Juve Plus Fake-CEO-Fall

50 Millionen weg – Ex-Manager von SZA-Mandantin Orion haftet voll

Ein Finanzmanager fällt auf CEO-Fraud herein und überweist mehr als 50 Millionen Euro an Betrüger. Das LAG Köln lässt ihn voll haften, und zwar gerade deshalb, weil sein Arbeitgeber eine D&O-Police für ihn bezahlt hat. Versicherungsrechtler schütteln den Kopf. Nun muss das BAG entscheiden.

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Es begann mit einem Anruf auf dem privaten Handy. Im Juli 2024 meldete sich beim Head of Global Treasury des Industrierußherstellers Orion vermeintlich sein direkter Vorgesetzter, der Group-CFO. Die angezeigte Nummer stimmte mit dem Firmenverzeichnis überein, denn die Täter hatten sie per Caller-ID-Spoofing gefälscht. Ihre Geschichte: Der Konzern gründe in Asien eine streng vertrauliche Zwischenholding, und der Treasury-Chef solle deren CFO werden. Mit Verweis auf Insiderrecht wurde ihm jede Rücksprache untersagt, auch mit dem Chef selbst. Die weitere Kommunikation lief über WhatsApp und private E‑Mail. Mit von der Partie war ein falscher Partner einer Londoner Großkanzlei.

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