Markt und Management

Brexit im Blick

Pinsent Masons eröffnet ein Büro in Dublin. Damit ist die Kanzlei die erste international tätige Einheit, die es nach der Brexit-Abstimmung nach Irland zieht. Schon kurz nach dem Votum zum EU-Austritt hatte es einen Ansturm britischer Anwälte auf eine zusätzliche Zulassung in Irland gegeben, auch von Großkanzleianwälten. Pinsent Masons betonte nun allerdings vor allem ihre Ambitionen im irischen Beratungsmarkt. Zu welchem Zeitpunkt die Kanzlei in Dublin startet, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

Outsourcing

Die Allianz plant, große Teile ihrer Steuerabteilung auf eine Beratungsgesellschaft auszugliedern. Von den rund 60 Mitarbeitern der Steuerabteilung soll etwa die Hälfte zu einer externen Steuerkanzlei wechseln.

Onlinehändler

Der Onlinehändler Windeln.de hat seit Juni einen neuen General Counsel. Dr. Nikolai Vokuhl, zuletzt Corporate Legal Counsel in der Rechtsabteilung von Amazon, folgt auf Michael Riha. Dieser war Mitte März als Rechtsleiter zur Labor-Gruppe Eurofins gewechselt.

Associate-Umfrage

Wer angesichts der sich immer höher drehenden Gehälterspirale denkt, dass Associates nur aufs Geld schauen, der liegt falsch: Laut azur-Associate-Umfrage 2016, an der über 3.000 junge Juristen teilnahmen, beeinflusst das Betriebsklima die Zufriedenheit deutscher Associates mit ihren Arbeitgebern am stärksten. Eine hohe Bezahlung wirkt sich auf die Zufriedenheit kaum aus, eine gute Work-Life-Balance hingegen durchaus.

Umstrukturierung

Der österreichische Energieversorger Verbund hat den Generationswechsel für eine Umstrukturierung genutzt: Seit Mai 2017 ist die Rechtsabteilung Teil des neu geschaffenen Bereichs Corporate und Legal Affairs, der von Andreas Bräuer geführt wird. Nachfolgerin des langjährigen Leiters der Rechtsabteilung, Dr. Wolfgang Michler, der zum Monatsende in Pension geht, ist Martina Wachernig.

Restrukturierung in eigener Sache

Die Insolvenzkanzlei hww Hermann Wienberg Wilhelm hat angekündigt, sich von unrentablen Tätigkeitsbereichen zu trennen. Dies betrifft vor allem die Insolvenzverwaltung: In bestimmten Regionen sollen defizitär arbeitende hww-Verwalter keine Insolvenzverfahren mehr annehmen und deshalb ausgewählte Insolvenzgerichte ansprechen.

Energierecht

Die britische Kanzlei DWF will in Deutschland eine Energierechtsberatung aufbauen und hat dafür Dr. Carmen Schneider geholt. Die 35-jährige kam zum Juni aus dem Kölner Büro von Görg, wo sie zuletzt assoziierte Partnerin war. Bei DWF wird sie ebenfalls von Köln aus arbeiten.

Berlin

Luther hat ihren Berliner Standort zum Juni deutlich ausgebaut. Neben dem M&A-Spezialisten Dr. Christian Horn, der von K&L Gates kam, wechselten auch die Bau- und Architektenrechtler Prof. Christian Zanner und Daniel Wegener zu Luther. Beide haben bislang bei der Berliner Immobilienrechtsboutique Wollmann & Partner gearbeitet. Zanner und Horn kamen als Partner zu Luther, Wegener stieg als Counsel ein.

Frankfurt

In Frankfurt haben sich im Mai drei ehemalige Patentanwälte der Kanzlei Dr. Knoblauch selbstständig gemacht. Dr. Tillmann Boeckel (34), Dr. Sebastian Hollenberg (32) und Dr. Florian Schröder (35) firmieren seither unter dem Namen Boeckel Hollenberg Schröder. Bislang waren die drei promovierten Physiker angestellte Anwälte bei Knoblauch und sind dort im März ausgeschieden.