Markt und Management

Strafrecht

Ende März wird Köln um eine renommierte Strafrechtskanzlei ärmer sein. Prof. Norbert Gatzweiler und Gaby Münchhalffen beenden ihre Tätigkeit und schließen ihre gemeinsame Kanzlei.

Neue Chancen

Der Fall Volkswagen hat einmal mehr gezeigt: Kein Unternehmen ist davor gefeit, von jetzt auf gleich in eine globale Krise zu stürzen. Auch wenn sich in vielen Unternehmen inzwischen Unternehmensjuristen, Manager und Compliance-Verantwortliche darum bemühen, das Risiko möglichst gering zu halten, ist das Bedürfnis, sich abzusichern in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Kanzleien stellen sich immer besser darauf ein – mit ganz unterschiedlichen Ansätzen.

Umbau

Die Deutsche Bank treibt unter ihrem Co-Vorstandsvorsitzenden John Cryan den Umbau in der erweiterten Führungsriege voran. Nach JUVE-Informationen steht nun die neue Spitze der Rechtsabteilung in Deutschland fest. Zudem wurden zusätzliche rechtliche Verantwortungsbereiche auf Produktebene sowie für globale Zentralfunktionen installiert. Ziel des Umbaus dürfte es sein, transparentere Verantwortlichkeiten zu schaffen.

Mehr Vielfalt

Wenn es schon sonst mit der Diversity in der Wirtschaft hapert, so wird immerhin die juristische Beraterlandschaft vielfältiger. Für Unternehmen sind es gute Zeiten, denn selten hatten sie so viel Auswahl wie jetzt. Für Kanzleien hingegen stellen sich neue strategische Fragen, um im zunehmenden Wettbewerb zu bestehen. Noch profitieren sie davon, dass die meisten ihrer Mandanten am Bewährten festhalten – ein Zustand, der sich schnell ändern kann.

Ende einer Ära

Nach jahrelanger Zusammenarbeit trennen sich die Namenspartner der Frankfurter Kanzlei Kempf & Dannenfeldt Ende November. Eberhard Kempf (72) macht gemeinsam mit Dr. Hellen Schilling (42) weiter. Eva Dannenfeldt (48) führt eine eigene Kanzlei zusammen mit dem bisherigen Associate Alexander Rumpf (35).

JUVE Awards 2015

Der JUVE Verlag hat heute in Frankfurt die Anwaltskanzleien und Inhouse-Teams des Jahres 2015 ausgezeichnet. Gewinnerin der Kategorie 'JUVE Kanzlei des Jahres Österreich' ist Eisenberger & Herzog. Der Preis als 'JUVE Kanzlei des Jahres' ging an Jones Day. Zum 'Inhouse-Team des Jahres' kürte die JUVE-Redaktion die Rechtsabteilung von TUI.

JUVE Awards 2015

Der JUVE Verlag hat heute in Frankfurt die Anwaltskanzleien und Inhouse-Teams des Jahres 2015 ausgezeichnet. 'JUVE Kanzlei des Jahres' ist Jones Day. Zum 'Inhouse-Team des Jahres' kürte die JUVE-Redaktion die Rechtsabteilung von Tui. Gewinnerin der Kategorie 'JUVE Kanzlei des Jahres Österreich' ist Eisenberger & Herzog.

DFB-Affäre

Der Deutsche Fußball Bund (DFB) ist auch rund zwei Wochen nach Beginn der Sommermärchen-Affäre von einer Aufklärung der gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe weit entfernt. Zudem wurde zuletzt Kritik an der Mandatierung von Freshfields Bruckhaus Deringer laut, die Licht ins Dunkel um die mögliche Bestechung bei der Vergabe der Fußball-WM 2006 bringen soll.

Sächsisches Partnerkarussell

Die viele Jahre in Leipzig führende Kanzlei Mohns Tintelnot Pruggmayer Vennemann zerbricht. Die Namenspartner Dr. Albrecht Tintelnot (59) und Frank Vennemann (51) schließen sich zusammen mit einem mindestens zweiköpfigen Team zum Jahreswechsel der Kanzlei Gruendel an. Bereits vor zwei Monaten war bekannt geworden, dass der dritte Namensgeber, Steffen Pruggmayer (58), zusammen mit zwei Associates zu Petersen Hardraht gehen wird.

EPA-Disziplinarverfahren

Das Europäische Patentamt (EPA) hat ein grundsätzliches strukturelles Problem. Nur eine diplomatische Konferenz seiner Mitgliedsstaaten kann einem der größten Patentämter der Welt aus seiner aktuellen Krise helfen. Zu dieser Analyse kommt der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht und am Patentsenat des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Siegfried Broß im Interview mit JUVE.

Konzern-Umbau

Es ist eine weitere Personalie im Umbau der erweiterten Führungsriege der Deutschen Bank: Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ist der langjährige Prozesschef der Deutschen Bank, Dr. Peter Lindt, als Partner zur Frankfurter Sozietät Clouth & Partner gewechselt. Seinen Posten als Prozessverantwortlicher bei Deutschlands größtem Geldhaus übernahm Dr. Jörg Mucke, der dafür von Sal. Oppenheim kam.