Markt und Management

Verlust für Allen & Overy

Allen & Overy verliert die prägende Figur ihrer deutschen Praxis: Der Bank- und Finanzrechtsspezialist Dr. Neil Weiand (55) wechselt zu Linklaters. Ein Personalcoup von vergleichbarer Dimension war Linklaters zuletzt vor fast genau zehn Jahren gelungen, als der Gesellschaftsrechts-Partner Dr. Ralph Wollburg von Freshfields Bruckhaus Deringer kam. Der genaue Zeitpunkt seines Wechsels ist noch nicht bekannt.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
PwC-Geschäftszahlen

PricewaterhouseCoopers (PwC) hat in ihrem Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr eine Gesamtleistung von rund 2,09 Milliarden Euro erzielt. Damit kommt die größte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft des Landes auf ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eindeutiger Wachstumstreiber war die Sparte Unternehmensberatung, während die Gesellschaft in den traditionellen Kerngebieten Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung praktisch stagnierte.

Leipzig

Die Leipziger Kanzlei Spirit hat ihr Team zum Oktober im Bereich Datenschutz erweitert. Mit Dr. Jana Moser (37) stieß eine erfahrene Datenschutzanwältin als of Counsel zu dem 11-köpfigen Team der Kanzlei, die sich im Jahr 2011 mit einer Spezialisierung auf Medien- und Technologierecht gründete.

HeidelbergCement

HeidelbergCement hat seit Anfang Oktober einen neuen Leiter für seine Konzernrechtsabteilung: Der Dax-Konzern ernannte Roland Sterr zum General Counsel. Der 39-Jährige war zuletzt als Counsel in der Corporatepraxis von Gleiss Lutz tätig.

Standardvertragsklauseln

Facebook steht schon wieder vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Diesmal wird über die Wirksamkeit der Standardvertragsklauseln entschieden. Seit dem Ende von Safe Harbor stützt sich nicht nur Facebooks Datenverkehr in die USA auf diese Klauseln. JUVE sprach mit Hamburgs Datenschützer Prof. Dr. Johannes Caspar über die Vorlage durch den Irish High Court.

Von Alicante nach München

Der neue Präsident des Europäischen Patentamts und damit Nachfolger des umstrittenen Amtsinhabers Benoît Battistelli heißt António Campinos. Der Chef des Amts der Europäischen Union für Geistiges Eigentum (EUIPO) in Alicante wurde gestern wie erwartet vom Verwaltungsrat der Europäischen Patentorganisation gewählt.

Hamburg

Die Frankfurter Kanzlei Schalast & Partner hat sich zum Oktober mit zwei Immobilienrechtlern verstärkt und gleichzeitig ihre neu initiierte Praxisgruppe Immobilienrecht an den Start gebracht. Mit Mahren Williams (49) und Dr. Marc-Alexander Lüth (49) gewann die Kanzlei zwei erfahrene Immobilienrechtler hinzu, die sich Schalast als Partner anschlossen und das erst im Sommer dieses Jahres gegründete Hamburger Büro verstärken.

Battistelli-Nachfolger

Heute wird sich voraussichtlich entscheiden, wer der neue Präsident des Europäischen Patentamts und damit Nachfolger des umstrittenen Amtsinhabers Benoît Battistelli wird. Wie JUVE aus dem Umfeld des Verwaltungsrats der Europäischen Patentorganisation erfuhr, läuft die Wahl auf António Campinos hinaus. Der 49-jährige Portugiese ist derzeit Chef des Amts der Europäischen Union für Geistiges Eigentum (EUIPO) in Alicante. Es gibt nur einen Gegenkandidaten.

Insolvenzkanzleien

Die Insolvenzkanzlei Reinhardt & Kollegen mit Stammsitz in Erfurt hat sich zum Oktober erheblich vergrößert. Munz Rechtsanwälte schloss sich mit sieben Berufsträgern und ihren Mitarbeitern aus der Insolvenzverwaltung an. Die Neuzugänge Dr. Christoph Munz (59), Annett Kittner-Treublein (48) und Uwe Winkler (54) stiegen als Partner bei Reinhardt ein.

Kommen und Gehen

Gleich zwei Wechsel gibt es binnen weniger Wochen in der Frankfurter Kapitalmarktpraxis von White & Case: Zum November holt die Kanzlei Thilo Diehl (37), bisher Principal Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer, als Local-Partner dazu. Verlassen hat die Praxis unterdessen bereits zum Oktober der Counsel Dr. Benedikt Gillessen (47). Er wechselte als Partner zu Norton Rose Fulbright.

Inhouse USA

Die Einkommen der General Counsel in Amerikas größten Unternehmen steigen weiter. Es sind vor allem die Boni und ähnliche nicht aktienbasierte Gehaltsbestandteile, die den Verdienst der US-General Counsel ausmachen. Alle 100 General Counsel, die das US-Branchenmagazin ,Corporate Counsel‘ erfasst, kommen jeweils auf ein Einkommen von mehr als einer Million US-Dollar. Zum zweiten Mal seit 1994 steht eine Frau an der Spitze der Top-Verdiener.