Markt und Management

Management

Ashurst hat ab Juni ein neues Führungsteam in Deutschland: Der Leiter der deutschen Corporate-Gruppe Reinhard Eyring (50) wurde zum Head of Germany ernannt. Das Amt des deutschen Managing Partnera übernimmt künftig Peter Junghänel (39), der während der vergangenwn fünf Jahre das Immobilienrechts-Team leitete. Beide arbeiten im Frankfurter Büro der britischen Kanzlei. Der bisherige Managing Partner für Deutschland, Simon Beddow, kehrt nach London zurück. Die Funktion des Head of Germany ist bei Ashurst in Deutschland neu. Im Unterschied zum Managing Partner wird Eyring eine repräsentative Funktion wahrnehmen, das Amt wird damit an die internationalen Strukturen der Kanzlei angeglichen.

Personalien

Personalien Icon
Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
München

Der Münchner IT-Rechtler Rudolf Roas hat Ende März Tacke Roas Krafft verlassen. Der 52-jährige IT-Rechtler ist seitdem in Bürogemeinschaft mit der Münchner Kanzlei Anwaltscontor tätig.Unter dem Namen Tacke Krafft konzentriert sich die Kanzlei nun mit fünf Anwälten auf ihre verbleibenden Spezialisierungen im Haftpflicht-, Arzthaftpflicht- und Medizinrecht. Im IT-Recht ist die Kanzlei in Zukunft nicht mehr tätig. Diese Änderung der strategischen Ausrichtung war auch der einvernehmliche Grund für den Weggang von Roas, der als einziger IT-Rechtler mit der übrigen Kanzlei keine Synergieeffekte hatte.

Düsseldorf

Dr. Lutz Schmidt (46), Gründungspartner der Düsseldorfer Kanzlei Schmidt Schuran & Partner, wechselt im Mai mit seinem vierköpfigen Team zu Nörr Stiefenhofer Lutz. Damit verfügt der Rhein-Standort von Nörr erstmals auch über steuerrechtliche Kompetenz.Schmidt gilt als profilierter Konzernsteuerrechtler mit besonderer Expertise im Umwandlungs- und Außensteuerrecht. Seine Beraterkarriere hatte Schmidt 1995 als Mitarbeiter von Prof. Dr. Wilhelm Haarmann - seinerzeit Namenspartner von Haarmann Hemmelrath & Partner (heute in Liquidation) - begonnen. Zwischen dem Jahr 2000 und 2004 war er Vorstandsmitglied der WP-Gesellschaft Rölfs Partner, die er zusammen mit Stephan Schuran, Partner der Rölfs-Kooperationskanzlei Aderhold, verließ, um 2005 seine eigene Firma zu gründen.

München

Das Münchner Büro von Osborne Clarke hat ihre Technologie-Praxis mit Dr. Ulrich Baumgartner verstärkt. Der 37-jährige IT-Spezialist kam zum April als Partner und war zuletzt bei Gibson Dunn & Crutcher tätig. Bei Osborne Clarke arbeitet Baumgartner in dem IT-Team um den Partner Dr. Tim Reinhard. In Köln und München gehören dazu zwölf Anwälte. "IT-Recht ist eine unserer tragenden Säulen, Datenschutzrecht wird in unserer Praxis und meiner Meinung nach als Rechtsgebiet überhaupt zunehmend wichtig", sagte Reinhard. "Diese Kombination in der Person von Ulrich Baumgartner zu finden ist ein echter Gewinn für Osborne Clarke."

Energierecht

Die renommierte Berliner Energierechts-Boutique Kermel & Scholtka zerfällt in zwei Teile. Voraussichtlich Ende Juni verlässt Namenspartnerin Dr. Cornelia Kermel (47) die Kanzlei und gründet eine eigene Energierechts-Kanzlei in Berlin. Der zweite Namenspartner Dr. Boris Scholtka (42) führt die Kanzlei zusammen mit den vier verbleibenden Partnern weiter. Als Grund für ihre Entscheidung nannten Kermel und Scholtka unterschiedliche Aufassungen über die strategische Ausrichtung der Kanzlei. Kermel wird ab Juli voraussichtlich mit vier Anwälten in eigener Kanzlei an den Start gehen. Zu ihrem Team gehört dann auch der ehemalige Kermel & Scholtka-Associate Reinald Günther. Kermels Beratungsschwerpunkte werden weiterhin im Energierecht mit Spezialisierung auf Konzessionsvertrags- und Konzessionsabgabenrecht sowie im öffentlichen Wirtschaftsrecht liegen.

Karmann insolvent

Vorläufiger Insolvenzverwalter beim Automobilzulieferer Karmann ist Ottmar Hermann von Hermann Rechtsanwälte in Frankfurt. Das Unternehmen hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Osnabrück gestellt.Das Unternehmen mit weltweit rund 8.000 Mitarbeitern ist auf die Eventualitäten eines Insolvenzverfahrens vermutlich gut vorbereitet: Vorsitzender des Aufsichtsrats ist seit mehreren Jahren Insolvenz-Altmeister Dr. Jobst Wellensiek aus Heidelberg.

Frankfurt

Schiedermair hat Anfang April eine Steuerberatungspraxis an Bord geholt. Die Steuerberatungsgesellschaft Pfaff um Namenspartner Rudolf Pfaff (64) gehört künftig mit drei Berufsträgern und fünf fachlichen Mitarbeitern zu der Frankfurter Kanzlei.Geschäftsführer ist neben Rudolf Pfaff auch Schiedermair-Partner Hans-Peter Hansen, dessen Schwerpunkte im Gesellschafts- und Steuerrecht liegen. "Mit dem Anschluss der Steuerberatungsgesellschaft haben wir eine Plattform geschaffen, um steuerliche Gestaltungsarbeit visibel anbieten zu können", sagte Hansen.

Plötzliches Aus

Faegre & Benson schließt ihr einziges deutsches Büro. Frankfurter Faegre-Anwälte berichteten, dass die aus Minneapolis stammende Kanzlei ihr Geschäft in Deutschland bis Ende März 2010 abwickeln wird. Die Nachricht kam vollständig überraschend für die 15 Frankfurter Anwälte. Zwar hatte die Kanzlei Mitte Februar angekündigt, dass im Hauptquartier in Minnesota rund 25 Anwälte gehen müssten. Das Frankfurter Büro sollte von solchen Maßnahmen aber ursprünglich verschont bleiben. In der vergangenen Woche drehte sich das Blatt. Auf einer Managementsitzung in den USA beschloss die Kanzlei, ihr Engagement in Deutschland zu beenden. Die Anwälte des Frankfurter Büros wurden am Donnerstag und Freitag von dem Management-Committee-Mitglied Winthrop Rockwell persönlich informiert.

IKB

Die Düsseldorfer IKB kann die Angriffe gegen die aktuellen Hauptversammlungsbeschlüsse offenbar gelassen sehen. "Die Zeit spielt für die Gesellschaft", erläuterte ein Aktienrechtler gegenüber JUVE. Am vergangenen Freitag hatte der Münchner Anwalt Franz Enderle von der Kanzlei Bub Gauweiler & Partner mit einer ungewöhnlichen Zeitungsanzeige für Aufsehen gesorgt. In der 'FAZ', der 'Süddeutschen Zeitung', der 'Financial Times Deutschland' sowie dem 'Handelsblatt' kündigte er eine Anfechtungsklage gegen die HV-Beschlüsse vom 25. März an. "Ich möchte mal sehen, was ich als Aktionär gegen einen Großaktionär unternehmen kann", sagte Enderle.

Neues Büro

Die mittelständische Kanzlei Schlatter aus Heidelberg eröffnet zum Mai ein Büro in Mannheim und hat dazu zwei Quereinsteiger auf Partnerebene gewinnen können: Dr. Jens Kollmar (41) und Jan Erik Jonescheit (38) kamen zum April von der Mannheimer MDP-Kanzlei Schäfer & Partner, wo sie neben Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern die einzigen Anwälte waren."Mit dem neuen Büro in Mannheim wollen wir unsere Präsenz im Rhein-Neckar-Raum weiter ausbauen und näher an unseren Mandanten vor Ort und in der Pfalz sein", sagte Wolf Herzberger, langjähriger Partner in Heidelberg. "Zudem können wir zwei in Mannheim langjährig aktive Kollegen in das Team integrieren."

München

Dr. Frank Remmertz (44), bislang Partner im Münchner Büro von Buse Heberer Fromm, hat die Kanzlei verlassen, um sich selbstständig zu machen. Gemeinsam mit Alexander Son (37), der zuvor in eigener Kanzlei tätig war, firmiert er seit Anfang April unter Remmertz Son Rechtsanwälte. Remmertz ist auf die Beratung im Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht spezialisiert und war erst im April 2007 von Teclegal Habel zu Buse gestoßen. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der Durchsetzung und Abwehr von Ansprüchen bei Wettbewerbsverstößen, der rechtlichen Begleitung von Werbemaßnahmen und Internetauftritten sowie der Gestaltung von Lizenzverträgen.