Verfahren

  Juve Plus Schiedsverfahren

Im Streit zwischen zwei Medizintechnik-Herstellern mit gemeinsamer Vergangenheit hat ein Londoner Schiedsgericht weitgehend zugunsten des deutschen Unternehmens Humediq entschieden. Die schwedische Elekta wollte einen exklusiven Liefervertrag für ungültig erklären lassen und warf dem Humediq-Gründer arglistige Täuschung vor. Das Schiedsgericht stellte aber fest: Die Kündigung des Liefervertrags war nicht korrekt. Elekta muss knapp neun Millionen Euro plus Zinsen an Humediq zahlen.

  Juve Plus Onlinehandel und Selektivvertrieb

Auch zwischen Händlern und Herstellern kommt es regelmäßig zu Streitigkeiten um stationären Handel und Onlinehandel. Denn Hersteller bestimmter Produkte dürfen ihre Händler in Deutschland einschränken, um einen Qualitätsstandard beim Vertrieb zu gewährleisten. Das könnte sich bald ändern. Das OLG Frankfurt hat kürzlich dem Europäischen Gerichtshof Fragen zum Selektivvertrieb vorgelegt, die Kernfragen des Onlinehandels berühren.

  Juve Plus Musiksampling

Das Urheberrechtsverfahren um das in der Hip-Hop-Musik übliche Sampling muss neu aufgerollt werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden und damit der Verfassungsbeschwerde einer Gruppe von Musikern um den Produzenten Moses Pelham stattgegeben. Es war die erste mündliche Verhandlung des Verfassungsgerichts zu einem urheberrechtlichen Thema.

  Juve Plus Kartellverfahren

Die Deutsche Bahn benachteiligt Wettbewerber beim Fahrkartenvertrieb und muss deshalb umfangreiche Änderungen an ihrer bisherigen Praxis vornehmen. Dazu verpflichtete sie sich gegenüber dem Bundeskartellamt, das darauf jetzt ein Verfahren gegen den Konzern einstellte.

  Juve Plus Sal. Oppenheim

120 Millionen Euro fordert die Deutsche Bank von dem ehemaligen Sal. Oppenheim-Banker Matthias Graf von Krockow. Es geht um Schadensersatz für Geschäfte der Privatbank Sal. Oppenheim aus dem Jahr 2009. Mit anderen ehemaligen Top-Bankern sollen Vergleichsgespräche laufen. Nun wechselt von Krockow die Anwälte: Mit Bub Gauweiler kommt die Kanzlei ins Mandat, die der Deutschen Bank im Kirch-Prozess zehn Jahre das Leben schwer machte.

  Juve Plus Sal. Oppenheim

Monate nach dem erstinstanzlichen Urteil gegen ehemalige Gesellschafter der einstigen Kölner Privatbank Sal. Oppenheim hat die Kölner Staatsanwaltschaft auch den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden der Bank, Georg Baron von Ullmann, angeklagt. Sie wirft ihm Untreue in besonders schwerem Fall vor, da er nicht gegen einen Immobiliendeal der Bank vorgegangen sei, der diese letztlich Millionen gekostet haben soll.

  Juve Plus Streit beim Ärzteverband

Die krisengeschüttelte Kassenärztliche Bundesvereinigung muss bis Ende Mai Beschlüsse zur Aufarbeitung ihrer finanziellen und personellen Skandale gefasst haben. Sonst wird der Bundesgesundheitsminister als Rechtsaufsicht einen Staatskommissar zur Leitung des Verbandes einsetzen. Zur Aufarbeitung gehören auch juristische Auseinandersetzungen und neue Gutachten um möglicherweise überhöhte Bezüge, Pensionszahlungen, Mietkostenzuschüsse und umstrittene Immobiliengeschäfte.

  Juve Plus EnBW-Schiedsverfahren

Der französische Energiekonzern Electricité de France (EdF) muss die milliardenschwere EnBW-Beteiligung nicht zurücknehmen und dem Land Baden-Württemberg auch keine 840 Millionen Euro zahlen. Umgekehrt steht aber EdF auch keine Entschädigung durch das Bundesland zu. Dies hat das Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris entschieden.

  Juve Plus Honorarstreitigkeiten

Die Münchner Justiz sieht sich derzeit mit einer ungewöhnlichen Vielzahl von Streitigkeiten um Anwaltsrechnungen konfrontiert. In rund einem Dutzend Fälle ging und geht es um Forderungen von zwei Kanzleien, deren Mandanten nicht bereit waren, vollständig zu zahlen. Die Rechnungen beliefen sich in der Spitze – wie im jüngsten Fall – auf bis zu fünfstellige Eurosummen für zum Teil nur einige Stunden Arbeit und wurden in Entscheidungen oder Vergleichen regelmäßig reduziert.

  Juve Plus Ermittlungsverfahren

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat nach Informationen von 'Süddeutscher Zeitung', 'NDR' und 'WDR' gegen die Commerzbank Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Es soll um sogenannte Cum-Cum- und Cum-Ex-Deals gehen. Die Bank wollte dies auf Nachfrage nicht kommentieren. Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte lediglich, dass sie derzeit in fünf Verfahrenskomplexen ermittle, nannte aber keine Namen der beschuldigten Kreditinstitute.

  Juve Plus Zwangslizenz

Mitte April hatte das Landgericht Düsseldorf Vodafone und ihrer Streithelferin HTC den Vertrieb von bestimmten Mobilfunktelefonen untersagt, da sie zwei Patente des Verwerters Saint Lawrence Communication (SLC) verletzen. Diesen Montag wies das Oberlandesgericht den Antrag von Vodafone und HTC auf Einstellung der Zwangsvollstreckung ab.