Markt und Management

In Leipzig findet am l3. und 14. November zum 14. Mal die Herbsttagung der ARGE Baurecht unter dem Thema „Versicherungen am Bau“ statt. Neben dem Einführungsvortrag von Prof. Dr. Sigurd Lttbarski werden u.a. „Ausgewählte Fragen der Architektenhaft-pflichtversicherung“ (RA Hans Ziller) und die „Haftung und Freistellung bei Nachbarschäden“ (Christian Thesenvitz, VHV-Versicherung) diskutiert. Die ARGE Baurecht besteht seit Herbst 1992 und zählt inzwischen fast 1.800 Mitglieder. Die beiden jährlichen Frühjahrs- und Herbsttagungen werden mittlerweile von etwa 300 Tagungsteilnehmern besucht. Es handelt sich um die größten regelmäßig stattfindenden Baurechtstagungen in Deutschland. Weitere Informationen beim DAV (0228/98366-34).

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Witten/Herdecke veranstaltet am 1. Dezember in Witten unter dem Motto „1 Jahr Insolvenzordnung“ ein Symposium zum Insolvenzrecht.Im ersten Abschnitt des dreiteiligen Programms wird als lebensnaher Fall ein Insolvenzszenario verhandelt. Die wichtigsten Beteiligten einer Insolvenz, also Richter, Bankenvertreter, Lieferantenvertreter, Geschäftsführer, Betriebsräte und andere, werden diesen Fall live lösen. Im zweiten Teil analysieren Wissenschaftler und Praktiker im Podiumsrahmen den Verfahrensverlauf und das Verhalten der Beteiligten. In einer Plenumsdiskussion können die Teilnehmer des Symposiums schließlich mit den Referenten Eindrücke austauschen und Fragen stellen.

Der Trend setzt sich fest. Länderübergreifende Kanzleifusionen sind nicht länger eine vorübergehende Modeerscheinung, sondern reflektieren einen tiefgreifenden Wandel im Markt. Wie entschieden einige Kanzleien auf diese Situation reagieren, zeigt die Entschlossenheit von Boesebeck Droste, einen angelsächsischen Fusionspartner zu finden, nachdem die Gespräche mit Clifford Chance fehlgeschlagen waren. Ein anderes Beispiel ist die US-Sozietät Coudert Brothers, die weiter in Deutschland expandiert - nur wenige Monate nach der „kleinen“ Fusion mit dem Frankfurter Büro von Fiedler & Forster.Lovells Boesebeck Droste

Im September hat das multidisziplinäre Nürnberger Wirtschaftsprüfungsunternehmen Rödl & Partner ein neues Büro in der litauischen Hauptstadt Vilnius eröffnet. Weitere Büros befinden sich seit 1993 in Tallinn (Estland) und Riga (Litauen), womit das Unternehmen in allen drei Baltikumsstaaten mit insgesamt über 50 Mitarbeitern vertreten ist. Weltweit sind 1.400 Mitarbeiter an 53 Standorten für Rödl & Partner tätig.Der neue Standort wird von Nida Motiejuniene geleitet, die bereits seit 1995 Mandanten für Rödl & Partner in Litauen betreut. Die Mandantenbetreuung erfolgt durch Teams fallweise ausgewählter multidisziplinärer Berufsträger, von Rödl als „atmende Teams“ bezeichnet.

Mit den Gesellschaftsrechtlern Hubert Harmeling und Jan Willem van der Staay werden zwei wichtige Partner der kürzlich auseinandergebrochenen niederländisch-belgischen Sozietät Loeff Claeys Verbeke, mit über 500 Anwälten die größte der Niederlande, das Amsterdamer Büro der britischen Top-Fünf-Kanzlei Freshfields verstärken.Die beiden Anwälte kommen aus jenem größten Loeff-Drittel, das vor dem Zusammenschluß mit der britischen Sozietät Allen & Overy steht. Harmeling gilt als einer der führenden Prozeßanwälte der Niederlande im gewerblichen Rechtsschutz. Er wird eng mit Peter Hendrick zusammenarbeiten, der von Stibbe Simont Monahan Duhot kam. Van der Staay wird besonders für seine Expertise und Erfahrung im Gesellschaftsrecht und M&A geschätzt. Er wird die Freshfields-Partner Steven Perrick und Richard Norbrius unterstützen.

Auf einem Empfang im Rahmen der IBA-Jahrestagung in Barcelona gab der Managing Partner von DLA, Nigel Knowles, die Gründung einer europäischen Allianz bekannt, der zunächst vier Kanzleien angehören.Neben den Briten, die mit nahezu 1.000 Berufsträgern die größte Einheit bilden, gehören dem Verbund DLA & Partner die französische Kanzlei Ginestié, Paley-Vincent & Associés (zehn Partner), das Brüsseler Büro Price & Partners (fünf Partner) und Brugueras, Garcia-Bragado, Molinero & Asociodos (22 Partner) aus Barcelona an. In naher Zukunft soll für den europäischen Zusammenschluß darüber hinaus eine deutsche Partnerkanzlei gefunden werden.

Chris Bright, dem leitenden Partner der wettbewerbsrechtlichen Abteilung bei Clifford Chance, der im Februar von Linklaters gekommen war, sind nun drei weitere Anwälte ebenfalls von Linklaters gefolgt. Judy McKenzie aus dem Brüsseler Linklaters-Büro wird zukünftig organisatorische Aufgaben in ihrer neuen Kanzlei wahrnehmen. Michael Bryceland und Oliver Bretz werden die Londoner Wettbewerbsrechts-Praxis von Clifford Chance verstärken. Dabei geschieht es nach Auskunft von Insidern eher selten, daß Anwälte der fünf größten und stärksten Londoner Kanzleien, des sogenannten „magic circle“, die Sozietät wechseln. Als mögliche Gründe werden neben der persönlichen Bindung an Bright auch der weitere Grad an Internationalisierung genannt, den Clifford Chance im Zuge der Fusionen mit Rogers & Wells sowie Pünder, Volhard, Weber & Axster erreicht hat.

Im Zuge der Fusion mit Clifford Chance haben sechs Partner die US-Kanzlei verlassen. Der Immobilienrechtsspezialist Charles Rich ist zur New Yorker Kanzlei Bare Marx & Upham gewechselt, während Steuerrechtler Thomas Avent in die KPMG Atlanta eingetreten ist. William Tannenbaum ist schon seit geraumer Zeit für Kaye Scholer Fierman Hays & Handler tätig. Auch Chynthia Khan (IT), Richard Cirillo (Kartellrecht) sowie John Keitt (Unternehmensrecht) gehören nicht mehr Roger & Wells an.

Döser Amereller Noack/Baker & McKenzie baut ihre Abteilung für Banken- und Kapitalmarkt- sowie Aktienrecht aus, die derzeit besonders stark wächst. Dr. Manuel Lorenz, Dr. Barbara Deilmann und Matthias Götz wechseln als Partner in das Frankfurter bzw. Düsseldorfer Büro der Kanzlei. Götz (40), der zum 1.10. in die Sozietät eintritt, war bislang zuständiger Direktor für Investment Banking bei der Lehmann Brothers Bankhaus AG. Lorenz (33), der bereits 1991 für seine wirtschaftsrechtliche Dissertation mit dem Baker & McKencie-Preis ausgezeichnet wurde, kommt als Partner von Boesebeck Droste. Deilmann (37) gehörte als Aktienrechtlerin bislang der Düsseldorfer Sozietät Hölters & Elsing an. „Mit den neuen Partnern wollen wir unsere führende Position im Kapitalmarkt- und Aktienrecht einschließlich Börseneinführungen sowie im Finanzrecht ausbauen“, kommentiert der Managing Partner der deutschen Büros, Günther Heckelmann, die jüngsten Entscheidungen. Im Unterschied zu anderen internationalen Kanzleien, so Heckelmann weiter, strebe man keine Fusion an: „Wir setzen auf gezielte strategische Ergänzungen und vollen aus eigener Kraß weiter wachsen.“ Auf diesem Weg habe sich Baker & McKenzie seit 1949 zur weltweit größten Sozietät mit 2.500 Anwälten entwickelt.

Dr. Heinrich Rodewig (52). zuletzt Chefsyndikus der DaimlerChrysler AG, ist als Partner in das Münchner Büro von Haarmann, Hemmelrath & Partner eingetreten. Rodewig, der zuvor u.a. auch in Unternehmen der Stahlindustrie und der Luft-und Raumfahrtindustrie tätig war, hat bislang einen Schwerpunkt bei Fragen der Unternehmensreorganisation und internationalen Kooperationsprojekten sowie Schiedsverfahren gelegt. 1998 begleitete er in seiner bisherigen Position den Zusammenschluß von Daimler und Chrysler.

In der letzten Ausgabe JuVe Rechtsmarkt 8/99 ist auf Seite 29 die Kanzlei Arnold Boesen in der Rubrik „In Spezialgebieten empfohlene Kanzleien“ unvollständigerweise mit dem Schwerpunkt Privatisierung erwähnt worden. Die Kanzlei betreut auch diesen Rechtsbereich, ein wichtigerer Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Vergaberecht. Die Redaktion möchte sich für diese unvollständige Darstellung entschuldigen.