervorragenden Namen im Markt Steuerrecht/Finanzrecht. Sie gehören in diesem Bereich zu den Top-Fünf-Beratern im Frankfurter Markt. Wir sind hocherfreut, zwei so prominente Kollegen gewonnen zu haben.“ Mit der Aufnahme der beiden Steuerpartner verstärkt Deringer in seinem Frankfurter Büro gezielt die Bereiche Bank-/Kapitalmarkt- und Finanzrecht, vor allem in der Beratung zu steuerorientierten Finanzmarktprodukten und der steuerliche» Begleitung von Kapilalmarkttransaktionen. Aus Köln wechselt als weiterer Steuerrechler außerdem Dr. Martin Schießl in das Frankfurter Büro der Sozietät.

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